DAX +0,18 % 25.864,62 Pkt 18:00:00 MDAX +0,89 % 30.743,36 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,51 % 6.144,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,03 % 51.786,72 Pkt 22:34:56 S&P 500 -0,15 % 7.568,92 Pkt 22:30:13 Nasdaq -0,26 % 25.372,01 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,99 % 61.192,81 Pkt 02:54:45 Gold -0,30 % 3.957,50 USD 02:59:46 Silber -1,92 % 49,75 USD 02:59:26 Brent -1,55 % 103,15 USD 02:59:26 WTI -1,10 % 95,40 USD 02:59:47 Bitcoin -0,45 % 76.992,76 USD 03:09:46 EUR/USD +0,41 % 1,12380 USD 03:09:28 EUR/GBP +0,02 % 0,83480 GBP 03:09:49 EUR/CHF +0,03 % 0,91640 CHF 03:09:48 EUR/JPY +0,34 % 177,311 JPY 03:09:48

bw news: Mann aus Ulm im Urlaub in der Türkei festgenommen

Sport

Für den Ulmer IT-Ingenieur Ferdi Soylu endete der Türkei-Urlaub im Gefängnis: Der 46-Jährige wurde nach einer Befragung durch einen Staatsanwalt in Ankara festgenommen. Nach Schilderung seines Bruders wirft die türkische Staatsanwaltschaft ihm vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein - im Zusammenhang mit dem Ulmer Bildungsverein FEZA, der der Gülen-Bewegung zugerechnet wird. Der Bruder bestreitet eine Mitgliedschaft und sagt, Soylu habe dort lediglich 2012 seine Tochter zur Nachhilfe geschickt. Seine Frau und die vier Kinder sind inzwischen wieder in Deutschland. Die Familie fühlt sich von Botschaft und Auswärtigem Amt nur unzureichend unterstützt. Der Ulmer Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich fordert ein rechtsstaatliches Verfahren und verweist darauf, dass der Fall dem Auswärtigen Amt bekannt ist und konsularisch betreut wird.

Sein Schnarchen hat einem betrunkenen Autofahrer in Kehl (Ortenaukreis) die Flucht vor der Polizei vermasselt. Der 30-Jährige hatte sich nach einer auffälligen Fahrt vor der Polizei versteckt und war dabei eingeschlafen, teilte die Polizei mit. Die Beamten fanden zuerst lediglich das abgestellte Auto und zwei Mitfahrer. Daraufhin suchten die Polizisten die Umgebung nach dem Fahrer ab. Schließlich hörten sie aus einem Gebüsch lautes Schnarchen - und fanden dort den Verdächtigen. Dieser sei augenscheinlich in seinem Versteck eingeschlafen, heißt es in der Mitteilung. Bei einem Atemalkoholtest stellten die Polizisten einen Wert von beinahe zwei Promille fest. Den Mann erwartet laut Polizei eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Der SCHUFA, Deutschlands größter Wirtschaftsauskunftei, droht eine Sammelklage wegen einer sogenannten Schattendatenbank. Dort speichert die SCHUFA nach eigenen Angaben alte Verbraucherdaten, die im normalen Geschäftsbetrieb nicht mehr genutzt werden dürfen, ausschließlich zu Forschungs- und Testzwecken. Verbraucherschützer und eine europäische Datenschutzorganisation halten das für problematisch und kündigten an, dagegen gerichtlich vorgehen zu wollen.

