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Charlotte Engelhardt über Sido: "Ich habe keine Geduld mehr mit ihm"

Unterhaltung

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Patchwork gehört für Charlotte Engelhardt zum Familienalltag. Mit ihrem Ex-Mann Sido fährt sie bald in den gemeinsamen Sommerurlaub. Im t-online-Interview spricht die Moderatorin darüber. Charlotte Engelhardt steht seit 23 Jahren vor der Kamera. Schon früh machte sie sich als Moderatorin einen Namen, lange bevor ihre Ehe mit Rapper Sido sie zusätzlich in die öffentliche Aufmerksamkeit rückte: Ihre Karriere begann sie als Wetterfee bei RTL, später präsentierte sie Formate wie "Popstars" oder "Do It Yourself – S.O.S." auf ProSieben. Jetzt steht sie wieder für RTL vor der Kamera. Dass sie trotzdem für viele "nur" die Sido-Ex ist, stört sie. Das Ehe-Aus mit dem Musiker gab Engelhardt vor sechs Jahren bekannt. Heute fahren die beiden trotzdem mit ihren gemeinsamen Söhnen in den Urlaub. Mit dabei ist auch Sidos Ex-Freundin Georgina Stumpf samt der gemeinsamen Tochter. Nicht nur die Ferien verbringt die Patchworkfamilie zusammen. Stumpf und ihr Kind wohnen im Haus von Engelhardt. Wie das funktionieren kann und was sich die 48-Jährige, die seit Kurzem wieder unter ihrem Geburtsnamen auftritt, sehnlichst wünscht, hat sie im t-online-Interview verraten. t-online: Frau Engelhardt, welche Möglichkeiten sehen Sie für sich, mit Ihrem persönlichen Beitrag etwas Positives in der Gesellschaft zu bewirken? Charlotte Engelhardt: Ich habe zwei Söhne zu Hause und natürlich versuche ich, die in die richtige Richtung zu erziehen. Ich kann natürlich nicht versichern, dass ich Erfolg habe. Aber ich kann eben leider auch keine Tochter zu einer starken Frau erziehen. Deswegen ist es meine Aufgabe, meine Jungs zu Männern zu erziehen, in deren Umfeld sich Frauen wohlfühlen. Seit sie klein sind, versuche ich ihnen das mitzugeben. Meine Jungs sollen zu Gentlemen werden. Wie ist das Verhältnis zum Vater Ihrer Söhne, zu Paul Würdig alias Sido? Das Verhältnis zu meinem Ex-Mann ist gut. Uns geht es gut. Wir freuen uns immer auf den gemeinsamen Familienurlaub im Sommer. Da spielen wir ein bisschen "Ex on the Beach" und "Prominent getrennt" nach und leben so unsere Reality-Formate. Das klingt aufregend. Mit wie vielen Leuten verreisen Sie insgesamt? Ja, das frage ich mich auch manchmal. Ich weiß es nicht. Aber wir sind sehr, sehr viele Menschen. Gia kommt auch mit, mit deren Tochter (Anm. d. Red.: Georgina Stumpf ist die Ex-Freundin von Sido und Mutter seines jüngsten Kindes). Es wird Patchwork 2.0. Vielleicht nenne ich es lieber Patchwork 5.0, einfach, um ein bisschen Luft noch dazwischen zu haben für alles, was sich noch ändern könnte bis zu unserem Urlaub. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. Instagram-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Sie erzählen das jetzt mit einem Lächeln: Aber ist es wirklich witzig? Ich bin einfach froh, wenn wir Zeit zusammen verbringen können. Ich bin aber auch erleichtert, dass bestimmte Dinge mich nicht mehr betreffen und ich bestimmte Aufgaben nicht mehr übernehmen muss. Wir haben das wirklich gut geregelt. Als Ehepaar waren wir nicht sonderlich gut. Wir waren ein schlechtes Team. Aber als Ex-Paar sind wir unschlagbar. Kostet Sie der Umgang mit Ihrem Ex-Mann manchmal auch viel Geduld? Ich habe keine Geduld mehr mit ihm. Die Messe ist ja gelesen. Das haben wir geklärt. Und wie sieht es mit Ihrer Geduld Männern gegenüber generell aus? Ich werde ja immer älter und kann mittlerweile Menschen besser lesen als vor zehn oder zwanzig Jahren. Außerdem kann ich auf meine Erfahrungen vertrauen. Früher habe ich oft gedacht, ein Mann kann sich noch entwickeln und verändern. Jetzt ist es so, dass ich schnell merke, worauf ich gar keinen Bock habe und dann ist mein Motto: Das wird nichts. Der nächste bitte. Aber ich bin lustigerweise trotzdem gleichzeitig ein geduldigerer Mensch geworden in den letzten Jahren. Ich habe Geduld gelernt. Ist das dem Muttersein geschuldet? Ja, absolut. Da reißt der Geduldsfaden ständig und irgendwann merkt man: Jetzt muss er doch auch mal halten können. