bw news: Audi Neckarsulm soll schließen: Das ist bislang bekannt
Die Beschäftigten des Audi-Werks in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) bangen seit Monaten um ihre Jobs. Die Zukunft des Werks ist wegen der Sparpläne des Volkswagen-Konzerns unklar. Nun soll der Vorstand von Volkswagen das Ende der Produktion in Neckarsulm beschlossen haben. Das berichtete die "Wirtschaftswoche" gestern. Außerdem betroffen seien die Werke in Emden, Hannover und Zwickau. Das Wirtschaftsmagazin bezieht sich auf ein Papier aus dem Aufsichtsrat, das den Titel "Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026" trägt. Es solle die Entscheidung morgen und am Freitag vorbereiten.
Wie viele Mitarbeitende von dem Strukturwandel bei Volkswagen betroffen sind, ist noch nicht ganz klar. Zuletzt war immer wieder von 50.000 möglichen Stellenstreichungen weltweit die Rede. Doch VW-Konzernchef Oliver Blume relativierte die Zahl. Diese sei keine Zielgröße, sondern eine theoretische Rechengröße, die sich aus den Kosten des Konzerns ableite.
Neues zum Vorfall am Augsburger Hauptbahnhof: Wie die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst X mitgeteilt hat, ist der Bahnhof jetzt komplett gesperrt. Der Zugverkehr wurde eingestellt. Grund sei ein verdächtiges Objekt, das von den Einsatzkräften gefunden wurde. Seit heute Morgen läuft wegen einer Explosion in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs ein großer Polizeieinsatz.
Das neue Hallenbad in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) hat gestern eröffnet. Dass die Schwimmerinnen und Schwimmer nicht frieren müssen, ermöglichen dabei Maultaschen - zumindest indirekt. Denn dazu dient die Abwärme der Produktion von BÜRGER in der Nachbarschaft. Dazu wurde eine rund 1,2 Kilometer lange Wärmeleitung gelegt. Das Bad will dadurch etwa 360 Tonnen CO2 einsparen. Das Energiekonzept wird dabei durch eine Photovoltaikanlage auf Dach und Fassade ergänzt. Das Schwimmbad ist nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit mit mehreren Verzögerungen gestartet.
In Ulm beginnen heute die Friedenswochen. Bis Anfang Oktober sind mehr als 30 Veranstaltungen geplant - mehr als 36 Gruppierungen beteiligen sich daran. Geplant sind Vorträge und Diskussionen, Konzerte und Ausstellungen - dabei soll auch gezielt ein jüngeres Publikum angesprochen werden, beispielsweise mit einer Debatte um die Wehrpflicht. Die Friedenswochen beginnen heute Abend mit einer Mahnwache für Frieden in der Ukraine, Israel, Palästina, Iran und Sudan.
Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt: Die Menschen in Baden-Württemberg sind vergleichsweise relativ gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Das geht aus einer Analyse der Denkfabrik Agora Verkehrswende hervor. Demnach hat Stuttgart im Vergleich der Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern das zweitbeste Angebot - hinter Frankfurt am Main. 92 Prozent der Stuttgarterinnen und Stuttgarter fänden demnach mindestens ein gut getaktetes Schienenangebot unweit ihrer Haustür. Knapp hinter Stuttgart folgte das ÖPNV-Angebot in Karlsruhe.
Jedes Jahr nimmt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Dienstwagen der wichtigsten Männer und Frauen des Landes unter die Lupe. Zum 20. Mal hat die Organisation ihren Dienstwagen-Check veröffentlicht. Und siehe da: Landeschef Cem Özdemir steht ganz oben auf der Liste. Von allen deutschen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen fährt der Grünen-Politiker den CO2-sparendsten Wagen. 66 Gramm CO2 je Kilometer stößt der Wagen des Ministerpräsidenten demnach aus. Der Trend geht laut dem Check jedoch in eine andere Richtung - nämlich in Richtung Verbrenner.
Deutschland arbeitet an der Energiewende - auch der Strom soll dann aus emissionsfreien Quellen kommen. Doch um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, braucht es Alternativen. Der Energieversorger EnBW baut deshalb in Philippsburg (Kreis Karlsruhe) einen der größten Batteriespeicher Deutschlands.
Der Batteriespeicher soll eine Leistung von 400 Megawatt und eine Kapazität von 800 Megawattstunden haben. Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks soll genug Strom gespeichert werden, um 100.000 Haushalte zu versorgen. Der Bau hat im Juni begonnen, jetzt wurden die ersten Batterie-Container auf ihren Fundamenten befestigt. Jeder einzelne von ihnen wiegt 48 Tonnen - 150 Module sind es insgesamt.
