bw news: Partielle Sonnenfinsternis
Morgen steht sie an, die partielle Sonnenfinsternis. Etwa ab 19:15 Uhr geht das Naturschauspiel los, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Die Wetteraussichten sind ganz gut (dazu später mehr), aber natürlich muss man sich auch gut auf das Ereignis vorbereiten. Schutz für die Augen ist in jedem Fall wichtig. Doch kurz vor dem Ereignis werden spezielle Sonnenfinsternis-Brillen im Land knapp. Bei vielen Optikern und auch im Planetarium Freiburg sind sie bereits vergriffen. Wer keine mehr bekommt, kann sich aber mit einer einfachen Alternative behelfen. Wie genau, lest ihr hier. Gestern begann in Staufen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald die erste Weinlese in Deutschland. Eine Woche früher als im letzten Jahr und so früh wie nie. Der ganze Wein sei etwa zwei Wochen früher als üblich reif, sagt Kellermeister Wolfgang Löffler. Dass die Ernte in diesem Jahr so früh ist, liegt auch am Wetter der vergangenen Wochen. Die hohen Temperaturen haben dazu geführt, dass die Trauben schneller reif wurden. Gleichzeitig leidet der Wein aber unter der Dürre. Wegen der Trockenheit sind die Trauben relativ klein. Wegen der Entschärfung von fünf Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg muss die Bahnlinie zwischen den Großstädten Augsburg und Ulm heute Abend vorübergehend gesperrt werden. Der Bahnverkehr werde dann kurzfristig eingestellt, teilte die Stadt Neu-Ulm mit. Auch die B10 werde im Bereich des Pfuhler Rieds bei Neu-Ulm in beide Richtungen für die Entschärfungsarbeiten gesperrt. Die Stadt kündigte an, dass das Sprengkommando München voraussichtlich zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr die fünf Bomben unschädlich machen wird. Danach sollen die Sperrungen wieder aufgehoben werden. Zwar sind für die Umsetzung des neuen neunjährigen Gymnasiums, G9, zum 1. August Bildungspläne für zahlreiche Fächer in Kraft getreten. Trotzdem gibt es Kritik an der Einführung: Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich alleine gelassen - auch wenn es für die fünften und sechsten Klassen Lesehilfen gibt, wenn der Bildungsplan im jeweiligen Fach geändert werden sollte. Für Fächer wie Informatik und Medienbildung, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS) sowie Naturwissenschaft, Informatik und Technik sollen die Bildungspläne jedoch erst im Jahr 2027 kommen. Für den Landesschülerbeirat ist das zu spät: "So eine Reform sollte geplant sein - und die Bildungspläne gehören einfach dazu" sagte eine Sprecherin auf SWR-Anfrage. Nach der Sonnenfinsternis morgen lohnt sich übrigens das Wachbleiben. Ein Natur-Schauspiel jagt das Nächste, denn in der eintretenden Nacht erwarten die Experten den Höhepunkt der Perseiden. Der Meteorstrom mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde kann zwischen 23 und 4 Uhr ideal beobachtet werden, das Wetter sollte es in Baden-Württemberg hergeben. Viele dachten, es wäre nur ein Aprilscherz - und vermutlich war es damals auch so gemeint, als der Discounter Lidl mit Deutschlandzentrale in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) sein "Döner Croissant" passend zum 1. April ankündigte. Das schlug ein: Lidl war nach eigener Aussage von den Rückmeldungen so überwältigt, dass es nur kurz darauf im April bei einem Berliner Imbiss das Döner Croissant in die Tat umsetzte. Weil die Begeisterung danach keinesfalls abebbte, hat der Discounter das ursprüngliche Spaßprodukt dann auch in die Läden gebracht. Eine Box zum Selbermachen wurde es dann zwar, aber