bw news: Brandstiftung mit Kanister vor Fahrrad
Die Ludwigsburger IT- und Managementberatung MHP steht Medienberichten zufolge vor einem Eigentümerwechsel. Wie die "Börsen-Zeitung" und die "Stuttgarter Zeitung" berichten, will Porsche die Beratungsfirma verkaufen. Eine entsprechende Vereinbarung könnte demnach bereits bis Ende August getroffen werden. Porsche will die Tochter schon länger verkaufen, nennt den Berichten zufolge aber keine Details. Wichtig sei, dass es für das Unternehmen und die Mitarbeiter eine "gute Zukunft" gebe. Mit seiner Verkaufspolitik will sich Porsche laut den Zeitungen auf sein Kerngeschäft fokussieren. Ähnlich handhabe es der Mutterkonzern Volkswagen. Der Bauernverband Heilbronn-Ludwigsburg will ein Wasserentnahmeverbot im Kreis Heilbronn in Zukunft nicht mehr so einfach hinnehmen. Der Kreisvorsitzende Stefan Kerner kündigte an, mit dem Landratsamt darüber sprechen zu wollen. Er fordert, die Landwirtschaft mit der Industrie gleichzustellen, die ebenfalls Wasser verbrauche. Seit Wochen dürfen Bauern für ihre Felder kein Wasser mehr aus Flüssen und Seen mit niedrigen Pegeln benutzen. Heute treten weitere Verschärfungen in Kraft. Braucht Stuttgart 21 eine Klimaanlage? Bahn und Internet sind sich uneinig. In einem Video sagt die Bahn: Nein, wegen der Einbettung in die Erde bleibe die Temperatur des Tiefbahnhofs konstant. Außerdem käme ja kühle Luft durch die Tunnel, die an den Bahnhof anschließen. Auf Social Media finden Menschen ganz eigene Erklärungen: "Weil der Bahnhof erst zur nächsten Eiszeit fertiggestellt sein wird, clever", schreibt etwa ein Nutzer unter dem auf YouTube veröffentlichten Clip der Bahn. "Da werden sich meine Ur-ur-ur-Enkel freuen über angenehme Temperaturen bei der Eröffnung", heißt es außerdem - als Bezug zum erneut um fünf Jahre verschobenen Eröffnungstermin des Bahnhofs. Als Reaktion auf die hohe Zahl an Hitzetoten in diesem Sommer fordern mehrere Bundesminister der SPD einen nationalen Hitzeaktionsplan. Dieser soll - unter anderem - den Hitzeschutz im Grundgesetz verankern. Von der baden-württembergischen Landesregierung kommen gemischte Reaktionen: Die CDU-Fraktion etwa lehnt eine Änderung des Grundgesetzes für den Hitzeschutz ab. Die Grünen-Fraktion begrüßt nach eigenen Angaben jeden Vorstoß für mehr Hitzeschutz, fordert aber auch konkrete Finanzierungszusagen von der Bundesregierung. In BW gibt es bislang keinen landesweiten Hitzeschutzaktionsplan. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat gestern einen jungen Mann aus der Ukraine zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Er soll laut Anklage als Agent in Deutschland tätig gewesen sein und im Auftrag Russlands Brandanschläge vorbereitet haben. Zwei weitere ukrainische Angeklagte sprach das Gericht dagegen frei. Die drei Männer im Alter von 22, 25 und 30 Jahren waren im Mai 2025 festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft warf ihnen vor, im Auftrag eines russischen Geheimdienstes von Köln aus Versandrouten und Transportabläufe eines ukrainischen Paketdienstes ausgekundschaftet zu haben, um später darüber Pakete mit Brandsätzen zu verschicken. Die Taten sollen teilweise in Konstanz vorbereitet worden sein. Dort war auch einer der drei Männer festgenommen worden. Das Landgericht Karlsruhe hat gestern den Haftbefehl gegen den Mann abgelehnt, der im Juli in eine Auseinandersetzung mit einem Bahnmitarbeiter verwickelt war. Der Mitarbeiter stürzte daraufhin bei Ettlingen (Kreis Karlsruhe) aus dem Zug, weil sich daraufhin die Tür in der Folge einen Spalt geöffnet hatte. Das hat das Gericht gestern entschieden. Schon unmittelbar nach dem Vorfall hatte das Amtsgericht Karlsruhe einen Haftbefehl abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hatte daraufhin Beschwerde eingereicht. Das wurde gestern vom Gericht dann erneut abgelehnt. Kommando zurück! Der Start der jungen Waldrappen von Binningen (Kreis Konstanz) ins Winterquartier ist misslungen. Der Flug wurde wegen zu starken Windes abgebrochen, die Vögel kehren nach Binningen zurück. Das erfuhr ein SWR-Reporter. Eine weibliche Führungskraft bei Daimler Truck hatte den Verdacht, dass sie schlechter bezahlt wird als ein männlicher Kollege. Deswegen hat sie geklagt - und nun vor dem Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg