bw news: Erdbeben bei Mannheim
Das ehemalige Mitglied der Band Söhne Mannheims, Rapper Marlon B., ist offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Der 60-jährige Sänger mit Wurzeln in Jamaika soll mehreren übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei einem Überfall auf eine Bar erschossen worden sein. Zuerst hatte die "Bild" berichtet. Der Rapper war seit 2017 nicht mehr Teil der Band Söhne Mannheims.
Es ist 10 Uhr und das war's für heute mit dem Newsticker. Am Montag ist dann meine Kollegin Janey Schumacher für euch da. Freut euch drauf. Jetzt wünsche ich euch aber erstmal ein schönes Wochenende! Bis dahin gibt es wie immer die Nachrichten für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.
Bevor ich mich ins Wochenende verabschiede, kommt hier wie am Anfang angekündigt noch eine Geschichte fürs Herz: Eigentlich sind Kater Seppi und sein Herrchen Franz Kekeisen aus Amtszell (Kreis Ravensburg) ein untrennbares Duo. Dann war Seppi auf einmal für zehn Wochen verschwunden. Ein großer Schreck für den 79-Jährigen Katzenbesitzer, denn sein Kater folge ihm normalerweise auf Schritt und Tritt, wie er erzählt. Die beiden seien sogar jeden Tag zusammen spazieren gegangen.
Nachdem sein Seppi plötzlich verschwunden war, habe er überall in Amtzell Fotos von seinem Kater aufgehängt. Dass er sein Haustier wieder sehen würde, dessen sei sich Kekeisen aber sicher gewesen. Und tatsächlich: Rund zehn Wochen später erhält er einen Anruf: Kater Seppi ist rund 30 Kilometer weiter in Isny im Allgäu (Kreis Ravensburg) aufgetaucht. Dank Registrierung habe man den Kater zuordnen und ihn mit dem Besitzer wiedervereinen können.
Eigentlich ist die Ehrenamtskarte dafür da, engagierten Ehrenamtlichen Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten zu verschaffen. Wer pro Jahr mindestens 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistet, kann die Karte beantragen. Die Vereine müssen die Stunden bestätigen, das Land finanziert Stellen für die Koordinierung des Ganzen. Klingt erstmal gut, trotzdem lehnen das Vereine und Bürgermeister aus dem Ortenaukreis ab. Beispielsweise kritisieren sie, dass die Angebote, für die die Vergünstigungen gelten würden, zu weit weg seien. Stefan Göppert, Vorstand beim Dorfladen, glaubt, dass das Geld des Landes direkt in den Vereinen besser angelegt wäre. Denn die seien es ja, die auf dem Land Kultur- und Freizeitangebote schaffen würden. Zudem entstehe durch die Karte ein großer bürokratischer Aufwand. Was andere Ehrenamtliche monieren, lest ihr hier: Deswegen lehnen Vereine die Ehrenamtskarte ab.
Heute dreht sich ja vieles um die Terroranschläge am 11. September vor 25 Jahren. Eine bewegende Geschichte kommt aus Wangen im Kreis Ravensburg. Denn Feuerwehrleute aus den USA, die nach dem Anschlag im Einsatz waren, besuchten 2002 die Feuerwehr in Wangen. Die Berliner Feuerwehr hatte sie eingeladen - und Feuerwehrmann Manne Wolfrum organisierte einen Besuch im Allgäu. Etwa 30 Kinder, Frauen und Männer kamen von Berlin mit dem Flieweiß noch heute, wie angespannt er und seine Kameraden waren. Aber die Anspannung wich schnell, die Begegnungen waren von Anfang an freundschaftlich und herzlich. "Mehr als herzlich, die Amerikaner sind da auch sehr offen", meint Wolfrum. In den darauffolgenden Tagen besichtigten die New Yorker und die Wangener verschiedene Sehenswürdigkeiten der Region. Warum die Gäste dabei von der Polizei begleitet wurden, lest ihr hier: Feuerwehr aus New York und Wangen verbindet Freundschaft.
