bw news: Audi in Neckarsulm: Wirtschaftsministerin für Taskforce
In Neckarsulm (Kreis Heilbronn) geht die Sorge wegen einem möglichen Aus des dortigen Audi-Werks um. Grund sind die Sparpläne von Volkswagen, die offenbar einen massiven Stellenabbau sowie Werksschließungen vorsehen. Gestern hat der Aufsichtsrat von Volkswagen in Wolfsburg getagt - aus der Sitzung gingen jedoch keine konkreten Informationen hervor, welche Standorte wie stark von den Sparmaßnahmen betroffen sein werden. Anschließend gab es nur ein allgemeines Statement des VW-Chefs Oliver Blume. Darin ist lediglich vom "Abbau von Überkapazitäten" im VW-Konzern die Rede, man wolle Strukturen verschlanken und VW "schneller, robuster und wettbewerbsfähiger" machen. Bereits gestern Nachmittag machten die Audi-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ihrem Unmut Luft und protestierten vor dem Werk. Klar dagegen ist, dass Volkswagen seine Modellpalette um bis zu 50 Prozent reduzieren will. Was das bedeutet und wie es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Audi-Werks in Neckarsulm nun weitergehen könnte, ordnet Lutz Heyser aus der SWR-Wirtschaftsredaktion ein: Es ist 10 Uhr und damit endet der Newsticker für heute. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - denkt daran, ausreichend zu trinken und bei der Mittagshitze die pralle Sonne zu meiden. Am Montag liefert euch mein Kollege Simon Ukena ab 6 Uhr alles Wichtige aus und für Baden-Württemberg. Bis dahin gibt es die Nachrichten für BW wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch in Radio und TV. Ein Rumäne soll von Deutschland aus einen Umsturz in seinem Heimatland geplant haben. Nichita P. soll auf unterschiedlichen Telegram-Kanälen seine Weltsicht verbreitet haben, darunter einen geplanten Sturz der rumänischen Regierung und eine "Neugestaltung" der Strukturen in Rumänien. Recherchen zeigen eine Verherrlichung des NS-Regimes. So wurden deutsche Sicherheitsbehörden auf ihn aufmerksam. Eine Zeit wohnte Nichita P. in Rheinland-Pfalz, zwischenzeitlich in Moldau und danach in Maulbronn und in Knittlingen (beide Enzkreis). Inzwischen ist der Mann festgenommen, er sitzt wegen des Vorwurfs der Rädelsführerschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft. Doch wie nah war er seinem Ziel? Meine Kollegen Holger Schmidt, Michael Götschenberg und Kai Laufen zeichnen den Weg von Nichita P. nach. Heute wird es wieder heiß - und mit Blick auf das Wochenende steht fest: Da wird es noch heißer. Am Samstag soll es bis zu 36 Grad geben, gleiches gilt für Sonntag. Für Montag werden sogar 37 Grad vorhergesagt. Aktuelle Informationen rund um das Thema, wie ihr euch abkühlen könnt und was es im Alltag zu beachten gilt, erfahrt ihr in unserem Hitze-Blog. Baden-Württemberg Liveblog zur Hitze in Baden-Württemberg ++ Hitzeglocke über BW: Bis zu 37 Grad erwartet ++ Teilweise Engpässe bei Mineralwasser ++ Wegen der Hitze: Verbranntes Obst und frühere Ernte ++ In Baden-Württemberg wird es wieder heiß. In den nächsten Tagen werden Temperaturen weit über 30 Grad erwartet. Alle Entwicklungen rund ums aktuelle Wetter in unserem Liveblog. 19:57 Uhr Baden-Württemberg Wetter SWR BW Große Hitze, wie sie in den kommenden Tagen wieder erwartet wird, ist nicht nur für Menschen eine große Belastung. Auch Wildtiere wie zum Beispiel Igel leiden unter Hitze und Trockenheit. Oliver Wiens aus Ofterdingen im Kreis Tübingen kümmert sich ehrenamtlich um Igel. Er gibt Tipps, wie man den Tieren helfen kann: Nach der VW-Aufsichtsratssitzung gestern ist weiter unklar, ob es zu Werksschließungen - etwa auch bei Audi in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) - und einem massiven Stellenabbau kommt. Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte VW-Chef Oliver Blume schriftlich auf, sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern - und zwar heute. Werksschließungen, machte Cavallo klar, seien mit ihr nicht zu machen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat etwaigen Schließungsplänen eine Absage erteilt. Niedersachsen ist mit 20 Prozent zweitgrößter Anteilseigner der Volkswagen AG. Über Reaktionen der BW-Landesregierung habe ich vorhin berichtet. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF widersprach die Präsidentin des Automobilindustrie-Verbandes VDA, Hildegard Müller, Vorwürfen, die deutsche Autobranche sei nicht entschlossen genug den Weg der E-Mobilität gegangen. Sie sprach sich neben E-Autos auch für "High-Tech-Verbrenner" aus: Am Oberrhein können Feuerwehren aus Deutschland und Frankreich künftig bei Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Waldbränden, enger zusammenarbeiten. Ein neues EU-Projekt namens "TriFire" soll die Einsatzkräfte auf beiden Seiten des Rheins stärken, für neue Ausrüstung, Fahrzeuge und gemeinsame Übungen gibt es drei Millionen Euro. Mit einer gemeinsamen Einsatztaktik, Sprechtrainings und abgestimmter Technik sollen Einsätze bei Waldbränden und anderen klimabedingten Gefahren wie Hochwasser schneller und effizienter werden. Federführend ist die Feuerwehr im elsässischen Département Haut-Rhin, auf deutscher Seite koordiniert das Regierungspräsidium Freiburg. Während der Hitzewelle Ende Juni kam das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart an seine Grenzen: Über Tage war die Notaufnahme voll, es fehlte Eis zum Kühlen. Darum hat sich das RBK nun gegen die nächste Hitzeperiode gewappnet, um erneute Ausnahmezustände zu verhindern. Bei Hitze sei Eis das zentrale Hilfsmittel, um die Patienten mit Hitzeschäden herunterzukühlen, sagte RBK-Geschäftsführer Mark Dominik Alscher. Deshalb habe das Krankenhaus eine Eismaschine und eine Kühltruhe extra für die Notaufnahme beschafft. Außerdem wurden 20 mobile Klimageräte besorgt. Denn die normalen Stationen werden im Gegensatz zur Notaufnahme oder dem OP nicht klimatisiert. Ein neuer Hitzeplan befasst sich auch mit internen Abläufen. Ab heute Abend um 21 Uhr wird es ernst für Bahnreisende und Pendler auf der Strecke zwischen Stuttgart und Tübingen: Wegen Bauarbeiten fallen vier Wochen lang laut Bahn zahlreiche Züge auf der wichtigen Verbindung aus, Fahrpläne ändern sich und Busse ersetzen teilweise den Bahnverkehr. Bis zum 8. August gibt es für Fahrgäste zwischen der Landeshauptstadt und der Unistadt am Neckar nur noch wenige Zugverbindungen. Betroffen sind etwa Züge der Linie RE 6 und der Linie MEX 18. Welche Züge ausfallen und welche Alternativen es gibt, hat meine Kollegin Sabrina Kır hier zusammengestellt: Tübingen Wo jetzt Ersatzbusse fahren Ab Freitagabend: Vier Wochen Zugausfälle auf Pendlerstrecke Stuttgart-Tübingen Bahnreisende müssen sich vier Wochen lang zwischen Stuttgart und Tübingen auf Zugausfälle einstellen. Welche Verbindungen betroffen sind und wo jetzt Ersatzbusse fahren. In Heilbronn ist gestern Nachmittag ein 53-jähriger Mann aus dem Neckar gerettet worden. Laut Polizei war er zum Schwimmen in den Fluss gegangen, dann sollen ihn die Kräfte verlassen haben. Eine 41-Jährige soll demnach seine Hilferufe gehört haben und ihn gemeinsam mit einem weiteren Passanten ans Ufer gezogen haben. Rettungskräfte der Wasserschutzpolizei zogen den Mann anschließend an Land. Der Gerettete war offenbar kurzzeitig bewusstlos und nach der Rettung vorübergehend im Krankenhaus. Wie es zu dem Badeunfall kam, ist bislang unklar. Wenn Straßen zu Flüssen werden und Keller volllaufen, zählt jede Minute. Dann müssen Einsatzkräfte wissen, welche Straße zuerst gesperrt werden und ab welchem Zeitpunkt Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Sogenannte Alarm- und Einsatzpläne (AEP) sollen dafür sorgen, dass im Ernstfall viele Entscheidungen bereits vorbereitet sind. Eine SWR-Umfrage unter allen Gemeinden, Städten und Kreisen in BW zeigt: Bei Hochwasser scheinen viele Kommunen gut aufgestellt. Bei Starkregen gibt es dagegen deutliche Lücken. Das SWR Data Lab hat außerdem Karten von Behörden aufbereitet, in denen sich ablesen lässt, welche Grundstücke bei Hochwasser oder Starkregen unter Wasser stehen könnten. In Baden-Württemberg leben mehr als eine Million Menschen in solchen Gebieten. Sie zeigen das persönliches Risiko für verschiedene Szenarien - darunter auch ein Hochwasser, wie es im Juni 2024 Meckenbeuren (Bodenseekreis) traf. Vor der Jugendstrafkammer Stuttgart startet heute ein Prozess gegen einen 17- und einen 18-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und die Anstiftung dazu vor. Zwei Jugendgruppen hatten sich im Dezember vergangenen Jahres auf einem Spielplatz in Stuttgart-Weilimdorf gestritten. Dabei soll der damals 16-Jährige auf einen anderen 16-Jährigen geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 18-jährige Angeklagte den Jugendlichen dazu angestiftet hat. Der angeschossene 16-Jährige kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Die beiden Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Wie vorhin berichtet, ging gestern der Prozess um den tödlichen Angriff eines Fahrgastes auf den Zugbegleiter Serkan Çalar am Landgericht Zweibrücken zu Ende. Der Täter wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Mannheim war der Dienstort von Serkan Çalar. Darum soll am dortigen Hauptbahnhof für den Getöteten ein Mahn- und Gedenkort entstehen. Wie ein Sprecher der Bahn gestern mitteilte, ist das Unternehmen gemeinsam mit der Familie von Serkan Çalar in der Planung. Das halten die Menschen in Mannheim von dem geplanten Gedenkort: Serkan Çalar war Anfang Februar nach dem Angriff eines Fahrgastes ohne Fahrschein in einem Regionalexpress nahe Landstuhl (Westpfalz) gestorben. Bei der Attacke erlitt er eine tödliche Hirnblutung. Die "ja! Beerenmischung, tiefgefroren" bei REWE gekauft? Dann Achtung: Der Supermarkt-Betreiber ruft in mehreren Bundesländern, darunter auch Baden-Württemberg, eine Charge zurück. Der Grund: In der Mischung wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Betroffen ist laut Unternehmen der 750-Gramm-Beutel mit der Chargennummer L-26085 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.03.2028. Die Ware sei aus den Regalen entfernt worden, so REWE. Bereits gekaufte Beerenpackungen der Charge könnten auch ohne Kassenbon zurückgeben werden. Andere Chargen seien nicht betroffen. In Stuttgart hat ein zwölfjähriges Mädchen nach einer sexuellen Belästigung einen 44-jährigen Mann mit Hilfe eines fingierten Treffens in die Hände der Polizei gebracht. Der Vorfall ereignete sich in der Klett-Passage am Hauptbahnhof. Nach Polizeiangaben sprach der Mann das Kind an, küsste es auf die Wange und bot ihr anschließend Geld für sexuelle Handlungen an. Das Mädchen tauschte daraufhin mit dem Verdächtigen Handynummern aus und begab sich umgehend zur Polizei. Im Beisein der Beamtinnen und Beamten nahm das Kind dann telefonisch Kontakt zu dem Mann auf und vereinbarte ein Treffen. Die Polizei konnte den 44-Jährigen dort festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Eine Polizeisprecherin bezeichnete das Vorgehen des Mädchens als "extrem scharfsinnig", wies jedoch zugleich auf das Risiko hin. Generell sei ein solches Vorgehen nicht zu empfehlen. Kinder und Jugendliche sollten sich möglichst gar nicht erst in Gespräche mit Fremden verwickeln lassen. Und was in jedem Fall richtig sei: Wann immer einem etwas seltsam vorkomme, solle man sich direkt an die Polizei wenden. Auch nach der gestrigen Aufsichtsratssitzung bei VW gibt es weiter