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Charles Spencer spricht über den Streit zwischen William und Harry

Unterhaltung

Prinzessin Dianas Bruder Charles Spencer sorgt mit seinem neuen Buch "Swan Song" für Aufsehen – und geht nun im BBC-Interview auch auf das zerrüttete Verhältnis seiner Neffen Prinz William und Prinz Harry ein.

Charles Spencer, der jüngere Bruder der verstorbenen Prinzessin Diana, hat sich in einem ausführlichen Gespräch mit der BBC zur angespannten Beziehung zwischen seinen Neffen Prinz William und Prinz Harry geäußert. Anlass des Interviews ist Spencers neues Buch "Swan Song: Diana, My Sister". Dabei wies der 62-Jährige die aus seiner Sicht in den Medien verbreitete Wahrnehmung zurück, er stehe auf Harrys Seite.

"Ich bin auf der Seite der Söhne meiner verstorbenen Schwester, auf der Seite von beiden", stellte Spencer klar. Sollte einer der beiden etwas von ihm brauchen, wäre er gleichermaßen für denjenigen da. Er mische sich nie in das eine oder andere Lager ein – "außer als wohlmeinende Figur, wie ich hoffe". Es gebe "viele Gründe auf beiden Seiten", warum die Beziehung der Brüder an diesen Punkt gelangt sei. Er hoffe, dass der Konflikt eines Tages beigelegt werde, kenne aber nicht alle Einzelheiten und wolle sich deshalb nicht einmischen. "Natürlich würde eine Mutter wollen, dass ihre beiden Söhne glücklich miteinander sind und sich lieben", fügte er hinzu.

Charles Spencer besorgt über Harrys fehlenden Polizeischutz

Im BBC-Interview äußerte sich Spencer auch besorgt über die Sicherheitslage seines Neffen Harry. "Ich persönlich mache mir Sorgen, dass der Fünfte in der Thronfolge, der im Militär gedient hat, keinen Polizeischutz hat", sagte er. Als Onkel, der seine Schwester "unter sehr, sehr vermeidbaren Umständen" verloren habe, tendiere er eindeutig zu Schutzmaßnahmen. Laut BBC soll das für die Sicherheit von Royals und Prominenten zuständige Komitee Ravec den Polizeischutz für Harry und Meghan nun neu bewerten, da die Familie inzwischen dauerhaft im Vereinigten Königreich lebt.

Zu seinen Beweggründen für das Buch erklärte Spencer, er betrachte es als seine "Pflicht als Augenzeuge der Geschichte". Da seine Eltern in ihren Sechzigern gestorben seien, sei er sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst und habe die Dinge "ein für alle Mal" festhalten wollen. Gleichzeitig betonte er, er kenne "viele Dinge über den König", die er bewusst nicht in das Buch aufgenommen habe, weil sie nicht relevant gewesen seien.

Behauptungen über König Charles

Mit ersten Auszügen, die aus dem Buch veröffentlicht wurden, hat Spencer bereits für Schlagzeilen gesorgt. Er erhob unter anderem schwere Vorwürfe gegen König Charles. So behauptet Spencer, der damalige Prinz von Wales habe während eines Streits über die Frage, ob die Prinzen William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter hergehen sollten, gesagt: "Wir werden sie bald genug vergessen." Spencer schilderte der BBC, er sei von dieser Aussage derart fassungslos gewesen, dass er aufgelegt habe.

Der Palast wies die Darstellungen in einer ungewöhnlich deutlichen Erklärung zurück. "Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz geschwisterlicher Trauer die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und die Erinnerung auf eine Weise färben kann, die andere nicht erkennen – selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust", hieß es vom Buckingham Palace.

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Spencer zeigte sich davon unbeeindruckt und verteidigte seine Schilderung vehement. "Ich kann Ihnen hier und jetzt sagen: Das sind exakt die Worte, die er gesagt hat", erklärte er im Interview. Er habe in seinem ganzen Leben nur zwei Telefonate mit Prinz Charles geführt und sei dabei "höchst aufmerksam" gewesen. (red)

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