Gestern haben viele junge Menschen in Baden-Württemberg ihre Ausbildung angefangen. Diese startet traditionell am 1. September. Einer von ihnen ist der 17-jährige Vedat Engin. Er hat die Ausbildung zum Maurer beim Bauunternehmen Fermo in Murr (Kreis Ludwigsburg) begonnen. Erst vor zwei Wochen hat Engin dort ein Schnupperpraktikum gemacht, kurz darauf bekam er die Zusage zum Ausbildungsplatz. "Eigentlich wollte ich eine Ausbildung als Polizist machen, aber das hat nicht geklappt", erzählt er. Aber auch Handwerkliches habe ihm schon immer Spaß gemacht und so sei er auf Fermo aufmerksam geworden.
Der Musikverein Waldau in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) hat eine lange Geschichte. Inzwischen gibt es ihn seit 126 Jahren. Auch heute hat der Verein noch Zulauf - gerade von jungen Menschen. Diese stehen auch an der Spitze des Vereins und übernehmen damit Verantwortung für die Gemeinschaft. "Wir haben ein Gemeinschaftsgefühl, das vielleicht schon etwas besonders ist", erklärt Vereinsvorstand Marc Spiegelhalter. Wie das Gemeinschaftsgefühl aussieht, hat sich meine Kollegin Nicole Freyler angeschaut:
Aufgrund des extrem heißen Sommers befinden sich die Moore in Oberschwaben im Hitzestress. Brände in trockenen torfhaltigen Moorböden, die lange schwelen könnten, seien deshalb eine reale Gefahr, sagen Katrin Fritzsch und Siegfried Roth von den Naturschutzzentren in Bad Buchau (Kreis Biberach) und Bad Wurzach (Kreis Ravensburg). Eigentlich bräuchten die Moore aktuell dringend mehr Regen.
In der Pflege fehlen Fachkräfte. Doch weil die Gesellschaft älter und pflegebedürftiger wird, nimmt der Bedarf an Pflegepersonal immer weiter zu. Aber es gibt eine positive Entwicklung: Die Zahl der Auszubildenden in diesem Bereich steigt. Ob die Azubis aber lange in der Pflege bleiben, ist fraglich. Denn nur mehr als ein Drittel der Befragten Pflegefachkräften können sich laut einer Erhebung eines Berufsverbands aus dem Mai 2026 vorstellen, bis zur Rente der Arbeit nachzugehen. Ausgerechnet die Pflegereform könnte das Problem noch verschärfen, sagen beispielsweise Angestellte in einem Pflegeheim in Offenburg (Ortenaukreis).
Unter dem Motto "Friedensfähig statt kriegstüchtig" haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und andere Organisationen am Dienstagabend mit einer Kundgebung in Friedrichshafen (Bodenseekreis) an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 87 Jahren erinnert. Gleichzeitig boomt im Bodenseeraum die Rüstungsindustrie. Das stellt die Gewerkschaften vor ein Dilemma. Denn diese sehen die Rüstungsbranche traditionell eher kritisch - doch gerade hier entstehen neue Arbeitsplätze. Der DGB Kreisverband Bodensee-Oberschwaben will mit seiner Kundgebung in Friedrichshafen aber auch klarmachen: Nur mit Waffen allein werde die Welt nicht friedlicher.
In der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs kommt es derzeit wegen einer Explosion zu einem Polizeieinsatz. Nach Angaben der Polizei sind der Verkehr und der öffentliche Nahverkehr beeinträchtigt. Demnach explodierte ein bislang unbekannter Gegenstand in einem Gebäudedurchgang. Mehrere Menschen wurden durch Knalltraumata leicht verletzt, hieß es. Auch Fensterscheiben seien durch die Explosion beschädigt worden.
Die Polizei hat gestern die Räume eines Autohändlers in Laupheim (Kreis Biberach) durchsucht. Laut Polizei wird der Händler verdächtigt, Unfallfahrzeuge aus dem Ausland importiert, repariert und als Neuwagen verkauft zu haben. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte unter anderem Dokumente von Fahrzeugen, wie es im Polizeibericht heißt. Schon seit Längerem wird gegen den 27-Jährigen wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Er war durch Ermittlungen in der Poser-Szene ins Visier der Polizei geraten.
Die Hitzewellen der vergangenen Monate sind vorbei, aber die Folgen des Jahrhundertsommers wirken noch nach. Wegen der Trockenheit geht vielen landwirtschaftlichen Betrieben das Futter aus. "Uns fehlen über 60 Prozent der üblichen Ernte", sagte etwa Landwirt Christoph Weber aus Grosselfingen (Zollernalbkreis) dem SWR. Er muss schon an die Wintervorräte gehen.