Der Schemelsbergtunnel an der B39 bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) wird ab kommenden Montag erneut für über zwei Wochen komplett gesperrt. Autofahrer müssen sich dann wieder auf erhebliche Staus im Weinsberger Tal einstellen. Jetzt sollen unter anderem die Tunnelsteuerung optimiert und Mängel beseitigt werden, so das Regierungspräsidium Stuttgart. Ein halbes Jahr sind Technik, Belüftung und Programmierung genau überwacht worden und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in den praktischen Betrieb einfließen. Warum der Tunnel gerade ab Montag gesperrt werden muss, wenn die Sommerferien zu Ende sind und der Berufsverkehr wieder zunimmt, ist unklar. Auf jeden Fall bleibt der Tunnel bis mindestens Ende September voll gesperrt.
Der Wasserrohrbruch in Metzingen-Neuhausen beschäftigt die Stadtwerke Metzingen noch bis Anfang nächster Woche. Während der erste Schaden bereits behoben werden konnte, sei die Reparatur beim zweiten Schaden deutlich aufwändiger, so die Stadtwerke. Am Mittwoch waren an einer Leitung des Hochbehälters bei Metzingen mindestens zwei Lecks entdeckt worden. Zeitweise waren die Anwohner ohne Trinkwasser.
Es ist 30 mal 50 Zentimeter groß, zeigt eine Frau und könnte auf dem Kunstmarkt eine fünf- bis sechsstellige Summe erzielen: Das beschriebene Aquarell von Emil Nolde gehört der Uni Tübingen und ist auf rätselhafte Weise verschwunden. Das Aquarell soll nach Berichten des "Schwäbischen Tagblatt" jahrelang im Büro eines Archäologie-Professors gehangen haben. Bei Renovierungsarbeiten sei dann aufgefallen, dass das wertvolle Original irgendwann still und heimlich gegen eine billige Kopie ausgetauscht worden war.
Im Verdacht stand der Schwiegersohn des Professors, nun hat das Amtsgericht Tübingen das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt. Nolde (1867-1956) zählt zu den bekanntesten Vertretern des deutschen Expressionismus.
Nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France im Juli wird Radprofi Florian Lipowitz aus Laichingen (Alb-Donau-Kreis) bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal an den Start gehen. Der deutsche Verband German Cycling benannte am gestern neun Fahrer und fünf Fahrerinnen, die vom 20. bis zum 27. September in den Einzel- und Mixed-Staffel-Rennen fahren werden. Erst am Mittwoch hatte Lipowitz beim Eintagesrennen Giro della Toscana mit einer Platzierung im Hauptfeld sein Comeback gegeben.
Der Viehscheid heute im bayerischen Oberstaufen (Kreis Oberallgäu) ist traditionell einer der ersten im Allgäu und lockt tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an. Nach dem Bergsommer werden die rund 1.500 Tiere mit Glocken und Schellen zurück ins Tal geführt. Wenn es allen Tieren den Sommer über auf der Alp gut ergangen ist, wird der Kopf der Leitkuh mit bunten Blumen und Zweigen geschmückt. Dieses sogenannte Kranzrind ist das sichtbare Zeichen für einen gelungenen Sommer. Am Scheidplatz treffen die Herden nacheinander ein und werden nach Besitzern sortiert. Nach der Ankunft übernehmen die Landwirte ihre Tiere und bringen sie zurück auf ihre Weiden und in ihre Ställe zwischen dem Unterallgäu und dem Kreis Lindau. Für die Hirten, Einheimische und Gäste gibt es ein großes Fest.
Forschende der Uni Tübingen und vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt haben in der Fossiliengrube "Hammerschmiede" bei Pforzen im Ostallgäu mehr als elf Millionen Jahre alte Vogelknochen gefunden. Insgesamt sechs verschiedene Vogelarten der Kormorane, Seetaucher und Adler haben sie entdeckt, darunter zwei für die Wissenschaft neue Gattungen und Arten. Die Art, die sie auf dem Gebiet der Gemeinde Pforzen gefunden haben, nennen sie "Pforzener Miozän-Adler". Wahrscheinlich hatte der Vogel eine Flügelspannweite von mehr als einem Meter und jagte Fische, so die Paläontologen. Auch eine neue Kormoranart haben sie entdeckt. Vögel sind seltene Fossilienfunde an der Hammerschmiede, so der Grabungsleiter. In der Grube im Allgäu wurden seit 2011 circa 50.000 Fossilien von 161 Wirbeltierarten gefunden.