alleine der Hype auf Social Media scheint die Sache wert gewesen zu sein. Damit scheint das Marketing-Kalkül des Discounters voll aufzugehen, heißt es von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die zeitliche Begrenzung der Aktion erhöhe außerdem den Druck, sofort zuzuschlagen. Sonst könnte man ja etwas verpassen. Zu zweit oder auf dem Gehweg unterwegs mit dem E-Scooter - das ist ja oftmals Alltag in Baden-Württemberg. Aber auf der Autobahn? Das ist bei Eutingen im Gäu (Kreis Freudenstadt) passiert: Die Polizei hat dort auf der A81 einen 31-jährigen Mann angehalten, der mit dem E-Scooter in Richtung Stuttgart unterwegs war - immerhin auf dem Standstreifen. Das teilte das Polizeipräsidium Konstanz gestern mit. Mehrere Notrufe hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Laut einem Polizeisprecher handelte der Mann wohl aus Unwissenheit. Die Straßenverkehrsordnung besagt, dass auf Autobahnen nur Fahrzeuge unterwegs sein dürfen, die mindestens 60 Stundenkilometer fahren. Kurz vor Pfingsten ist ein 25-jähriger Mann in einer Rutsche im Freizeitbad Miramar in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) verunglückt und einige Tage später an seinen Verletzungen gestorben. Der Fall hat für viele Diskussionen um die Sicherheit in Rutschen gesorgt. Aber wie läuft es in anderen Spaßbädern im Land? Das Europabad in Karlsruhe setzt nach Angaben des dortigen Bäderchefs beispielsweise auf Ampeln an schnelleren Rutschen, teilweise gibt es auch Überwachungskameras. Außerdem ist an besucherstarken Tagen mehr Personal im Einsatz. Auch im Rulantica im Europa-Park in Rust im Ortenaukreis gibt es nach Auskunft der Betreiber Ampeln oder auch Drehkreuze. Bei vielen Rutschen kontrolliert jeweils ein Mitarbeiter, dass nur eine Person in die Rutsche einsteigt. Auch im Miramar gibt es Vorgaben für die Nutzung der Rutschen. Die Rutsche, in der sich der tödliche Unfall ereignete, darf nur von jeweils einer Person genutzt werden. Die Freigabe erfolgt über eine Ampel. Offenbar hatten sich mehrere Männer aber nicht an die Vorgaben gehalten - Videoaufnahmen zeigen laut Miramar, dass nach dem ersten Mann die anderen drei nicht mehr auf das grüne Signal der Ampel gewartet hatten. Vor wenigen Minuten hat uns folgende Meldung erreicht, die viele Bahnfahrer betrifft. Aufgrund hitzebedingter Schäden auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Stuttgart und Nürnberg müssen Reisende laut Deutscher Bahn mit Ausfällen von Zügen in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall), Ellwangen und Schwäbisch Gmünd (beides Ostalbkreis) rechnen. Auch könne es zu Verspätungen bei Verbindungen von etwa 20 Minuten kommen. Die Strecke werde seit gestern und noch bis zum 30.8. repariert, heißt es in einer Mitteilung. Im Fernverkehr seien IC-Züge zwischen Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - Nürnberg Hbf - Saalfeld (Saale) - Leipzig Hbf betroffen. Ein neues Virus sorgt bei Rindern für Fieber, Durchfall und weniger Milch. Die ersten Meldungen über erkrankte Kühe erreichten den Rindergesundheitsdienst in Freiburg am 20. Juli. Auffällig war, dass bei mehreren erkrankten Rindern ähnliche Symptome auftraten. Das neu entdeckte Virus ähnelt ersten Untersuchungen zufolge stark dem bereits bekannten Shamonda-Virus, weshalb es aktuell als "Shamonda-like-Virus" bezeichnet wird. Die Übertragung erfolgt nach aktueller Einschätzung durch blutsaugende Gnitzen, also kleine Mücken. