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Ceuta: Tausende demonstrieren in Madrid und Ceuta gegen Regierung

Welt

Polizei mit Helm und Schlagstock, Böller: Das sind die Ausläufer einer Demonstration in Madrid. Was ist passiert?

Am Mittwoch sind Tausende sowohl in der spanischen Hauptstadt als auch in der Exklave Ceuta auf die Straße gegangen, um gegen die Zentralregierung in Madrid zu demonstrieren. Sie werfen dem Ministerpräsidenten Sánchez und seinem Kabinett vor, bei der Migrationskrise um die Exklave Ceuta zu versagen.

»Ich komme aus Madrid und wir müssen Ceuta unterstützen. Ein vereintes Ceuta wird niemals über den Tisch gezogen. Ceuta gehört zu Spanien und nicht zu Marokko. Ceuta ist spanisch.«

»Was passiert ist, war eine Invasion durch Marokko. Die Regierung hier hat nichts unternommen und tut auch weiterhin nichts. Deshalb müssen wir auf die Straße gehen, demonstrieren und Ceuta unterstützen. Ceuta und Melilla gehören zu Spanien. Sie liegen in Afrika, auf dem afrikanischem Kontinent. Langfristig gesehen glaube ich, dass Marokko sich diese Gebiete aneignen will.«

»Was wir von der Regierung fordern? Ich glaube, alle Einwohner von Ceuta wollen, dass diese Eindringlinge wieder in ihr Land zurückkehren.«

Vor rund fünf Wochen hatten mehr als 70.000 Menschen die Grenze zwischen Marokko und der 80.000-Einwohner-Stadt Ceuta überquert. Behördenangaben zufolge harren dort offenbar weiterhin mehr als 10.000 Menschen in provisorischen Lagern aus, darunter auch unbegleitete Minderjährige.

Spanien darf die Menschen aus rechtlichen Gründen nicht kollektiv abschieben, sondern muss jeden Asylantrag individuell entscheiden. Das dürfte noch Wochen oder Monate dauern.

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