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Charles Leclerc: Die sportliche Talfahrt geht weiter

Sport

(Motorsport-Total.com) - Charles Leclerc kommt nach dem Barcelona und Österreich-Grand-Prix nach wie vor nicht aus dem Formtief. Nach einem starken Qualifying in Spielberg folgte im Rennen erneut der Rückfall. Während Lewis Hamilton im direkten Vergleich immer wieder die Oberhand behält, wächst bei Ferrari die Diskussion um die Performance des Monegassen. Leclerc beschreibt das Kernproblem offen mit dem Fahrverhalten seines Autos im Renntrimm. "Es war ein extrem schwieriges Rennen. Sehr wenig Grip insgesamt. Ich hatte große Schwierigkeiten, das Auto und vor allem die Reifen in das richtige Arbeitsfenster zu bekommen, insbesondere hinten, wo mir viel Grip gefehlt hat". Besonders die Hinterachse bereitet ihm große Probleme. Ein stabiles Gefühl fehlt komplett. "Gestern war ich mit dem Auto eigentlich recht zufrieden, aber heute war es nicht in die richtige Richtung. Der Hinterreifen war einfach nie da, ich bin nur gerutscht und habe die Reifen stark überhitzt", so Leclerc weiter. Leclerc findet keine klare Richtung mehr Der Ferrari-Pilot wirkt zunehmend ratlos, wenn es um die Abstimmung des Autos geht. "Wir haben eine Set-up-Richtung gewählt, die der ähnlich war, mit der ich hier im Vorjahr gefahren bin, und das hat im Qualifying gut funktioniert. Im Rennen war es weniger effektiv und ich hatte vor allem Probleme mit der Hinterachse, wodurch ich sehr viel gerutscht bin." "Wir hatten in Barcelona ein starkes Wochenende in Bezug auf die Pace, also wissen wir, dass unsere Upgrades funktionieren. Diese neuen Autos sind jedoch sehr empfindlich. Wenn man sich nicht im richtigen Set-up-Fenster befindet, zahlt man den Preis dafür. Genau das müssen wir noch besser verstehen und in Zukunft optimieren." Auch der große Leistungsunterschied zwischen Qualifying und Rennen bleibt ein ungelöstes Thema für ihn: "Am Samstag mit wenig Sprit war das Auto recht gut, aber im Rennen hatte ich keinen Hinterreifen." Gesamtes Ferrari-Team enttäuscht Teamchef Frédéric Vasseur sieht zwar die Enttäuschung seines Piloten, warnt aber vor überzogenen Bewertungen der aktuellen Situation. "Ich werde ihm helfen, keine Sorge. Aber ehrlich gesagt wäre ich auch nicht zufrieden, wenn er nicht enttäuscht wäre. Von P2 zu P8 im Rennen, da muss man enttäuscht sein, genau wie das gesamte Team." Gleichzeitig stellt er klar, dass das Gesamtpaket aktuell nicht optimal funktioniert. "Es war kein gutes Ergebnis, aber wir wissen, dass wir gemeinsam keine gute Arbeit geleistet haben. Wir werden es beim nächsten Rennen besser machen." Intern arbeitet Ferrari also weiter an der Feinabstimmung der jüngsten Updates, inklusive Änderungen an den Bremsen. Die Balance des Autos bleibt jedoch ein zentrales Thema. Hamilton zieht inzwischen davon Leclerc selbst sieht in der Feinabstimmung und der fehlenden Balance des Autos nur einen Teil des Problems. Viel entscheidender sei die fehlende Konstanz im Fahrzeugverhalten. Besonders die Hinterachse sei schwer kontrollierbar, unabhängig von Strecke oder Bedingungen. Im direkten Vergleich mit Teamkollege Hamilton muss Leclerc derzeit häufiger zurückstecken. Auch im freien Verkehr habe der Brite aktuell den besseren Rhythmus und sammelt stetig mehr Punkte als der Monegasse.

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