CDU fordert Entschuldigung von Schwesig nach Bas-Rücktritt
Stand: 14.10.2026 08:29 Uhr
Die CDU fordert eine Entschuldigung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Mit ihrer Kritik nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Chefin sei sie zu weit gegegangen.
Mehrere Unionspolitiker haben die Vorwürfe der SPD zum Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas erneut zurückgewiesen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß forderte am Dienstag in der "Rheinischen Post" eine Entschuldigung von Schwesig. Sie solle erkennen, dass sie sich völlig verrannt habe und um Entschuldigung bitten. Der Vorwurf von Schwesig sei "ein übles Foul".
Schwesig wirft Union unmenschlichen Umgang mit Bas vor
Manuela Schwesig hatte das Verhalten der CDU gegen Bas vor ihrem Rücktritt als unmenschlich und rücksichtslos bezeichnet. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) griff sie direkt an. Er habe sich mit persönlichen Angriffen auf Bas "unanständig" verhalten. Bas war am Montag sowohl als SPD-Vorsitzende als auch als Bundesarbeitsministerin zurückgetreten. Ihren Rückzug begründete sie mit dem Tod ihrer Stieftochter sowie öffentlichen Angriffen, auch aus den Reihen des Koalitionspartners.
Merz und weitere Unionspolitiker weisen Vorwürfe zurück
In der Union stoßen Schwesigs Äußerungen auf deutliche Kritik. Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsfraktion Pascal Reddig widersprach Schwesigs Vorwürfen. Es habe keine unmenschlichen Entgleisungen im Umgang mit Bärbel Bas gegeben, es müsse in einer Koalition immer möglich sein sachliche Kritik zu üben. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wies die Vorwürfe aus der SPD ebenfalls entschieden zurück. Die "unlautere Behauptungen" Einzelner werde er nicht hinnehmen, sagte Merz demnach.