keine Klarheit über die Zukunft des Werks der VW-Tochter Audi in Neckarsulm (Kreis Heilbronn). Der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) forderte im SWR angesichts der aktuellen Krise in der Autoindustrie gemeinsame Anstrengungen von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften: Auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) will für die Arbeitsplätze in der Autobranche kämpfen. Im SWR kündigte sie Gespräche mit allen Beteiligten an. Man wolle eine Taskforce bilden - sie habe Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der Autobranche sowie die Interessenverbände zu einem Gespräch eingeladen, sagte Hoffmeister-Kraut. VW teilte gestern am späten Abend mit, der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgestellt. Zu möglichen Werksschließungen wurde nichts bekannt. Medienberichten zufolge könnten das Audi-Werk Neckarsulm und die drei VW-Werke Hannover, Zwickau und Emden ab 2030 geschlossen werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung für Impfungen gegen das Corona-Virus geändert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts verfügen inzwischen rund 95 Prozent der Erwachsenen über eine breite Immunität, weil sie entweder geimpft sind oder mindestens eine Infektion durchgemacht haben. Die Stiko sieht deshalb eine Basis-Impfung nicht mehr als erforderlich an. Auffrischimpfungen werden nun nur noch für Risikogruppen, Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen sowie für Menschen ab 75 Jahren empfohlen. Der neue Kultusminister Andreas Jung (CDU) hält an seinem Plan fest, angehende Lehrkräfte nach Ende ihres Referendariats in den Sommerferien zu bezahlen. Wie der SWR aus Regierungskreisen erfuhr, hat Jung das bei dem sogenannten Chefgespräch zum Haushalt 2027 mit Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) angemeldet. Doch Jung muss für seinen Plan noch einige Widerstände überwinden. Aus dem Finanzministerium hieß es gestern: "Es wird absehbar kaum finanziellen Spielraum für Mehrausgaben geben." Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert das und spricht von einem "bildungspolitischen Fehlstart der neuen Landesregierung". Wegen eines Unfalls ist die Autobahn A5 Karlsruhe in Richtung Basel zwischen den Anschlussstellen Hartheim/Heitersheim und Müllheim/Neuenburg derzeit gesperrt. Laut Polizei ist ein Sattelzug am frühen Morgen auf einen Transporter der Straßenmeisterei aufgefahren, der eine Baustelle absichern sollte. Bei dem Unfall wurde der Fahrer des Lastwagens verletzt. Zur Unfallursache und zur Dauer der Sperrung konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Vor der Ausleitung staut sich der Verkehr. Bis zu 36 Grad am Wochenende, am Montag könnten es im Breisgau sogar 37 Grad werden - es wird wieder heiß. Bei dem hochsommerlichen Wetter ist Mineralwasser natürlich sehr gefragt. Doch die Händler und Hersteller stehen schon jetzt vor Problemen. So können Getränkemärkte in Baden-Württemberg derzeit nicht alle Sorten und Flaschengrößen anbieten. Einzelne Sorten seien später oder gar nicht lieferbar, sagt etwa eine Getränkehändlerin in Stuttgart. Michael Neuenhagen, Sprecher des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens im Schwarzwald-Baar-Kreis, sagt, gerade in Hitzeperioden würden viele Menschen Wasser auf Vorrat kaufen - entsprechend fehlten diese Kisten im Pfandsystem und könnten für Verzögerungen sorgen. Um genügend Nachschub liefern zu können, reagiert Bad Dürrheimer mit längeren Produktionszeiten: Im Gegensatz zu sonst werde auch samstags gearbeitet. Laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen gibt es aktuell aber keine außergewöhnlichen Versorgungsengpässe. Der Waffenhersteller Heckler & Koch (H&K) will seinen Hauptsitz in Oberndorf am Neckar (Kreis Rottweil) ausbauen und neue