Bereits gestern hat meine Kollegin Susanne Veil an dieser Stelle berichtet, dass es in Freiburg innerhalb weniger Tage zwei Messerangriffe gegeben hat - und die Polizei einen Zusammenhang beider Taten vermutet. Nun sind weitere Details bekannt: Der Tatverdächtige war offenbar polizeibekannt. Nach Angaben der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Freiburg sei der 30-Jährige schon in der Vergangenheit wegen Straftaten auffällig gewesen.
Am Dienstagabend war ein 74-Jähriger im Freiburger Stadtteil Rieselfeld gestorben, nachdem er vor einem kirchlichen Gemeindezentrum mit einem Messer angegriffen worden war. Noch am selben Abend hat die Polizei nach eigenen Angaben einen Tatverdächtigen mit deutscher Staatsbürgerschaft festgenommen. Bereits am vergangenen Sonntag war ein 29 Jahre alter Mann nahe der Freiburger Innenstadt mit einem Messer schwer verletzt worden.
Ein Steinewerfer hat gestern Nachmittag am Bahnhof in Horb am Neckar (Kreis Freudenstadt) für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der Mann war laut Polizei auf die Gleise gesprungen. Dann soll er einen Zug mit Steinen aus dem Gleisbett beworfen haben. Als Polizeibeamte dazu kamen, soll er auch sie beworfen haben. Sie konnten sich rechtzeitig in Deckung bringen. Dann soll ein Polizist Reizspray in Richtung des Angreifers gesprüht haben. Dieser wollte flüchten, aber ein Zaun war ihm im Weg, so die Polizei. Die Beamten haben den 25-Jährigen festgenommen. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.
Das Traditionsunternehmen Tullau Pappen aus Rosengarten im Landkreis Schwäbisch Hall hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen produziert seit fast 150 Jahren Vollpappe und Kartons für die Industrie und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Bereits 2020 hatte der Chef Matthias Kurz von einer Berg- und Talfahrt gesprochen, als der Altpapiermarkt mit der Corona-Krise eingebrochen war. Das familiengeführte Unternehmen, das seit 1878 besteht, hatte keinen Nachschub mehr bekommen und musste Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Einen Rückschlag erlebte der Pappenproduzent zudem bei einem Brand 2024 in der Fabrik. Jetzt werden hohe Kosten für Strom und Gas sowie die schwache Konjunktur als Grund genannt, wieso der Betrieb Insolvenz beantragen musste. Noch ist unklar, wie es weitergeht.
Seit sechs Wochen versucht die Polizei, die Identität eines Toten zu klären, der aus dem Neckar in Heilbronn geborgen wurde. Jetzt scheint etwas Bewegung in den Fall gekommen zu sein. Nach der Veröffentlichung eines Fotos des Mannes sind rund 30 Hinweise eingegangen, wie die Polizei auf SWR-Anfrage mitteilte. Alle Hinweise seien inzwischen geprüft worden. Dennoch habe keiner davon zur Identifizierung des Toten geführt. Die Ermittlungen laufen daher weiter. Der Mann wird als etwa 40 bis 60 Jahre alt beschrieben. Er soll graue bis hellbraune Haare gehabt haben, etwa 1,80 Meter groß gewesen sein und einen kurzen Bart getragen haben. Zum Zeitpunkt des Auffindens trug er ein grau gemustertes T-Shirt sowie eine schwarze Dreiviertel-Jogginghose. Zudem hatte er einen Schlüsselbund mit mehreren Schlüsseln bei sich.
Am Montag heißt es für rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche im Land, "Back to school". Doch mit dem neuen Schuljahr bleiben alte Probleme: Unterrichtsausfall und Lehrermangel. Nach Angaben des BW-Kultusministeriums sind 426 Lehrerstellen in Baden-Württemberg nicht besetzt. Betroffen seien alle Schularten, aber allen voran abgelegene Regionen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft befürchtet nun, dass künftig der Wohnort eines Kindes über seine Bildungschancen entscheide.