teilweise Recht bekommen. Der Fall ging durch alle Instanzen. Das Gericht in Stuttgart musste schlussendlich klären, mit welchen Kollegen sich die Führungskraft vergleichen kann. Es entschied, dass sie sich in ihrem Fall am mittleren Wert aus den Gehältern vergleichbarer männlicher Kollegen orientieren muss. Auch dabei hat sie zu wenig verdient, deshalb stehen ihr nun rund 210.000 Euro zu. Im Nationalpark Schwarzwald sollen demnächst Versuche unternommen werden, den sogenannten Hornisgrinde-Wolf zu vergrämen - ihm also die Scheu vor Menschen wieder anzutrainieren. Sollte dies nicht klappen, droht ihm laut Agrarministerin Marion Gentges (CDU) der Abschuss. Seit mehr als drei Jahren kommt der Wolf Spaziergängern, insbesondere Hundehaltern, sehr nahe. Teilweise verfolgt er sie auch. Auch Besucher werden in die Pflicht genommen: Warnschilder an Knotenpunkten weisen seit Anfang des Jahres auf die Verhaltensregeln hin. Hunde müssen zum Beispiel an die Leine genommen werden. Wer den Wolf sieht, soll "selbstbewusst" auftreten und "laut rufen, um ihn zu verscheuchen". Bußgelder von bis zu 1.500 Euro können bei Fehlverhalten ausgesprochen werden. Verschiedene Wolfsunterstützer haben inzwischen Proteste gegen den erneut drohenden Abschussbeschluss angekündigt. Auf der Landesstraße zwischen Brackenheim und Schwaigern-Stetten (beide Kreis Heilbronn) ist gestern Abend ein Auto wegen Aquaplaning ins Rutschen geraten und in den Gegenverkehr gefahren. Drei Fahrzeuge waren beteiligt, vier Menschen wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Straße wurde für die Unfallaufnahme und die Reinigung der Fahrbahn zeitweise voll gesperrt. "Wo der Götterbaum wächst, da wächst bald nicht anderes mehr", erklärt Frank Nürnberg vom NABU Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis). Mit einer mannshohen Hacke rückt er dem Baum zu Leibe. Ursprünglich kommt der Götterbaum aus China und Vietnam. Er wurde im 18. Jahrhundert in Europa eingeführt und unterdrückt nun heimische Arten. Es will ihn auch kein Tier essen - die Blätter sind zu bitter. Gerade in Naturschutzgebieten ist er ein Problem, denn dort sollen auch seltene und geschützte Arten wachsen. Für Vielfalt kämpft auch Förster Wolfgang Pfefferle. Sein Revier liegt am Rande des Odenwaldes im Rhein-Neckar-Kreis. Hier ist es die Kermesbeere: Sie wächst schnell, ist anspruchslos und setzt Stoffe frei, die die Entwicklung anderer Pflanzen hemmen. Kermesbeere und Götterbaum sind nicht die einzigen invasiven Arten, die heimische Pflanzen bedrohen. Die Kosten für ihre Beseitigung wachsen. Knapp drei Monate nach ihrem Insolvenzantrag hat sich die Lage der Schussenrieder Brauerei Ott im Kreis Biberach stabilisiert. Der Betrieb laufe weiter und die Kunden hielten zum Unternehmen, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Matthäus Rösch dem SWR. Etwa 400 Gaststätten würden im Rahmen bestehender Verträge weiter beliefert. Die Suche nach Investoren laufe, Interessenten seien vorhanden, so Rösch. Im umkämpften Biermarkt mit sinkenden Umsätzen und steigenden Rohstoffpreisen werte er das positiv. Zumindest im Süden des Landes starten wir heute recht sonnig in den Tag. Es bleibt warm mit Höchstwerten von 26 bis 33 Grad. Im Norden ist es eher wolkig, zum Nachmittag kann es auch einzelne kurze Gewitter geben. In den kommenden Tagen sind dann häufiger Schauer möglich, vor allem im Südosten, dann teils mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier: Die Pommes sind frittiert, wohin nun mit dem Fett aus der Fritteuse? Im Neckar-Odenwald-Kreis gibt es seit einiger Zeit spezielle Automaten, an denen Privathaushalte Speiseölreste aus der Küche abgeben können. Das Öl wird dann an Firmen in Europa geliefert, die daraus Kraftstoff für Autos herstellen. So viel, dass damit zwei Müllfahrzeuge der Neckar-Odenwälder Abfallwirtschaftsgesellschaft betrieben werden könnten - rein rechnerisch zumindest. In Deutschland gibt es noch keine Unternehmen, die den sogenannten HVO-Kraftstoff aus den Ölresten herstellen können. Deswegen muss der Kraftstoff für die Müllfahrzeuge von europäischen Herstellern gekauft werden. Ready for Take-off! Eine neue Generation von Hand aufgezogener Waldrappen startet gleich um 7 Uhr von Binningen (Kreis Konstanz) aus ins Winterquartier im spanischen