Wie es mit dem Audi-Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) weitergeht, bleibt für die Beschäftigten auch nach der außerordentlichen Betriebsversammlung am Dienstag bei Volkswagen in Wolfsburg offen. VW-Konzernchef Oliver Blume kündigte dort an, für alle Standorte - darunter auch Neckarsulm - Perspektiven entwickeln zu wollen. Diese sollen jedoch erst in den kommenden sechs bis zwölf Monaten erarbeitet werden. Viele Beschäftigte in Neckarsulm beklagen fehlende konkrete Aussagen und wünschen sich vor allem Klarheit, wie es um ihren Arbeitsplatz und den Standort steht.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen (Ostalbkreis) ermittelt gegen die Leiterin einer Jugendhilfeeinrichtung in Weikersheim-Schäftersheim (Main-Tauber-Kreis) wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung. Laut Staatsanwaltschaft wurden bereits alle Räume der Einrichtung sowie die Zentrale des Trägers, der Evangelischen Jugendhilfe Würzburg, durchsucht und umfangreiches schriftliches Material sichergestellt. Die Beschuldigte hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bereits Anfang April hatte das Jugendamt vier Kinder aus einer Wohngruppe herausgenommen und in andere Einrichtungen verlegt; im Juli untersagte das Landesjugendamt der Leiterin die Tätigkeit, der Betrieb ruht seitdem.

Social Media hat bekanntlich Schattenseiten - auch für touristische Zielen: Für das perfekte Instagram-Foto werden auch mal Schilder missachtet und vorgegebene Pfade verlassen. Etwa am berühmten Uracher Wasserfall, der von einem 37 Meter hohen Felsen in die Tiefe stürzt. Die Sehenswürdigkeit bei Bad Urach (Kreis Reutlingen) zieht immer mehr Touristen an, doch viele verlassen den offiziellen Wanderweg und stellen sich trotz Verbotsschildern direkt in den Wasserlauf. Wo früher dichtes Moos wuchs, sind teilweise trockene Flächen zu sehen. Claudia Taverna aus Bad Urach beobachtet die Entwicklung mit Sorge und hat sich jetzt an verschiedene Behörden gewandt: Die Besucher müssten besser gelenkt und sensible Bereiche geschützt werden, fordert die Anwohnerin. Das Regierungspräsidium Tübingen hat ihr geantwortet und gibt ihr Rückendeckung. In dem Schreiben heißt es: "Die Situation am Uracher Wasserfall ist uns bekannt, und auch wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf."

Nach der eskalierten DFB-Pokalpartie zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern wird weiterhin über Konsequenzen aus dem Vorfall diskutiert. Nachdem erst die Gewerkschaft der Polizei eine Kostenbeteiligung von Vereinen bei Hochrisikospielen gefordert hat, schließt sich jetzt auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Sascha Binder, an. Seine Partei habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf schon vor Jahren eingebracht, sagte Binder dem SWR. Da, wo es nicht gelinge, durch Stadionallianzen, Fanprojekte und Vereinsbemühungen für friedliche Spiele zu sorgen und mehr Polizeikräfte notwendig würden, müsse man Gebühren erhöhen. Bei den Ausschreitungen im Mannheimer Carl-Benz-Stadion waren am Freitag 35 Polizeikräfte leicht verletzt worden, weitere 85 Personen mussten medizinisch versorgt werden.

Die Familie des in der Türkei inhaftierten Ulmers Ferdi Soylu kritisiert mangelnde Unterstützung durch das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft. Vor allem, weil Soylu deutscher Staatsbürger ist. "Niemand hat die Familie meines Bruders gefragt, wie es ihnen geht, was sie machen, ob sie was brauchen. Das hat uns total enttäuscht", sagt sein Bruder Sebahattin Soylu. Die Frau und vier Kinder von Ferdi Soylu sind aus Sorge vor weiteren Vorwürfen gegen die Familie inzwischen zurück in Deutschland, der Bruder begleitete sie von Bulgarien nach Hause. Der Ulmer Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich hat nach eigenen Angaben Kontakt mit dem Auswärtigem Amt und der Deutschen Botschaft aufgenommen. Er fordert ein rechtsstaatliches Verfahren sowie konsularische und rechtliche Hilfe. "Wir haben es hier mit einem deutschen Staatsbürger zu tun, der in der Türkei in Haft ist", so Emmerich weiter. Der Fall sei dem Auswärtigen Amt bekannt und werde vor Ort vom Konsulat betreut.