Der Stuttgarter Fotograf Jürgen Pollak lebte gerade mal sechs Tage in New York, als zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers einschlugen. "Am Morgen des 11. September habe ich den zweiten Flieger bei mir übers Apartment fliegen hören und dachte mir, der ist aber wirklich tief unterwegs", sagt er im Gespräch mit dem SWR. Als Pollak kurz darauf die vielen Feuerwehr- und Polizeisirenen hörte, ging er nach unten. Er wollte nur kurz zum Coffeeshop und Frühstück holen. Dann kam er um die Ecke zur 6th Avenue. "Da hatte man freien Blick aufs World Trade Center und sah, wie beide Türme brannten." Pollak drehte um und holte seine Fotokamera. Er fotografierte den ganzen Tag. Nicht ganz nah dran am Schrecken, sondern eher die kleinen Momente: eine Blume an einem staubbedeckten Auto, aufgehängte Zettel mit vermissten Personen, den fassungslosen Blick von Passanten. Was Pollak noch in New York erlebt hat, lest ihr hier: 9/11-Fotograf berichtet von traumatischem Erlebnis.
Bei einem Brand in der Mannheimer Innenstadt sind am Morgen zwei Menschen leicht verletzt worden. Das Feuer war gegen fünf Uhr im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in einem Badezimmer ausgebrochen und sei schnell gelöscht worden. Die Einsatzkräfte brachten drei Personen aus dem Treppenhaus ins Freie, die übrigen Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Ursache und Schadenshöhe sind noch unklar.
Stellt euch vor, in eurem Ort ist über mehrere Wochen kein Netz. Das erleben gerade Bewohnerinnen und Bewohner von Ketsch im Rhein-Neckar-Kreis. Denn Telefonieren oder im Internet surfen geht dort außerhalb der eigenen vier Wände für Vodafone-Kunden gerade kaum. Der zuständige Funkmast, der bis Mitte Juli auf einem Gebäude in der Ortsmitte stand, musste wegen Sanierungsarbeiten abgebaut werden. Seitdem hat sich offenbar wenig getan. Nach Angaben des Gebäude-Eigentümers habe er Vodafone rechtzeitig über die Sanierungsarbeiten informiert und mögliche andere Standorte vorgeschlagen. Vodafone erklärt dagegen, die Vorschläge seien geprüft worden, hätten sich aber als ungeeignet erwiesen. Derzeit werde ein Standort für einen vorübergehenden mobilen Funkmast geprüft. Wann der aufgebaut und in Betrieb genommen werden kann, ist noch nicht klar - möglicherweise in den kommenden Wochen. Auch eine dauerhafte Station sei bereits in Auftrag gegeben.
Wer am Wochenende auf den Autobahnen im Land unterwegs ist, sollte etwas mehr Fahrzeit einplanen. Mit dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern wird besonders auf der A5 und A81 mit starkem Rückreiseverkehr gerechnet. Laut ADAC kann schon ab heute Nachmittag mit vollen Autobahnen gerechnet werden. Lange Staus seien vor allem ab Samstagnachmittag bis zum frühen Sonntagabend zu erwarten. Der wichtigste Reise-Tipp des ADAC: Wer kann, sollte außerhalb dieser Zeiten losfahren und sich vorher über die Lage auf der Strecke informieren. Laut SWR-Verkehrsredaktion wird der Stauschwerpunkt der Samstag sein.
Heute bleibt es im Land überwiegend sonnig mit wenigen Wolken am Himmel. Am Mittag klettern die Temperaturen auf bis zu 20 Grad in Schwäbisch Hall und 25 Grad in Freiburg. Im Norden von Baden-Württemberg können sich dichtere Wolken bilden. Am Wochenende sind vereinzelte Regenschauer möglich mit Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad.
Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier:
Wie bereits in der Begrüßung erwähnt, jährt sich heute der Anschlag auf das Worrld Trade Center zum 25. Mal. Radikalisierung ist dabei auch heute noch ein Problem. Denn die Radikalisierung von Islamisten beginnt inzwischen im Kinderzimmer: Zu diesem Ergebnis kommt der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg. Laut dem Verfassungsschutz gibt es immer noch eine hohe Bedrohung durch islamistische Anschläge.
