BVB, Bayer und Atlético kämpfen um 30-Millionen-Transfer
Der 22-jährige portugiesische Flügelspieler hat sich dank seiner zuletzt starken Form, seiner explosiven Geschwindigkeit und seiner individuellen Torbeteiligungen zu einer der gefragtesten Personalien auf dem Transfermarkt entwickelt. Der Serie-A-Klub Fiorentina, La-Liga-Gigant Atlético Madrid sowie die Bundesliga-Spitzenklubs Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen wollen ihre Optionen in der Offensive erweitern und auf den Außenbahnen für mehr Durchschlagskraft sorgen. Deshalb haben sie das junge Talent weit oben auf ihre Transferlisten gesetzt. Auch mehrere ambitionierte Vereine aus der Türkei sollen die Situation des Spielers und die finanziellen Rahmenbedingungen genau verfolgen. Transferstrategie und Ablöseforderung von Club Brügge Der belgische Klub Club Brügge vertritt bei der Zukunft von Carlos Forbs, einem der wichtigsten Bestandteile der Offensive, eine äußerst klare und konsequente Position. Anstatt den Spieler günstig abzugeben, möchte die Vereinsführung die große Nachfrage nutzen, um eine möglichst hohe Ablösesumme zu erzielen. Dass der Vertrag des portugiesischen Spielers bei Club Brügge noch bis 2029 läuft, stärkt die Position des belgischen Klubs am Verhandlungstisch erheblich. Es besteht kein unmittelbarer Druck, einem Verkauf zuzustimmen. Die Transferverantwortlichen von Club Brügge haben beschlossen, Gespräche über offizielle Angebote ab einer Größenordnung von 30 Millionen Euro aufzunehmen. Angebote für einen festen Transfer unterhalb dieser Grenze will der belgische Klub nicht berücksichtigen, wodurch der Verhandlungsspielraum sehr begrenzt bleibt. Die Einnahmen von rund 30 Millionen Euro aus einem möglichen Verkauf sollen für den Umbau des Kaders für die neue Saison sowie für Investitionen in Nachwuchsarbeit und Scouting verwendet werden. Strategien und Angebotsmodelle der Interessenten Die Klubs, die im Transferpoker um Carlos Forbs eine Rolle spielen, könnten mit unterschiedlichen Strategien und Angebotsmodellen an Club Brügge herantreten. Atlético Madrid und Borussia Dortmund – die stärksten Kandidaten: Atlético Madrid möchte seine Kadertiefe auf UEFA-Champions-League-Niveau erhöhen. Auch Borussia Dortmund, das international für die Entwicklung und den späteren Verkauf junger Talente bekannt ist, beobachtet die Situation des Spielers sehr genau. Beide Klubs könnten versuchen, die Forderung von 30 Millionen Euro durch ein langfristiges Zahlungsmodell mit leistungsabhängigen Bonuszahlungen zu erfüllen. Bayer Leverkusen und Fiorentina: Bayer Leverkusen, das auf schnelles Umschaltspiel setzt, sowie Fiorentina, das in der Serie A um die vorderen Plätze kämpfen will, sollen bereits erste Kontakte zum Umfeld des Spielers aufgenommen haben. Bislang haben beide Vereine jedoch noch kein Angebot in Höhe der geforderten 30 Millionen Euro vorgelegt. Die türkische Option: Auch ambitionierte Vereine aus der Süper Lig sollen sich nach den Konditionen des Spielers erkundigt haben. Die erwartete Ablösesumme von 30 Millionen Euro sowie der Wunsch des Spielers, bevorzugt in einer der fünf großen europäischen Ligen zu spielen, machen einen Wechsel in die Türkei jedoch weniger wahrscheinlich. Mögliche Szenarien und finanzielle Perspektive Borussia Dortmund oder Atlético Madrid könnten versuchen, Club Brügge mit einer garantierten Zahlung von 25 Millionen Euro sowie weiteren 5 Millionen Euro an Bonuszahlungen zu überzeugen. Sollten die interessierten Klubs die hohe Ablöseforderung von 30 Millionen Euro nicht erfüllen, könnte auch ein Verbleib des Spielers infrage kommen, damit er seine Leistungen bestätigt und seinen Marktwert bis zur kommenden Saison weiter steigert. Auch ein Leihmodell mit verpflichtender Kaufklausel am letzten Tag des Transferfensters bleibt eine Möglichkeit, gilt derzeit jedoch als eher unwahrscheinlich. Die hohen Gehaltsvorstellungen von Carlos Forbs und sein Wunsch nach einem langfristigen Vertrag werden das Gehaltsbudget eines möglichen neuen Klubs direkt beeinflussen. Damit dürfte die Entscheidung im Transferpoker um Carlos Forbs letztlich vor allem davon abhängen, welcher Interessent finanziell am weitesten zu gehen bereit ist.