Trotz Regen bleibt die Lage für die Schifffahrt auf dem Rhein angespannt: Wegen niedriger Pegel können Frachtschiffe seit Wochen nur stark reduziert geladen werden. Beim Logistiker Contargo wurden die Containerschiffe zuletzt nur zu rund 20 Prozent beladen, aktuell sind es durch den höheren Pegel kurzfristig etwa 30 bis 40 Prozent - mehr ist wegen der flachsten Stelle im Rhein bei Kaub in Rheinland-Pfalz kaum möglich.

Was nicht aufs Schiff passt, soll auf Schiene und Straße ausweichen, doch dort fehlen Kapazitäten, es gibt Baustellen und Personalengpässe. Contargo-Geschäftsführer Andreas Roer rechnet erst im November mit normalem Betrieb und erwartet solche Situationen durch den Klimawandel künftig häufiger. Als Reaktion bringt er zusätzliche Schleusen ins Spiel, um den Pegel besser steuern zu können.

Wer gestern Abend in der Konstanzer Innenstadt war, dem sind vermutlich hunderte joggende Menschen aufgefallen, die einmal quer durch die Stadt rannten - begleitet von einem DJ, der mit seinem mobilen Mischpult auf Rädern für Techno-Musik sorgte. Beim ersten offiziellen "Run and Rave" ging es ab 19 Uhr auf der rund fünf Kilometer langen Strecke vom Rheinufer über den Stadtgarten und durch die Fußgängerzone. Angemeldet hatten sich laut Michael Carl, der die Idee für den "Run and Rave" hatte, etwa 600 Menschen. Sport und Party zu verbinden, das war laut Carl die Idee. Mein Kollege Jan Niklas Bauscher war dabei:

700 Kilogramm toter Barben hat der Fischereiverein Riedlingen (Kreis Biberach) in zwei Wochen aus der Donau geholt. Mittlerweile habe sich die Lage aber beruhigt, so der Verein. Sauerstoffmangel angesichts hoher Wassertemperatur und niedrigen Pegels als alleinige Ursache sei schwer vorstellbar, heißt es von der Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Tübingen. Ein massenhaftes Sterben einer Fischart sei in Hitzeperioden gelegentlich zu beobachten, so die Fischereibehörde. Und zwar, wenn die Fische durch Parasiten oder latenten Krankheiten geschwächt seien. Ein gewisser Hitzestress obendrauf sei dann der Auslöser für das Sterben der Tiere. Insofern könnten mehrere Faktoren dafür gesorgt haben, dass massenhaft Barben in der Donau bei Riedlingen verendet sind.

Gestern hab ich euch bereits erzählt, dass die Erde am Montagmorgen zwischen Singen und Radolfzell am Bodensee (Kreis Konstanz) um kurz vor 5 Uhr leicht gebebt hat. Spürbar war dieses kleine Erdbeben nicht. Solche Erschütterungen registriert der Landeserdbebendienst in der Region allerdings alle paar Wochen. Das liege an der Nähe zu den Alpen, so Stefan Stange vom Landeserdbebendienst. Die europäische und die afrikanische Platte würden tief unter den Alpen aufeinander treffen. Deswegen gebe es vor allem in Italien häufiger stärkere Erdbeben. Die Bodenseeregion liege "im Windschatten dieser Spannungen", sagt Stangl. Sorgen machen müsse man sich deswegen aber nicht.

