BVB nach Supercup-Pleite gegen den FC Bayern in der Kritik
Mit der 1:2-Niederlage im Supercup gegen den FC Bayern gab es für Borussia Dortmund früh die erste Enttäuschung der Saison. Trainer-Ikone Eduard Geyer übt Kritik am BVB - und anderen vermeintlichen Top-Teams der Bundesliga.
"Nach dem Supercup muss ich auch dieses Mal wieder feststellen, dass meine Hoffnungen auf ein spannendes Meisterschaftsrennen in der Bundesliga wohl nicht wahr werden", schrieb der 81-Jährige in einer Kolumne für den "kicker". "Bayern München scheint auch in diesem Jahr das Nonplusultra zu sein."
Der Triumph im Supercup-Duell gegen den BVB sei aus Sicht des deutschen Rekordmeisters "verdient" gewesen, konstatierte Geyer, "auch wenn das Spiel am Ende noch 2:2 hätte ausgehen können".
Die Leistung des BVB beurteilte der frühere Bundesliga-Coach kritisch. "Die Dortmunder haben vor allem in der 1. Halbzeit nicht genug Mumm gezeigt, das war eindeutig zu wenig", monierte Geyer. "Dabei hat der BVB zu Hause gespielt, vor 81.000 Zuschauern, da hätte man die Bayern härter fordern müssen."
FC Bayern konkurrenzlos? Kritik an BVB und Co.
Echte Prüfsteine sieht Geyer für den FC Bayern auch in der am Wochenende startenden Bundesliga-Saison nicht. "Es fehlen die Herausforderer, und ich muss sagen, dass mich diese Entwicklung ärgert", schrieb er. "Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur Dortmund, sondern vielleicht auch RB Leipzig oder Bayer Leverkusen mal klare Ambitionen in Richtung Titel äußern."
Geyer ergänzte: "Natürlich sind die Bayern vor jeder Saison der große Favorit, aber mich nervt die Opferrolle, in die sich die anderen Klubs von vornherein begeben. Keiner traut sich, seine Ambitionen mit Blick auf die Meisterschaft offensiv zu formulieren, weil man Angst hat, dass man als großmäulig abgetan wird, wenn es mit dem Titel nichts wird. Und wenn die Münchner wieder mit großem Abstand Meister werden, ist das auf Dauer langweilig. Die anderen Klubs verharren wie gesagt in ihrer Rolle als angeblich chancenlose Verfolger."