Mit dem Internet und den sozialen Netzwerken habe sich die islamistische Szene aber verändert: Um Jugendliche anzusprechen, würden etwa TikTok-Videos verbreitet und Spiele genutzt. In gewaltverherrlichenden Videos würden etwa IS-Kämpfer heroisiert oder Hinrichtungen im Detail gezeigt. "Dass viele Anhänger der islamistischen Szene so jung sind und über ihre Handys jederzeit Zugang zu extremistischen Inhalten haben, bereitet uns Kopfzerbrechen", so Benno Köpfer vom Verfassungsschutz BW.
Gestern Nachmittag hat die Europäische Zentralbank verkündet, den Leitzins um 2,5 Prozent erhöhen zu wollen. Damit wolle man die Inflation abschwächen. Auswirkungen auf die Hausfinanzierung hat das laut Valeria Honal, Unternehmenssprecherin bei einem Vermittler für private Baufinanzierung, nicht. "Bauzinsen folgen nicht direkt den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank." Die Erhöhung der EZB bringe keine unmittelbaren Überraschungen für Menschen, die derzeit ein Haus bauen wollen.
Entscheidend für die Entwicklung der Bauzinsen sei weniger der Leitzins, sondern die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen. Diese sind zuletzt gestiegen: "Dort haben Inflationssorgen, hohe Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten für Aufwärtsdruck gesorgt", so Honal. Aktuell liegen die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen bei rund 4,2 Prozent.
Ein Shuttlebus der Landesgartenschau ist gestern Abend in Ellwangen (Ostalbkreis) gegen eine Hauswand geprallt. Der Busfahrer wurde dabei laut Polizei schwer verletzt. Der Shuttlebus war den Angaben zufolge mit zwei Fahrgästen von einem Park-and-Ride-Parkplatz zum Gelände der Landesgartenschau unterwegs. Wohl wegen eines medizinischen Notfalls verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und streifte eine Hauswand. Eine 54-jährige und eine 74-jährige Frau, die im Bus mitgefahren sind, blieben unverletzt.
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Lörrach sind gestern Abend mehrere Menschen aus dem Gebäude gerettet worden. Fünf Bewohner kamen anschließend mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Das teilte die Feuerwehr am späten Abend mit. Nach ersten Schätzungen entstand demnach ein hoher sechsstelliger Sachschaden. Für die Bewohner des Hauses, deren Wohnungen nicht mehr bewohnbar seien, organisiere die Stadt Lörrach eine vorübergehende Unterbringung.
Gestern Abend hat es in Worms in Rheinland-Pfalz ein Erdbeben gegeben, das bis in die Region rund um Mannheim zu spüren war. Das bestätigt die Polizei auf SWR-Anfrage. Nach Angaben der Warn-Apps Katwarn und Nina ist um 17:27 Uhr bei Worms ein "schwaches Erdbeben" der Stärke 3,5 gemessen worden. In Mannheim haben den Angaben zufolge besorgte Menschen den Notruf gewählt. Bislang seien aber keine Schäden oder Verletzten bekannt, teilte die Polizei mit.
Wie häufig sind solche Beben in der Region? Laut Martin Hensch, dem Seismologen des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg, treten Erdbeben im Oberrheingraben immer wieder auf. Meistens fallen diese aber schwach aus. Das aktuelle Beben war zwar etwas stärker, gilt aber als moderat, und es werden keine Schäden erwartet, auch wenn es weiträumig gespürt wurde.
Wie Menschen aus Mannheim das Erdbeben wahrgenommen haben, hört ihr hier:
Endspurt: Die Woche nähert sich dem Ende. Gestern Abend hat in der Region rund um Mannheim die Erde gewackelt. Außerdem jähren sich die Terroranschläge vom 11. September 2001 heute zum 25. Mal. Ich habe aber auch gute Neuigkeiten. Kleiner Spoiler: Es wird tierisch. Aber dazu gleich mehr.
Mein Name ist Nicolas Friese und ich versorge euch bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@swr.de.