BVB-Stürmer sichtlich unzufrieden: Ricken reagiert auf Silva-Frust
Abgangsgerüchte halten an: Silva-Frust nach 90 Minuten Bank
Abgesehen von der schweren Verletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias und der Roten Karte für Samuele Inacio sorgte der Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund für gute Laune. Die BVB-Profis feierten nach dem 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV vor der Kurve. Stürmer Fabio Silva hielt sich dabei auffällig zurück und trottete relativ frustriert in Richtung Kabine. Niko Kovac ließ ihn 90 Minuten lang auf der Bank und brachte stattdessen Marcel Sabitzer und Top-Talent Inacio, dessen Auftritt aber nur von kurzer Dauer war.
Schon nach dem Supercup am vergangenen Wochenende machte Silva öffentlich keinen Hehl daraus, dass er mit seiner Spielzeit unzufrieden ist. Kovac machte ihm keine Hoffnungen auf baldige Veränderung. Der Kroate betonte, dass der Portugiese in der Stürmerhierarchie hinter Serhou Guirassy die Nummer zwei bleiben werde. Bis zuletzt, wie auch schon im Wintertransferfenster, gab es Gerüchte, dass Silva die Westfalen deshalb verlassen könnte.
Silva nach Konstantelias-Ausfall zum Bleiben gezwungen?
Nach dem Bundesliga-Auftakt gegen den HSV wurde Geschäftsführer Sport Lars Ricken zur Situation des 24-Jährigen und dessen Körpersprache befragt. Der Ex-Profi zeigte dabei Verständnis für Silva sichtliche Frustration. „Er hat ja auch gegen die Bayern das Tor gemacht. Dass ein Spieler dann nicht zu hundert Prozent glücklich ist, gehört zum Fußball dazu“, so der 50-Jährige. Ricken betonte aber auch, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und beim BVB das Team an erster Stelle steht.
Grundlegende Änderungen an der Kaderplanung wird es dennoch nicht geben. „Es ist so, wie wir es auch schon vor ein paar Tagen oder Wochen gesagt haben: Wir geben hier keinen Spieler ab, weil wir prinzipiell wirklich mit diesem Kader planen und kein Spieler das Gefühl haben muss, er müsse jetzt unbedingt schnell weg“, sagte Ricken. Aufgrund des monatelangen Ausfalls von Neuzugang Giannis Konstantelias (der BVB bestätigte am Sonntagabend den Verdacht auf einen Kreuzbandriss) wird der BVB Silva ohnehin wohl nicht gehen lassen.
Deadline Day naht: Was passiert mit Silva, Chukwuemeka und Co.?
Während Sportdirektor Ole Book und Ricken derzeit darüber beraten, ob man nochmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist auch die Tür für Silva und andere Abgangskandidaten noch nicht ganz verschlossen. Auch auf der Abgangsseite könne sich an der Strobelallee noch etwas bewegen, sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer am Sonntagabend bei "Sky90". Der Bezahlsender hatte Silva mit einem Wechsel zurück nach Spanien oder in die Niederlande in Verbindung gebracht.