Andalusien. Die 30 Jungvögel werden von ihren menschlichen Ziehmüttern, die mit Gleitschirmen "mitfliegen", geführt. Damit nichts schief geht, gab es vorab ein Flugtraining für die Jungvögel. Erste Zwischenstation ist heute Hütten-Hotzenwald im Kreis Waldshut. Die eigentlich in Deutschland ausgestorbenen Waldrappen werden seit 2017 am Bodensee aus Zuchtbeständen aufgezogen und wieder angesiedelt. Am Kaiserstuhl hat die Hauptweinlese begonnen - so früh wie noch nie. Seit vergangener Woche werden nach Angaben der Winzer dort erste Trauben gelesen. Das stellt die Winzer vor Probleme. Denn: Normalerweise startet die Ernte Ende August oder Anfang September. Dementsprechend werden Saisonarbeitskräfte auch für diesen Zeitraum eingeplant. In diesem Jahr werde aber bis Anfang September wahrscheinlich bereits etwa die Hälfte der Ernte eingebracht sein, so die Winzer. Die Winzer rechnen eher mit einer moderaten Ernte von etwa 10 bis 20 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr. Wegen der Trockenheit seien die Trauben teilweise kleiner und nicht so prall wie in Jahren mit mehr Wasser. Heute startet die größte deutsche Radrundfahrt, die "Deutschland Tour". Die ganz großen Rad-Superstars fehlen - und auch der noch verletzte deutsche Star Florian Lipowitz wird bei der Tour nicht dabei sein. Beim Auftakt steht ein 2,6 Kilometer langer Prolog in Bad Orb (Hessen) an, bei dem die Fahrer im Rennen gegen die Uhr antreten. Danach folgt eine leicht wellige erste Etappe nach Schwäbisch Hall. Die zweite führt von Schwäbisch Hall nach Offenbach an der Queich (Rheinland-Pfalz) und das dritte Teilstück leitet die Radprofis von Herxheim nach Bad Dürkheim (beide Rheinland-Pfalz). Am Sonntag endet die Rundfahrt mit einer 156 Kilometer langen Etappe mit Start und Ziel in Heilbronn. Ein sehr aufwendiger Brandeinsatz ist so gut wie abgeschlossen. Die Feuerwehr hat den Brand in einem Waldgebiet bei Schramberg (Kreis Rottweil) weitgehend gelöscht. Gestern Morgen rückten die Einsatzkräfte noch einmal aus, um ein aufflammendes Glutnest zu löschen, wie ein Sprecher der Feuerwehr Schramberg mitteilte. Sie seien um sechs Uhr alarmiert worden, erzählte Patrick Wöhrle, Einsatzleiter der Feuerwehr Schramberg, dem SWR: "Da war offenes Feuer wieder sichtbar und eine kleinere Rauchentwicklung in mehreren Bereichen." Nachlöscharbeiten wie diese seien bei solchen Feuern die Regel, so der Sprecher. Auch in den kommenden Tagen werde man das Gebiet in Zusammenarbeit mit der Polizei weiter beobachten und bei Bedarf eingreifen. In der Nacht von Sonntag auf Montag musste vor der Stuttgarter Oper kurzfristig ein Hubschrauber landen. Ursprünglich sollte dieser einen Patienten von einer Klinik in eine andere verlegen, teilt die DRF Luftrettung auf Anfrage mit. Der Hubschrauber sei auch wie geplant auf dem Dach der Ziel-Klinik gelandet, jedoch habe der Aufzug zum Landeplatz dann nicht funktioniert. Daher musste der Transport des Patienten kurzfristig umgeplant werden. In Abstimmung mit der Leitstelle fiel die Wahl auf den Platz vor der Oper am Eckensee in Stuttgart. Dort sei der Patient nach der Landung dann an den Rettungsdienst übergeben worden. Ein Unbekannter hat am Montag vor einem Wohn- und Geschäftshaus in Konstanz ein Feuer gelegt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Kurz nach Mitternacht stellte der Täter laut Polizei einen Kanister mit brennbarer Flüssigkeit vor dem Eingangsbereich eines Fahrradgeschäfts ab und zündete ihn an. Zeugen entdeckten das Feuer frühzeitig. Streifenpolizisten versuchten sofort, den Brand zu löschen. Trotzdem griffen die Flammen auf den Eingangsbereich und die Fassade des Gebäudes über. Der Feuerwehr gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Anschließend räumten Feuerwehrleute die Wohnungen über dem Geschäft und führten dort Kohlenmonoxid-Messungen durch. Nach Angaben der Konstanzer Feuerwehr mussten die Einsatzkräfte mehrere Wohnungen zur Kontrolle gewaltsam öffnen. Die Messungen fielen negativ aus, sodass alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Ein neuer Tag beginnt! Damit ihr newstechnisch auf dem Laufenden bleibt, gibt es unter anderem mich. Ich bin Matthias Deggeller und bis 10 Uhr berichte ich im Newsticker über alle Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.