Fabian Gall-Schad aus Stuttgart-Obertürkheim hat seine Wohnung dem Projekt "Housing First" überlassen, das wohnungslosen Menschen Wohnraum vermittelt und Vermietern Sicherheit verspricht - heute steht er vor eingeschlagenen Wänden, Wasserschäden und Sanierungskosten von bis zu 70.000 Euro. Die Vermietung an eine Familie sei nach Trennung, Streit und Polizeieinsätzen völlig aus dem Ruder gelaufen, kritisiert Gall-Schad und wirft der projektverantwortlichen Caritas mangelnde Zuständigkeiten, fehlende Haftpflichtnachweise und zu wenig Unterstützung vor. Die Caritas spricht von einem "außergewöhnlichen Einzelfall". Zur ganzen Geschichte von meinem Kollegen Maxim Flößer kommt ihr hier:

Stuttgart

Wasserschäden, eingeschlagene Wände und Polizeieinsatz Vermieter unterstützt "Housing First" - und steht vor zerstörter Wohnung

Das Projekt "Housing First" vermittelt wohnungslosen Menschen Wohnraum. Beteiligten Vermietern wird Sicherheit versprochen. Ein Fall aus Stuttgart zeigt, wie es nicht laufen soll.

Auf der A81 bei Eberstadt (Kreis Heilbronn) ist ein 51-Jähriger schwer verletzt worden, nachdem er aus bislang unbekannten Gründen auf die Fahrbahn Richtung Stuttgart gelaufen und beim Überklettern der Mittelleitplanke zurück auf den linken Fahrstreifen gestürzt ist. Dort erfasste ihn ein noch unbekanntes Auto, das in Richtung Weinsberger Kreuz weiterfuhr und den Zusammenstoß nach Polizeiangaben möglicherweise gar nicht bemerkte. Die Autobahn war wegen des Einsatzes für gut eine Stunde gesperrt, der Mann kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Verkehrspolizei Weinsberg ermittelt und sucht Zeuginnen und Zeugen.

Nach gut einem Jahr steckt die schwarz-rote Bundesregierung in der Krise. Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erreichen historische Tiefststände und in der Kanzlerpartei CDU wächst kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der der regierenden CDU eine krachende Niederlage gegen die AfD droht, der Unmut. In Baden-Württemberg ist Merz in der Vergangenheit immer unterstützt worden, aber auch hier bröckelt der Rückhalt. Hinter vorgehaltener Hand sprechen selbst führende CDU-Politiker aus dem Land von einer Katastrophe. Die Kritik: Merz habe Versprechen nicht gehalten.

Heute Morgen halten sich in Baden-Württemberg zunächst viele Wolken, örtlich ist es neblig, besonders im Bergland kann es noch einzelne Schauer geben. Im Laufe des Nachmittags kommt immer mehr die Sonne heraus. Die Temperaturen steigen auf bis zu 24 Grad im Hochschwarzwald und sogar bis zu 30 Grad im Breisgau. Auch in den nächsten Tagen soll uns der Sommer noch etwas erhalten bleiben.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier:

Nach den Ausschreitungen beim DFB-Pokal-Derby in Mannheim mit 120 Verletzten holt Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) die Clubs an einen Tisch: Für den 3. September lädt er sieben Vereine, vor allem aus der 1. bis 3. Liga, nach Stuttgart, um "klare Vereinbarungen" zu treffen und die Stadionallianzen weiterzuentwickeln, heißt es in einer Einladung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gewalt habe in Stadien keinen Platz, betont Hagel mit Blick auf das Spiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern, das wegen Krawallen, Pyrotechnik und Platzsturm kurz vor dem Abbruch stand. Die "massive Gewalt gegen Einsatzkräfte und Fans" sei nicht hinnehmbar, bei Hochrisikospielen bestehe klarer Handlungsbedarf - ob die bisherigen Verfahren dafür auch künftig reichen, stellt Hagel in Frage.

Ein Ulmer Mann wollte seine Eltern in der Türkei besuchen - sein Urlaub endete im Gefängnis. Was die Regierung ihm vorwirft und warum sich ein Ulmer Bundestagsabgeordneter eingeschalten hat, dazu gleich mehr. Erst mal blicken wir erneut auf die Folgen des DFB-Pokal-Derby in Mannheim. Nach den Ausschreitungen beim Spiel am Freitag schaltet sich Innenminister Manuel Hagel (CDU) ein.

Ich bin Luisa Weinig und von mir bekommt ihr bis 10 Uhr alle Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.

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