Produktionskapazitäten schaffen - denn die Auftragsbücher sind nach Angaben des Unternehmens voll wie nie zuvor. Mit einem Programm im Umfang von 230 Millionen Euro will H&K in moderne Infrastruktur und Automatisierung investieren, vor allem am Stammsitz, aber auch an den internationalen Vertriebsstandorten. Das teilte das Unternehmen bei der gestrigen Hauptversammlung mit. Im Prozess um den Angriff gegen den Zugbegleiter Serkan Çalar aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) hat das Landgericht Zweibrücken den 26-jährigen Angeklagten zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Verurteilte bei einer Fahrscheinkontrolle im Zug Çalar mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf attackierte. Dabei erlitt Çalar eine tödliche Hirnblutung. Das Gericht wertete das als Körperverletzung mit Todesfolge. Einen Tötungsvorsatz sah das Gericht nicht. Der Anwalt der Familie, der als Nebenkläger auftrat, hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen gefordert und sprach nach der Urteilsverkündung von einem "klaren Fehlurteil". Die Familie werde das Urteil anfechten. Nach einem Tag Pause ging die Fußball-WM der Männer gestern Abend unserer Zeit in Boston (USA) weiter. Frankreich setzte sich im ersten Viertelfinal-Spiel gegen Marokko verdient mit 2:0 durch. Die Tore schossen Kylian Mbappé in der 60. und Ousmane Dembélé in der 66. Minute. Heute Abend folgt das Spiel Spanien-Belgien (ab 21 Uhr MESZ, live im ZDF), morgen Abend geht es dann mit der Partie Norwegen-England (ab 23 Uhr) weiter. In der letzten Viertelfinal-Begegnung trifft am Sonntag um 3 Uhr in der Nacht das Team unserer Schweizer Nachbarn auf den amtierenden Weltmeister Argentinien um Topstar Lionel Messi. WM 2026 Frankreich gegen Marokko - die Highlights Im Viertelfinale der WM trifft Frankreich auf Marokko. Die Zusammenfassung der Partie im Video. Heute Nacht war es zwar noch vergleichsweise frisch mit Temperaturen zwischen 11 bis 15 Grad. Aber: Es bleibt nicht so kühl: Am Vormittag soll es laut SWR-Wetterexperte Karsten Schwanke sonnig bei oft wolkenlosem Himmel werden. Am Nachmittag kann es vereinzelt Schönwetterwolken geben. Die Temperaturen liegen zwischen 30 und 35 Grad, in höheren Lagen bei 29 Grad. Es weht ein schwacher Wind aus Nordosten. Am Samstag geht es sonnig weiter. Laut Deutschem Wetterdienst wird die höchste Stufe für Waldbrandgefahr erreicht. Die Höchsttemperaturen am Wochenende liegen zwischen 34 und örtlich sogar 37 Grad. Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen: Die Bundeswehr sucht momentan nach neuen möglichen Standorten für den Wehrdienst. Denn die Bundeswehr braucht Platz für die Ausbildung und die Unterbringung neuer Wehrdienstleistender. Wie gestern bekannt wurde, ist die ehemalige Bundeswehrkaserne in Sigmaringen dabei in der engeren Auswahl - als bislang einziger Standort in Baden-Württemberg. Bürgermeister Marcus Ehm (CDU) begrüßt die mögliche Rückkehr der Bundeswehr ausdrücklich: Stadtverwaltung und Gemeinderat wünschten sich eine Wiederansiedlung, sagte Ehm. Eine endgültige Entscheidung über die Standorte steht nach Angaben des Verteidigungsministeriums jedoch noch aus. "Den Vorhang zu und alle Fragen offen" - das berühmte Zitat aus einem Bertolt-Brecht-Stück passt gut zu Volkswagen und der Frage, was nun mit den Werken des Autokonzerns - unter anderem dem in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) - wird. Auch nach der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats ist zumindest die Öffentlichkeit nicht wesentlich schlauer. Konkrete Aussagen zu möglichen Werksschließungen und Stellenstreichungen blieben aus. Mehr dazu gleich. Mein Name ist Matthias Breitinger und ich bin bis 10 Uhr für euch am Start mit den Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.