Bye-bye, PayPal! Es ist Zeit, zu kündigen
Ich lösche endlich PayPal! … Okay, noch nicht jetzt, aber vermutlich bald. Denn mit Wero gibt es endlich eine europäische Alternative, die die meisten von uns – wenn auch unbewusst – schon auf dem Handy haben und mit der PayPal ein Ende finden könnte.
Zugegeben, praktisch ist PayPal auf jeden Fall, aber halt auch: ein weiterer US-Konzern, dem wir sensible Daten anvertrauen, mit fragwürdigem Datenschutz und noch fragwürdigeren Mitgründern (Peter Thiel und Elon Musk).
Kurz gesagt: Es gibt Gründe, sich nach Alternativen umzuschauen.
Wero ist ein Bezahldienst, der direkt von europäischen Banken betrieben wird. Das Besondere: Ihr braucht in der Regel nicht mal die App oder ein neues Benutzer-Profil. Bei ING, Sparkasse, Volksbank sowie einer wachsenden Zahl weiterer Banken ist Wero einfach schon in der Banking-App mit drin. Da müsst ihr es nur einmal aktivieren und fertig.
Geld an Freunde senden oder empfangen geht auch hier super einfach. Der Unterschied: Es landet sofort auf dem Bankkonto, nicht in einem Zwischenspeicher bei einem Drittanbieter. Und die Daten bleiben in Europa, unter DSGVO. Klingt unspektakulär – und das meine ich als Kompliment.
Außerdem Wero wird inzwischen auch von ziemlich vielen Online-Händlern akzeptiert. Amazon (aktuell nur iDEAL | Wero), DM, Lidl, Decathlon, Flixbus (aktuell nur iDEAL | Wero), Eventim, Expert, Globus oder DPD. Und das ist keine vollständige Liste, aber sie zeigt, dass Wero keine Nische mehr ist. Und es werden jeden Monat mehr Shops.
Trotzdem werde ich PayPal immer noch nicht ganz los. Manche Onlinedienste bieten Wero nun mal nicht an. Freunde und Familie müssen zum Teil auch erst noch überzeugt werden. Und bei z.B. Kleinanzeigen-Deals mit Fremden ist der PayPal-Käuferschutz ein großes Argument, das ich nicht einfach wegdiskutieren kann.
Aber ich versuche, Wero immer häufiger als meinen Standard zu etablieren. Nicht aus blindem Idealismus – sondern weil es schlicht ne gute Option ist. Europäisch reguliert, datenschutzkonform, kostenlos und ohne das ungute Gefühl, dass mein Kaufverhalten irgendwo in einem amerikanischen Rechenzentrum landet.
Wer neugierig ist: einfach mal in die Banking-App schauen. Ist wahrscheinlich schon drin.