Wegen des Futtermangels müssen sie ihre Tierbestände verkleinern. Was fachlich klingt, bedeutet letztendlich: Die Tiere werden geschlachtet. Das betrifft auch Kühe, die eigentlich noch Milch geben würden. Das hat Folgen für den Preis, den Landwirte für ihr Fleisch bekommen. Laut der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum Schwäbisch Gmünd ist der Schlachtpreis für ein Kilo Rindfleisch in Baden-Württemberg seit seinem Höchststand Ende Juli um rund 15 Prozent gesunken - auf 5,03 Euro pro Kilogramm. Die Tiere, die jetzt geschlachtet werden, könnten dann aber im Winter fehlen - und die Preise für Rindfleisch etwa an Weihnachten nach oben treiben.
Von der Reaktion der BW-Ärteschaft auf eine Aussage von Friedrich Merz (CDU) habe ich euch ja bereits berichtet. Doch die Kritik der Medizinerinnen und Mediziner beschränkt sich nicht nur auf die Rhetorik des Kanzlers. Denn die Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg befürchten auch, dass die Gesundheitsversorgung der Menschen im Land durch die Reform der gesetzlichen Krankenkassen leidet. Die Bundesregierung will dadurch die Beiträge in den kommenden Jahren stabil halten.
Fast die Hälfte der Befragten befürchtet laut einer Umfrage des Ärzteverbands MEDI Baden-Württemberg aber eine Unterversorgung. 39 Prozent gehen außerdem davon aus, dass es für die Patientinnen und Patienten zu längeren Wartenzeiten kommt und es für sie schwieriger wird, überhaupt einen Termin zu bekommen. Der Verband MEDI kritisiert an der Reform etwa, dass Einnahmen wegfallen.
In einem Recyclingbetrieb in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) ist es gestern Morgen zu zwei explosionsartigen Verpuffungen gekommen. Der Inhalt einer Absaug- und Filteranlage habe sich schlagartig entzündet, teilte die Polizei mit. Dabei habe das Material im Inneren der Anlage Feuer gefangen. Während des Löschversuchs kam es laut Bericht zu einer zweiten Verpuffung mit einer Stichflamme. Dabei habe ein 54-jähriger Mitarbeiter schwere Brandverletzungen im Gesicht erlitten. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Es bestehe aber keine Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Zwei weitere Männer verletzten sich leicht im Gesicht und an den Händen. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache für den Brand aus.
Heute wird es heiter mit viel Sonnenschein. Obwohl sich im Laufe des Nachmittags ein paar Wolken ausbreiten, steigen die Temperaturen im Laufe des Tages auf Werte von 22 bis 27 Grad. Der Wind ist meistens schwach und kommt aus westlichen Richtungen.
Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier:
Die Mannheimer AfD-Stadträtin Silke Koch steht nach Berichten über die Veröffentlichung mehrerer Schwimmbad-Fotos in ihrem WhatsApp-Status massiv in der Kritik. Sie soll Bilder von Menschen in muslimischer Badekleidung veröffentlicht haben. Diese seien mit Aussagen wie "Dreck" und "Gut, dass das Becken gechlort ist" beschriftet gewesen.
Die Stadt kündigte an, den Fall nun rechtlich prüfen zu wollen, auch wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Fotografierverbot. Der Mannheimer Kreisvorstand der SPD hat eigenen Angaben zufolge Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Koch erstattet. Auch die Grünen-Gemeinderatsfraktion teilte mit, Anzeige erstattet zu haben.
Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg gehen auf Distanz zu Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Anlass ist seine Aussage, sie seien "Nutznießer" des Gesundheitssystems. Die Landesärztekammer spricht bei der Wortwahl von einem Affront. "Was wir brauchen, sind echte Reformen, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen. Was wir nicht brauchen, sind irrige Sichtweisen fernab der Realität", heißt es auf SWR Anfrage. Merz hatte sich am vergangenen Donnerstag in einer RTL-Sendung entsprechend geäußert.
Was die Göppinger Ärztin Esther Scherrenbach über Merz Äußerung denkt:
Wir starten heute leider mit unschönen Nachrichten aus der Wirtschaft: Einem Medienbericht zufolge steht das Audi-Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) nämlich vor dem Aus. Außerdem kritisieren Mediziner aus Baden-Württemberg Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Doch dazu gleich mehr.
Mein Name ist Luca Mader und ich versorge euch bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.