Busunglück in den Niederlanden: Deutsche Jugendliche an Bord
Mehr als 50 Menschen saßen in einem Reisebus, der am Montagmorgen (24.8.) auf der A28 bei Wezep in der Provinz Gelderland verunglückte. Es gibt mehrere Verletzte.
Bei einem schweren Unfall mit einem Reisebus auf der A28 bei Wezep in der niederländischen Provinz Gelderland sind am frühen Montagmorgen, 24. August, mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der niederländischen Polizei wurde der Unfall gegen 4.20 Uhr gemeldet. Die Autobahn ist derzeit (Stand: 8 Uhr) in beiden Richtungen gesperrt.
Wie der Fernsehsender NOS berichtet, saßen mehr als 50 Menschen in dem Reisebus. Der Bus gehöre einem deutschen Unternehmen und habe ein österreichisches Kennzeichen. Die Polizei spricht in einer Pressemitteilung von deutschen Schülern, die in dem Bus saßen. Wo die Reise begann und wohin der Bus unterwegs war, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Mindestens 15 Verletzte
Nach einem Bericht des „Gelderlander“ fuhr der Reisebus auf einen Lieferwagen mit Anhänger auf. Anschließend durchbrach der Bus demnach eine Leitplanke, geriet auf die andere Seite der Autobahn und kam dort in der Böschung auf der Seite zum Liegen. Der Lieferwagen wurde laut NOS bei dem Unfall in zwei Teile gerissen.
Der „Gelderlander“ berichtet von mindestens 15 Verletzten. Die Polizei selbst erklärte gegen 7.40 Uhr, dass acht Verletzte ins Krankenhaus gebracht wurden, darunter der Fahrer des Lieferwagens. Einige seien schwer verletzt. Zusätzlich gebe es mehrere Leichtverletzte. Nach Angaben des „Gelderlander“ holte die Feuerwehr Schüler durch Öffnungen im Dach aus dem Reisebus. Die Zeitung berichtet außerdem von Dutzenden alarmierten Rettungswagen und drei Rettungshubschraubern.
Wegen des Ausmaßes des Einsatzes gilt nach Angaben der Polizei eine sogenannte GRIP2-Lage. GRIP steht in den Niederlanden für ein abgestuftes Verfahren, mit dem Behörden und Rettungsdienste bei größeren Unglücken ihre Arbeit koordinieren. Bei Stufe 2 arbeiten mehrere beteiligte Dienste gemeinsam unter einer übergeordneten Einsatzstruktur.
Die Ursache des Unfalls soll die Abteilung FO Verkeer untersuchen. Die Abkürzung steht für „Forensische Opsporing Verkeer“, also die forensische Verkehrsermittlung der niederländischen Polizei. Deren Spezialisten sichern und untersuchen Spuren nach schweren Verkehrsunfällen, um den Ablauf zu rekonstruieren. Nach Angaben der Polizei soll dafür auch eine PD-Unit zur Unfallstelle kommen. PD steht für plaats delict, auf Deutsch Tat- oder Ereignisort. Dabei handelt es sich um eine Einheit, die vor Ort Spuren dokumentiert und sichert.
Autobahn A28 gesperrt
Wezep gehört zur Gemeinde Oldebroek in der Provinz Gelderland. Gelderland grenzt im Osten unmittelbar an Deutschland. Laut „Gelderlander“ rechnet Rijkswaterstaat damit, dass die A28 zwischen ‚t Harde und Wezep bis in den Berufsverkehr am Abend gesperrt bleibt. Rijkswaterstaat ist die niederländische staatliche Behörde, die unter anderem für die Autobahnen und andere Teile der Verkehrsinfrastruktur zuständig ist.
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