BVB-Boss Watzke lässt mit Aussagen zum FC Bayern aufhorchen
Am Wochenende beginnt die neue Bundesliga-Saison - und damit auch die Jagd auf den in den vergangenen beiden Spielzeiten übermächtigen FC Bayern. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat kaum Hoffnung, dass der deutsche Rekordmeister 2026/2027 nachlassen könnte.
"Man muss ehrlich sein: Wir haben im vergangenen Jahr eine gute Bundesligasaison gespielt und 73 Punkte geholt. Früher wäre man damit Meister geworden. Heute geht das nicht mehr, weil der FC Bayern alles dominiert", blickte Watzke im Interview mit RTL/Sky auf die Vorsaison zurück.
Dass die Münchner enteilt sind, liege in der Natur der Sache, betonte der 67-Jährige: "Das können wir bei Borussia Dortmund auch nur bedingt ändern, weil sich der Erste und der Zweite Deutschlands ökonomisch so weit auseinanderentwickelt haben."
Dementsprechend dürfe man sich vor dem Bundesliga-Auftakt am Wochenende "nichts vormachen", so Watzke: "Bayern München ist der haushohe Favorit."
Seit Vincent Kompany an der Säbener Straße das Sagen hat, ist der FCB auf nationaler Ebene eine Klasse für sich. Auch in der Champions League präsentierte sich die Mannschaft auf Augenhöhe mit den übrigen Weltklasse-Teams, auch wenn es für den ganz großen Wurf noch nicht reichte.
BVB hat ökonomisch "keine Chance" gegen den FC Bayern
Watzke verwies auf die Standortvorteile, die der deutsche Rekordmeister genießt. "Bayern ist auch der Speckgürtel Deutschlands, das kommt hinzu", hob der Dortmunder Vereinspräsident hervor: "Im Bundesland Bayern fließt vieles Richtung Bayern München."
In Nordrhein-Westfalen sei die Situation eine andere. "Hier hast du - nicht ganz so erfolgreich, aber trotzdem sehr veritable Traditionsklubs - rechts und links und überall: ob Schalke, Köln oder Gladbach. Das ist eine ganz andere Struktur", gab Watzke zu bedenken.
Dortmund sei weder die Landeshauptstadt, noch eine Metropole. "Wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben, und beklagen uns darüber auch gar nicht", so der 67-Jährige: "Aber wir müssen feststellen: Wir können ökonomisch nicht an den FC Bayern herankommen. Keine Chance."