Campervermietung aus München stellt Betrieb ein
tz München Stadt Mitten in der Urlaubssaison: Campervermietung aus München stellt Betrieb ein – mit Folgen für Kunden Von: Julian Baumann Uns auf Google folgen Die Campervermietung Vanever aus München hat den Betrieb eingestellt. Kunden stehen mitten in der Urlaubssaison vor deutlichen Problemen. München – Die Münchner Vermietungsplattform Vanever für Reisemobile gibt es nicht mehr. Die Betreibergesellschaft FreeVenture GmbH hat Insolvenz angemeldet und den Geschäftsbetrieb mitten in der Hauptreisezeit beendet. Für Kunden mit bestehenden Buchungen hat das erhebliche Folgen. Die FreeVenture GmbH stellte am 7. August Insolvenzantrag beim Amtsgericht München, der Betrieb wurde zum 16. August eingestellt. Auslöser waren laut Mitteilung der Kanzlei Pohlmann Hofmann der Iran-Krieg, gestiegene Spritpreise und die Kündigung durch den wichtigsten Fahrzeuglieferanten. Betroffene Kunden müssen ihre Rückerstattungsansprüche im Insolvenzverfahren anmelden oder sich an ihre Zahlungsanbieter wenden. Vanever aus München: Gekündigter Liefervertrag besiegelte das Aus Laut einer Mitteilung der Kanzlei Pohlmann Hofmann hatte die FreeVenture GmbH ihr Geschäft seit 2023 stark auf Expansion ausgerichtet und zuletzt rund 430 Fahrzeuge im Angebot. Allerdings habe der Ausbruch des Iran-Krieges zusammen mit deutlich höheren Kraftstoffkosten und einer wirtschaftlichen Abkühlung das Buchungsverhalten spürbar verändert. Als Ende Juli ein Konsortium aus Camper-Herstellern als wichtigster Fahrzeuglieferant wegen Zahlungsverzug den Vertrag kündigte, war eine Weiterführung ausgeschlossen. Das Amtsgericht München berief am 12. August den Rechtsanwalt Rolf Pohlmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Immer gut informiert: Unsere neuen tz-Stadtteil-Newsletter tz.de ist jetzt noch lokaler: In insgesamt sechs Stadtteil-Newslettern informieren wir Sie wöchentlich über aktuelle Themen aus den Vierteln der Isar-Metropole. Sie wollen spannende Nachrichten aus Ihrem Bezirk direkt per E-Mail bekommen? Das ist jetzt möglich. Diese Newsletter gibt es: ► Der Newsletter „Muc West“ für Neuhausen-Nymphenburg, Laim, Pasing-Obermenzing, Moosach, Allach-Untermenzing sowie Aubing-Lochhausen-Langwied. Hier geht es zur Anmeldung. ► Der Newsletter „München Ost“ für Bogenhausen, Berg am Laim, Trudering-Riem und Ramersdorf-Perlach. Hier geht es zur Anmeldung. ► Der Newsletter „Muc Südwest“ für Sendling, Sendling-Westpark, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Hadern. Hier geht es zur Anmeldung. ► Der Newsletter „München City“ für Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe. Hier geht es zur Anmeldung. ► Der Newsletter „München Südost“ für Au-Haidhausen, Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching. Hier geht es zur Anmeldung. ► Der Newsletter „Muc Nord“ für Schwabing-West, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann und Feldmoching-Hasenbergl. Hier geht es zur Anmeldung. „Bis zuletzt haben wir alles daran gesetzt, Vanever zu erhalten, den Geschäftsbetrieb fortzusetzen und die bisher gebuchten Reisen möglich zu machen“, wird FreeVenture-Geschäftsführer Philipp Jacke zitiert. „Das ist uns leider nicht gelungen, was mir für alle Betroffenen persönlich sehr leid tut.“ Das Unternehmen betrieb an zwölf Standorten in Deutschland und Österreich Abhol- und Rückgabepunkte – darunter in München, Augsburg, Düsseldorf und Salzburg. Da Vanever über ein Partnerflotten-Modell arbeitete und kaum eigene Fahrzeuge besaß, führte die Lieferantenkündigung unmittelbar zur Betriebseinstellung. Insolvenz bei Vanever: Was betroffene Kunden jetzt tun müssen Rückerstattungsansprüche für bereits bezahlte Buchungen sind nun Teil des Insolvenzverfahrens. Wer direkt über Vanever gebucht hat, muss seine Forderungen nach der Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens in die Insolvenztabelle eintragen lassen. Kreditkarten- und PayPal-Kunden sollten sich an ihren jeweiligen Zahlungsdienstleister wenden. Bei Buchungen über Check24 ist die Plattform selbst erster Ansprechpartner. „Mir ist bewusst, dass diese Situation für viele Kunden in der laufenden Urlaubssaison eine ganz erhebliche Belastung bedeutet“, betont Pohlmann. „Wir werden aber weiterhin alles daran setzen, die Situation für die Kunden so transparent und so geordnet wie möglich zu gestalten“, verspricht Jacke. (Verwendete Quellen: Mitteilung von POHLMANN HOFMANN vom 17. August, vanever.com/de/insolvenz)