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier ist bislang nicht nachgewiesen. Bei erwachsenen Rindern verläuft die Erkrankung meist mild. Problematisch könnte jedoch eine Infektion während der Trächtigkeit sein. Infizieren sich Föten, kann das zu Fruchtbarkeitsproblemen, Aborten, Totgeburten oder Fehlbildungen führen, sagt Michael Suntz, Abteilungsleiter am Tierhygienischen Institut des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamts Freiburg. Ein Schlag gegen international operierende Autodiebe ist offenbar der Heilbronner Kripo in Zusammmenarbeit mit polnischen Behörden gelungen: Sie haben zwei mutmaßliche Haupttäter gefasst. Die 43 und 34 Jahre alten Männer sollen Wohngebiete in Deutschland ausgekundschaftet und dort Autos gestohlen haben, vor allem Jeeps. Der 43-Jährige wurde Anfang August in Polen festgenommen. Sein 34-jähriger mutmaßlicher Komplize sitzt dort bereits seit Januar wegen eines anderen Verfahrens in Haft. Die Polizei ermittelt in mehr als 30 Fällen in den Regionen Heilbronn, Ludwigsburg, Mannheim, Aalen, Reutlingen und Stuttgart. Im Oktober vergangenen Jahres ist es auf dem Bodensee zu einer tödlichen Bootskollision zwischen einem österreichischen Motorboot und einem mit zwei Deutschen besetzten Segelboot gekommen. Der Motorbootfahrer muss sich nun vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-Jährigen aus Vorarlberg Mord und versuchten Mord vor. Der Mann soll laut einem Gutachten minutenlang mit unerlaubt hoher Geschwindigkeit von mindestens 60 Kilometern pro Stunde auf ein Segelboot zugefahren sein, ohne das Tempo zu verringern, heißt es vom Landesgericht Feldkirch. Beim Zusammenstoß wurde eine 57-jährige Frau aus dem Kreis Günzburg vom Motorboot getroffen und tödlich verletzt. Ihr Ehemann rettete sich mit einem Sprung von Bord, er erlitt schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft geht laut Gericht davon aus, dass der Bootsführer die Frau absichtlich getötet hat und auch den Mann töten wollte. Das Land Baden-Württemberg hat für landwirtschaftliche Öko-Betriebe den Katastrophenfall im Sinne des europäischen Öko-Rechts ausgerufen - wie schon in den Jahren 2018 und 2022. Doch was bedeutet das genau? Ist Bio weiterhin Bio? Wird auch die konventionelle Landwirtschaft entlastet? Und werden die Produkte nun teurer? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen haben wir hier für euch zusammengefasst. Und wir bleiben gleich beim Wetter, denn neben der aktuellen Hitze und wann es endlich mal wieder regnet, interessieren wir uns schließlich auch für die Sicht morgen Abend, wenn im Land die partielle Sonnenfinsternis ansteht. Und was soll ich sagen? Das aktuelle Sommerwetter mit wenigen Wolken und kaum Regen hat auch seine guten Seiten. Denn so könnte die Sicht auf die partielle Sonnenfinsternis sehr gut sein. "Gegen 19 Uhr geht das Spektakel ja los, um 20 Uhr erreicht es den Höhepunkt", erklärt SWR-Wetterexperte Hartmut Mühlbauer. Zu dieser Zeit seien nur wenige Wolken vorhanden und "es müsste jetzt dann schon ziemlich blöd laufen, wenn sich gerade da eine Wolke vor die Sonne schiebt", erklärt er. Aber weil die Sonnenfinsternis so spät stattfinde, müsse man natürlich auf einen freien Blick auf den Horizont achten. Steht ein Gebäude vor der tiefstehenden Sonne, hilft auch der klarste Himmel nichts. Die aktuelle Hitzewelle erhält heute zumindest einen kleinen Dämpfer. Denn laut SWR-Wetterexpertin Claudia Kleinert wird es nicht ganz so heiß. Dafür könnte das Thermometer am Wochnenende bis zu 39 Grad erreichen. Denn in den kommenden Tagen ströme wieder die große Hitze aus Frankreich zu uns, so Kleinert. Wie weit und ob es dann wirklich Tiefdruckgebiete zu uns schaffen mit deutlich mehr Niederschlag als bisher, ist nach Einschätzung von Kleinert noch nicht ganz klar. Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Und hier der Wetterbericht von gestern Abend aus SWR Aktuell: Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gestern Anklage gegen einen 17 Jahre alten Jugendlichen wegen Mordes erhoben. Er soll im März im Käfertaler Wald in Mannheim eine 19 Jahre alte Frau erschlagen haben. Die Ermittlungen zu diesem Fall sind laut Staatsanwaltschaft nun abgeschlossen. Das Landgericht Mannheim muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Der 17-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, soll der 17-Jährige seit März 2025 eine Beziehung mit der 19-Jährigen geführt haben. Als Motiv geht die Staatsanwaltschaft von "gegenseitigem Misstrauen und Eifersucht" aus. Mit Sportangeboten wie Boxen oder Kampfsport sollen nach Einschätzung des Landesamts für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg offenbar gezielt junge Männer für rechtsextreme Botschaften gewonnen werden. Über Social Media werde für die Sportangebote geworben, später komme dann die politische Botschaft. Zwei Vereinigungen sind dabei besonders im Blick der Verfassungsschützer: die neonazistische Partei "Der 3. Weg" und die "Identitäre Bewegung". Gleichzeitig nimmt nach Angaben der Behörde die Gewaltbereitschaft in der linken Szene zu - so schaukle sich dies gegenseitig hoch. Yemisi Mabry hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham in Großbritannien Bronze im Kugelstoßen geholt. Schon nach dem ersten Versuch lag die 27-Jährige, die für die MTG Mannheim startet, auf Bronzekurs. Nach einer Zitterpartie mit drei ungültigen Versuchen gelang ihr dann im 5. Versuch eine Weite von 19,50 Metern - ein gelungener Start für das deutsche Team. Ein Bandscheibenvorfall ist sicherlich nie ein Vergnügen - wenn man aber gerade in 170 Metern Höhe auf einem Windrad unterwegs ist, dann ist das besonders schlechtes Timing. Genau das ist einem Mann gestern bei Bad Wildbad (Kreis Calw) passiert. Der Monteur erlitt in der Servicekanzel des Windrads einen Bandscheibenvorfall und konnte sich nicht mehr bewegen. Rund 50 Einsatzkräfte waren bei der anschließenden Rettungsaktion beteiligt - davon allein 34 Höhenretter. Ab dem kommenden Wochenende sollen Lkw vorerst auch an Sonn- und Feiertagen in Baden-Württemberg fahren dürfen. Das BW-Verkehrsmininsterium plant die Ausnahme, weil der Warenverkehr auf den Flüssen derzeit beeinträchtigt ist. Nach Ansicht der Logistikbranche kann die Straße die ausfallenden Kapazitäten der Binnenschifffahrt aber nicht eins zu eins auffangen. "Ein einziges großes Binnenschiff transportiert die Ladung von bis zu 150 Lkw", teilte der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) auf SWR-Anfrage mit. Aber jede zusätzliche Transportmöglichkeit helfe, die Engpässe abzufedern. Was allerdings fehlt, da sind sich Verband und Spediteure aus dem Land einig, sind Fahrerinnen und Fahrer. Werden die jetzt am Sonntag eingesetzt, fallen sie wann anders aus. Denn Lenk- und Ruhepausen sind Pflicht. Warum ein Spediteur die Regelung für "vollkommen belanglos" hält und welchen Effekt der ADAC erwartet, lest ihr hier. Die Vorbereitungen laufen - morgen steht auch bei uns im Land eine Sonnenfinsternis an. Was ihr darüber wissen müsst, erfahrt ihr heute hier im BW-Newsticker am Dienstag. Und zwar von mir, Jakob Wilking Fandrey. Bis 10 Uhr gibt es die volle Dröhnung Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.