DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Bürger legt Beschwerde ein: Google darf 2 neue Rechenzentren nicht mit Wasser kühlen

Technologie

Tech-Konzern Google muss bei seinen Expansionsplänen in der belgischen Region Wallonien einen Rückschlag hinnehmen. Das Unternehmen wollte ein neues Rechenzentrum in der Gemeinde Farciennes mit Wasser aus dem Fluss Sambre kühlen. François Desquesnes, zuständiger Minister für Raumplanung, verweigerte auf Antrag eines Bürgers jedoch die nötige Genehmigung. Die Tageszeitung „Le Soir“ berichtet über die Entscheidung und ihre Konsequenzen. Hintergrund des Vetos ist das Vorsorgeprinzip. Es gilt angesichts drohender Dürreperioden und außergewöhnlicher Hitze. Desquesnes könne nicht garantieren, dass die Region die beantragte Wasserentnahme in den kommenden Jahren verkraften werde. Die Sambre fließt auch durch die benachbarte Großstadt Charleroi und ist für die lokale Infrastruktur von großer Bedeutung. Google-Rechenzentrum: Bürgerbeschwerde stoppt hohen Wasserverbrauch Ursprünglich hatte die Region im Jahr 2024 drei Rechenzentren mit Luftkühlung genehmigt. Im November 2025 beantragte das Google-Tochterunternehmen Crystal Computing dann jedoch eine Änderung: Zwei der Zentren sollten zusammengelegt und künftig mit 600 Kubikmetern Flusswasser pro Stunde gekühlt werden. Laut „Le Soir“ sah der Plan vor, dass weniger als ein Viertel des Wassers wieder in die Sambre zurückfließt. Nachdem die Änderung zunächst bewilligt wurde, legte ein Bürger erfolgreich Beschwerde ein und der Fall landete schließlich Ende Juli auf dem Tisch des Ministers. Seine Region kämpft bereits jetzt mit Wasserknappheit: Seit über einem Monat müssen stündlich 28.000 Kubikmeter Wasser aus nahegelegenen Seen gepumpt werden, um die Pegel der Sambre und des Brüssel-Charleroi-Kanals stabil zu halten. ANZEIGE ANZEIGE Politik fordert klare Prioritäten bei der Wasserverteilung Minister Desquesnes fordert nun einen politischen Kurswechsel und eine klare Rangfolge bei der Wasserentnahme. Vorrang sollen künftig die Trinkwasserversorgung, die Schifffahrt, die Landwirtschaft sowie die Kühlung von Atomkraftwerken haben. Google betreibt in der westwallonischen Gemeinde Saint-Ghislain bereits sechs Rechenzentren, die mit Kanalwasser gekühlt werden. Für den Standort in Farciennes bleibt dem Konzern nun die Wahl: Entweder baut er wie ursprünglich geplant ein luftgekühltes Zentrum oder er klagt vor dem Staatsrat, dem höchsten belgischen Verwaltungsgericht. Rechenzentren sorgen für enorme CO2-Emissionen Der Boom der Rechenzentren belastet nicht nur die Wasserreserven, sondern auch das Klima. Eine Analyse der „Financial Times“ zeigt die globalen Dimensionen. Demnach könnten 60 geplante Großprojekte in den USA jährlich über 100 Millionen Tonnen CO2 verursachen. Das entspricht den Emissionen von etwa 27 Kohlekraftwerken. Um den enormen Strombedarf zu decken, planen viele Versorger den Bau neuer Gaskraftwerke, was bisherige Fortschritte beim Klimaschutz gefährdet.

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