DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:20:01 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:20:01 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 21:30:54 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,37 % 4.036,60 USD 21:20:48 Silber -2,21 % 52,28 USD 21:20:41 Brent -3,21 % 111,62 USD 21:20:20 WTI +0,02 % 102,80 USD 21:20:33 Bitcoin -1,15 % 80.329,99 USD 21:30:42 EUR/USD +0,47 % 1,11820 USD 21:30:45 EUR/GBP -0,10 % 0,83530 GBP 21:30:54 EUR/CHF -0,08 % 0,92160 CHF 21:30:53 EUR/JPY +0,27 % 176,275 JPY 21:30:54

CDU-Niederlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Merkel äußert sich

Nation

"Das hat er uns mitgegeben"

Nach CDU-Wahldesaster: Merkel äußert sich deutlich

Von dpa

21.09.2026 - 20:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Im Nordosten scheitert die CDU erstmals bei einer Landtagswahl an der Fünfprozenthürde – in der früheren politischen Heimat von Angela Merkel. Sie empfiehlt eine Lehre Adenauers.

Die frühere Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat nach den schweren Einbußen ihrer Partei bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den verbindenden Charakter von Volksparteien herausgestellt. Merkel wählte dafür bei der Eröffnung einer Kunstausstellung im Bundestag einen Vergleich zum ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und sagte: "Für ihn war klar, man muss Brücken bauen. Und gleichzeitig ergab sich daraus automatisch, mit wem man keine Brücken bauen konnte."

In Anspielung auf die Wahlen, bei denen die CDU im Nordosten den Einzug in den Landtag verfehlte, sagte Merkel: "An einem Tag wie heute und nach einem Abend wie gestern lohnt es sich vielleicht, auch noch mal nachzudenken, was können wir von Konrad Adenauer übernehmen?" Er habe aus den Fehlern der Geschichte gelernt, dass es wichtig sei, "Menschen einzuladen, alle Menschen anzusprechen, dass es wichtig ist, sich der eigenen Werte bewusst zu sein".

Merz-Aussagen über Krankenversicherung: Regierungssprecher rudert zurück

Clanchef und Terrorfreund zu Gast: Linkspartei gerät in Erklärungsnot

CDU mit drei gleichberechtigten Wurzeln

Für Adenauer sei klar gewesen, "dass so eine Partei wie die CDU sich aus drei gleichberechtigten Wurzeln speist – konservativ, liberal, christlich-sozial", sagte Merkel. Für ihn hätten es Brücken sein müssen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Männern und Frauen, Umwelt und Wirtschaft, Stadt und Land, zwischen den Konfessionen und den Generationen. "Ich würde heute hinzufügen, zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte."

"Ich denke, das muss der Anspruch einer Volkspartei sein, das hat er uns mitgegeben", sagte die Ex-Kanzlerin, die ihren Bundestagswahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern hatte. "Und um dieses Brückenbauen, was sicherlich heute nicht einfacher geworden ist, muss es auch weitergehen."

Die Ausstellung im Bundestag blickt auf zwei Werke aus der Kunstsammlung des Parlaments. Darunter ist ein Porträt Adenauers von Oskar Kokoschka, das Merkel in ihrer Regierungszeit und auch jetzt nach dem Ausscheiden aus dem Amt in ihrem Büro aufhängen ließ. Daneben geht es um ein Porträt des früheren Kanzlers Willy Brandt (SPD) von Andy Warhol.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren