CDU und Reservisten gedenken des 20. Juli am Platz der Weißen Rose
21.07.26 - Der 20. Juli ist eng mit der deutschen Erinnerungskultur verbunden. Aus diesem Grund kamen der CDU-Stadtverband Fulda gemeinsam mit der Kreisgruppe Osthessen im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr zu einer Gedenkfeier am "Platz der Weißen Rose" in Fulda-Ziehers zusammen. Der Gedenktag an das Attentat und den Umsturzversuch von 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitstreiter, die versuchten, das NS-Regime zu stürzen und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Dieser denkwürdige Moment jährt sich in diesem Jahr zum 82. Mal. Nach einleitenden Worten von Sven Fey, Kreisvorsitzender der Kreisgruppe Osthessen im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, sprach Fuldas Bürgermeister Dag Wehner einige Worte zu den Besuchern. Fuldas Bürgermeister, Dag Wehner Demokratie lebt von Bürgern, die Verantwortung übernehmen "Der 20. Juli ist weit mehr als ein historischer Gedenktag. Er ist eine Warnung an jede Generation, dass Freiheit und Demokratie niemals selbstverständlich sind", sagte Wehner. In seiner kurzen Rede zog er Parallelen zur heutigen Zeit mit dem Krieg in der Ukraine und den Konflikten im Nahen Osten. "Bewaffnete Konflikte und Kriege fordern täglich und stündlich Menschenleben." Wehner sieht die Widerstandskämpfer als Vorbilder, die in größter persönlicher Gefahr Verantwortung übernommen hätten. "Demokratie lebt von Bürgerinnen und Bürgern, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen und widersprechen, wenn Menschenwürde verletzt wird." Gastredner Sebastian Leitsch, Diplom-Staatswissenschaftler und ehemaliger Jugendoffizier der Bundeswehr, ging in seiner Rede unter dem Titel "Die Widerstandskämpfer als Vorbilder" auf das Attentat von 1944 ein. Dabei stellte er die Frage, ob Menschen überhaupt Vorbilder sein können. Als Beispiel nannte er Fuldas ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Cuno Raabe, der Teil des Widerstands gegen das NS-Regime war. "Wir müssen nicht um unser Leben fürchten. Mit Blick auf andere Länder ist das nicht selbstverständlich", sagte Leitsch.