BVB-Boss Ricken war vor Karetsas-Poker "sehr skeptisch"
Der Transfersommer von Borussia Dortmund hatte es bislang schon in sich, Baustellen lassen sich im Kader des BVB aber durchaus noch ausmachen. So fehlt nach dem Abgang von Yan Couto auf den ersten Blick noch ein erfahrener Außenverteidiger. Nun haben sich Coach Niko Kovac und Sportchef Lars Ricken zum Ist-Zustand geäußert. "Ich wäre alles andere als unglücklich, wenn wir mit diesem Kader am Ende auch in die Saison gehen würden", erklärte BVB-Sportchef Lars Ricken auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Franz-Beckenbauer-Supercups gegen den FC Bayern (Samstag, 20:45 Uhr). Und weiter: "Wir wollten ein Stück weit jünger, wertvoller, entwicklungsfähiger werden, ohne zu sehr sportliche Substanz zu verlieren" und "gleichzeitig wollten wir auch noch ein bisschen an Kaderkosten sparen", so Ricken. Letzteres sei "deutlich" im zweistelligen Millionenbereich geschehen. "Bis hierhin ist das erst einmal okay", fasste der Ex-Spieler zusammen, warnte allerdings: "Das Problematische ist, das hat uns bisher noch keinen Sieg gebracht." Man wolle jetzt nicht um "was weiß ich wie viel Zeit bitten", es müsse aber klar sein, dass es an der ein oder anderen Stelle noch haken könne. BVB hat seine Hausaufgaben gemacht Grundsätzlich habe man die Hausaufgaben jedoch gemacht und sei nun in einer Situation, in der man den Markt beobachten könne. "Es muss nichts mehr passieren, vielleicht passiert noch was", führt Ricken weiter aus. Man sei auf mögliche Abgänge vorbereitet und schließe auch nicht aus, dass es noch einmal "spannende Möglichkeiten für uns" gebe. Aber es gebe keine Spieler, denen man nahegelegt habe, dass sie den Verein verlassen sollen. Trainer Niko Kovac betonte, dass die Neuzugänge ein "guter Ersatz für die Jungs, die wir verloren haben" seien und dies ihn "sehr glücklich" stimme. Ein Urteil darüber, ob man sich verbessert habe, lasse sich aber noch nicht fällen. Besonders Eindruck hinterließ in den Tests zuletzt der junge Konstantinos Karetsas, für den der BVB satte 30 Millionen Euro auf den Tisch blätterte. Ricken plauderte mit Blick auf die Verhandlungen mit dem Griechen nun aus dem Nähkästchen. "Das erste Mal hatten wir uns im April mit ihm zusammengesetzt und ich war eigentlich sehr skeptisch, ob das überhaupt möglich ist, weil er eben ein 18-jähriger Spieler mit hohem Marktwert und bekannt im europäischen Fußball ist. Aber schon nach dem ersten Gespräch war klar: Er will nur zu Borussia Dortmund. Das hat uns überhaupt erst die Möglichkeit gegeben, über einen relativ langen Zeitraum zu verhandeln und ihn auch zu einem für Borussia Dortmund guten Preis zu bekommen." Karetsas habe erst gar keine Tür für einen Wechsel zu einem anderen Verein geöffnet.