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Carlos Alcaraz auf der Suche nach der gewohnten Dominanz

Sport

Carlos Alcaraz auf der Suche nach der gewohnten Dominanz - schließt der Superstar die Titel-Lücke beim Saisonfinale?

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Carlos Alcaraz spielt trotz seiner seiner mehr als viermonatigen Zwangspause eine starke Saison. Mit drei Titeln und Platz drei im ATP-Ranking steht der 23-Jährige gut da, im Oktober klappte es in Tokio erstmals nach dem Comeback mit einem Turniersieg. Dennoch tritt Alcaraz noch nicht mit der Dominanz auf, wie es vor der Handgelenksverletzung der Fall war. Das könnte sich schon bald ändern.

Carlos Alcaraz hat reagiert auf den Rückschlag von Shanghai. "Ich muss wieder nach Hause, auf den Trainingsplatz", erklärte der Spanier nach der völlig überraschenden Zweisatz-Niederlage in der 3. Runde des Masters gegen Außenseiter Zizou Bergs.

Es war die fünfte Niederlage der Saison, die dritte gegen einen Spieler außerhalb der Top 10 der Weltrangliste. Alcaraz ist zusammen mit Jannik Sinner und Alexander Zverev weiterhin das Maß der Dinge auf der Tour, er ist nur nicht mehr ganz so furchterregend für die Konkurrenz.

"Auf einer Skala von 1 bis 10 würden wir seine derzeitige Leistung mit 7,5 bewerten", sagt Tennis-Experte Nacho Ortiz Escobar von Eurosport in Spanien.

Das jüngste Aus gegen Bergs in Shanghai sei zwar ein Rückschlag, das ändere aber nichts daran, "dass es von großer Bedeutung war, dass er in Tokio so schnell wieder einen Titel gewonnen hat".

Alcaraz: "Was war das für eine Reise"

In der japanischen Hauptstadt hatte Alcaraz vor Shanghai das 500er-Turnier für sich entschieden. "Was war das für eine Reise seit meiner Verletzung. Eine lange Zeit und ein langwieriger Prozess, es ging nur langsam voran. Mit Höhen und Tiefen und Zweifeln, aber auch mit wirklich guten Momenten", bilanzierte der siebenmalige Grand-Slam-Champion, der sein Tennisjahr mit dem Triumph bei den Australian Open erfolgreich eröffnet hatte.

Der Knick kam im April, auf Sand in Barcelona. Alcaraz zog sich eine Sehnenscheidenentzündung (Tenosynovitis) im rechten Handgelenk zu, bis zu den US Open Anfang September absolvierte er kein Match mehr auf der Tour.

Alcaraz versucht sein Glück in Wien

13 Partien hat Alcaraz inzwischen bestritten und seine Fans auch gleich mit neuem Look - wallendes Haar und Schnauzer - überrascht. Noch wichtiger als die Ergebnisse selbst seien aber "das neu gewonnene Selbstvertrauen und die Erkenntnis, dass das Handgelenk wieder völlig in Ordnung ist und Matches auf höchstem Niveau erlaubt".

Genau dieses Niveau will Alcaraz nun stabilisieren, um schwächere Tage wie jenen gegen Bergs zu verhindern. Im Duell mit dem Belgier ließ gerade der Aufschlag zu wünschen übrig, über den ersten kam der Superstar gerade einmal auf eine Punktquote von 66 Prozent. Dreimal musste Alcaraz sein Service abgeben.

Das soll sich nun beim ATP-Wettbewerb in Wien ändern. Alcaraz hat kurzfristig zugesagt, nachdem der Six Kings Slam, ein Show-Event in Saudi-Arabien, aufgrund der politischen Lage in den Dezember verlegt wurde.

Nach dem Abstecher in die spanische Heimat, wo er mit dem Weltranglisten-42. Daniel Mérida trainierte, geht er als Nummer zwei der Setzliste ins Turnier von Wien - ein Finale gegen den topgesetzten Zverev ist denkbar.

ATP Finals: Alcaraz will die Lücke schließen

Danach wird Alcaraz das Masters in Paris und zum Abschluss die ATP Finals in Turin spielen. Dort winkt eine besondere Premiere, denn der Titel beim Saisonfinale der acht Besten fehlt ihm noch.

2023 scheiterte Alcaraz im Halbfinale an Novak Djokovic, im Jahr darauf war nach der Gruppenphase Endstation, in der Saison 2025 unterlag er im Endspiel Sinner.

Gelingt es Alcaraz bis dahin, zu gewohnter Dominanz zurückzufinden, könnte sich die Lücke in der Titelsammlung des Spaniers durchaus schließen.

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