DAX +0,39 % 26.402,89 Pkt 15:38:44 MDAX +0,21 % 32.333,75 Pkt 15:38:43 Euro Stoxx 50 +0,00 % 6.539,86 Pkt 15:38:30 Dow Jones -0,51 % 53.567,13 Pkt 15:53:43 S&P 500 -0,28 % 7.777,49 Pkt 15:53:42 Nasdaq -0,16 % 26.760,62 Pkt 15:53:42 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,11 % 4.442,00 USD 15:43:40 Silber +0,49 % 65,43 USD 15:43:41 Brent +0,69 % 89,13 USD 15:43:37 WTI +0,46 % 82,78 USD 15:43:40 Bitcoin +1,30 % 63.632,81 USD 15:53:31 EUR/USD +0,55 % 1,15980 USD 15:52:54 EUR/GBP +0,04 % 0,85520 GBP 15:53:43 EUR/CHF -0,13 % 0,93780 CHF 15:53:44 EUR/JPY +0,45 % 184,709 JPY 15:53:43

Campervermietung aus München stellt den Betrieb ein

Wirtschaft

Startseite Wirtschaft Campervermietung aus München stellt den Betrieb ein – „was mir für alle Betroffenen sehr leid tut“ Von: Julian Baumann Uns auf Google folgen Die Campervermietung Vanever aus München hat Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb musste eingestellt werden. Was bedeutet das für die Kunden? München – Die Camping- und Reisebranche steht weiterhin unter massivem Druck. Nachdem erst Mitte Juli mit dem Reisemobil-Händler Schafhäutle Reisemobile ein Schwergewicht der Branche die Schließung vorbereitet hatte, ging es bei einem Camping-Vermieter aus München nun Schlag auf Schlag. Aus einer Mitteilung der Kanzlei Pohlmann Hofmann geht hervor, dass die FreeVenture GmbH, die Betreibergesellschaft der Vermietungsplattform Venever, am 7. August am Amtsgericht München Insolvenz angemeldet hat. Das Amtsgericht gab dem Antrag am 12. August statt und berief den Rechtsanwalt Rolf Pohlmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Zusammen mit der Gesellschaft entschied dieser nach einer eingehenden Prüfung der wirtschaftlichen und rechtlichen Lage, den Geschäftsbetrieb der FreeVenture GmbH zum 16. August einzustellen. Diese Nachricht kommt für die Kunden der Campingvermietung ausgerechnet in der Urlaubssaison. Das über 120 Jahre alte Traditionsunternehmen Herzog wurde dagegen im vergangenen Jahr aus der Insolvenz gerettet. FreeVenture GmbH stellt Betrieb ein: Keine Fortführungsmöglichkeit nach Insolvenzantrag Laut der Mitteilung hat die FreeVenture GmbH ihren Geschäftsbetrieb seit 2023 massiv auf Wachstum ausgelegt und bot über die Plattform zuletzt rund 430 Fahrzeuge zur Vermietung. Der Ausbruch des Iran-Krieges habe gemeinsam mit den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen und einer allgemeinen wirtschaftlichen Eintrübung aber zu einer erheblichen Änderung des Buchungsverhaltens geführt. Weil der wichtigste Fahrzeuglieferant, ein Konsortium aus Camper-Herstellern, Ende Juli wegen Zahlungsverzug den Vertrag kündigte, war eine Fortführung des Betriebs nicht möglich. Die Plattform Vanever Unter dem Namen Vanever betrieb die FreeVenture GmbH mit Sitz in München eine Plattform für die Vermietung von Reisemobilen. An zwölf Standorten in Deutschland und Österreich, darunter in München und Augsburg, aber auch in Düsseldorf oder Salzburg, standen Abhol-/Rückgabepunkte zur Verfügung. Durch das sogenannte Partnerflotten-Modell, bei dem die Hersteller ihre Fahrzeuge saisonal zur Verfügung stellen, besaß das Unternehmen nur wenige eigene Fahrzeuge. Deshalb führte die oben genannte Vertragskündigung durch den wichtigsten Lieferanten auch zur Insolvenz und schließlich zur Betriebseinstellung. Weitere Informationen für Kunden: https://vanever.com/de/insolvenz „Bis zuletzt haben wir alles daran gesetzt, Vanever zu erhalten, den Geschäftsbetrieb fortzusetzen und die bisher gebuchten Reisen möglich zu machen“, wird FreeVenture-Geschäftsführer Philipp Jacke zitiert. „Das ist uns leider nicht gelungen, was mir für alle Betroffenen persönlich sehr leid tut.“ Von dem Ende des Betriebs dürfte eine kleine Anzahl an Mitarbeitern an den Standorten betroffen sein, für die Kunden hat die Entscheidung aber ebenfalls deutliche Auswirkungen. Insolvenz und Betriebseinstellung bei Vanever: Das müssen Kunden nun beachten Durch den Insolvenzantrag sind Forderungen nach Rückerstattung von bereits bezahlten Leistungen nun Gegenstand des Verfahrens. Kunden, die direkt über Vanever gebucht haben, müssen ihre Forderungen nach der Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens in die Insolvenztabelle eintragen. Kunden mit Zahlung per Kreditkarte oder PayPal sollen sich direkt an ihre Zahlungsanbieter wenden, um eine Rückerstattung in die Wege zu leiten. Für Buchungen über Check24 ist die Plattform selbst der erste Ansprechpartner. „Mir ist bewusst, dass diese Situation für viele Kunden in der laufenden Urlaubssaison eine ganz erhebliche Belastung bedeutet“, betont Pohlmann. „Die Einstellung des Betriebs ist dennoch die einzig rechtlich zulässige und wirtschaftlich verantwortungsvolle Entscheidung.“ Buchungen sind über die App durch die Betriebseinstellung seit dem 16. August nicht mehr möglich. „Wir werden aber weiterhin alles daran setzen, die Situation für die Kunden so transparent und so geordnet wie möglich zu gestalten“, verspricht Jacke. (Verwendete Quellen: Mitteilung von POHLMANN HOFMANN vom 17. August, vanever.com/de/insolvenz)

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