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man allein oder einsam ist. Charlotte Engelhardt Sie sind eine alleinstehende Frau über 40. Wie oft ruft das Mitleid bei anderen Menschen hervor? (lacht) Ich werde so oft gefragt: "Und, hast du jetzt einen Partner?", "Warum dauert das denn bei dir so lange?" Dabei ist für mich alles wunderbar. Wenn ich einen Partner haben möchte, dann finde ich schon einen. Ich möchte bitte kein Mitleid. Für mich gibt es nichts Schöneres, als zu realisieren: Ich bin super gern allein. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man allein oder einsam ist. Irgendwann wird schon der richtige Partner kommen, der es mit uns allen zu Hause aufnehmen kann. Das ist auch nicht einfach. Bis dahin genieße ich mein Leben. Loading... Loading... Loading... Stört es Sie, dass Sie häufig noch als "die Ex von Sido" bezeichnet werden? Bei vielen ist das tatsächlich mein Name. Es wäre cool, wenn sich das ändern würde. Schon bevor ich mit ihm zusammen kam, bevor wir geheiratet haben, war ich bekannt, habe viel Fernsehen gemacht. Ich wünsche mir schon sehr, nicht mehr so genannt zu werden. Es geht mir auch gar nicht darum, dass ich mit ihm nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Aber ich bin einfach so viel mehr als nur die Ex von Sido. Er ist wirklich ein toller Typ, ihm geht es im Moment auch super gut. Aber er ist nicht meine Definition. Darum geht es mir. Mit der Hochzeit mit Paul Würdig vor 13 Jahren haben Sie den Nachnamen Würdig angenommen. Jetzt treten Sie wieder als Charlotte Engelhardt in Erscheinung. Wie fühlt sich das an? Total ungewohnt, aber schön ungewohnt. Ich habe gerade noch im Hotel eingecheckt und wurde mit "Hallo Frau Engelhardt" begrüßt. Ich habe dann erst mal gedacht: "Ach ja, das bin ich." Ich freue mich darüber, es macht Spaß. Manchmal fühlt es sich so an, als hätte ich vergessen, dass ich Charlotte Engelhardt bin. Heißen Ihre Söhne dann auch bald Engelhardt? Momentan heiße ich offiziell noch Würdig. Engelhardt ist jetzt mein Künstlername. Aber ich darf ihn offiziell tragen. So ergibt es für mich gerade am meisten Sinn: Ich kann Würdig bleiben, aber trotzdem Engelhardt heißen. Und so soll es auch bleiben? Natürlich hätte ich es am liebsten gehabt, dass Engelhardt auch mein offizieller Name ist, aber das ist ein sehr weiter Weg. Es geht nicht nur darum, dass meine Bankkarte oder mein Personalausweis umgeschrieben werden. Bei mir laufen Firmen, Register, E-Mail-Adressen und Domains, alles, was ich so habe, auf den Namen Würdig. Deshalb dachte ich, der Künstlername ist der kürzere und einfachere Weg. Seit dem 30. Juni moderieren Sie das Format "Bad Boyfriends". Was hat Sie an der Realityshow gereizt? Ich fand es spannend, dass wir acht Männer in ein Format locken, das es nicht gibt, mit einem Moderator, der gar keiner ist. Es hat mich besonders gereizt, dass ich dann dort auftauche, mit deren Freundinnen. Das Besondere: Die Männer müssen da reingehen, wo sie normalerweise als Realitystars nicht reingehen. Und das wäre? Sie müssen an ihren Emotionen arbeiten und tief in ihre Seele blicken lassen. Viele von denen haben ihr cooles Image einfach mal beiseitegeschoben und sich auf das Experiment eingelassen. Normalerweise setzen die sich nicht mit Beziehungsproblemen auseinander. Die haben dann keinen Bock mehr auf ihre Freundin und dann bumsen sie halt die nächste. Meistens schieben sie die Schuld dann auch noch von sich. Die Menschen darauf aufmerksam zu machen, nicht nur, dass sie es machen, sondern auch rauszufinden, warum sie es machen, das ist schon spannend. "Ich habe mit Reality-TV angefangen, bevor die jetzigen Teilnehmer überhaupt fernsehen durften." Charlotte Engelhardt Das Format lebt davon, dass es diesen Überraschungsmoment gibt und die Kandidaten unfreiwillig dabei sind. Schließt das eine zweite Staffel aus? Nein, auf keinen Fall. Da muss man nur sehr einfallsreich sein, dann klappt das schon. Könnten Sie sich vorstellen, mal wieder die Seiten zu wechseln und als Kandidatin im Reality-TV mitzumachen? Ich habe mit Reality-TV angefangen, bevor die jetzigen Teilnehmer überhaupt fernsehen durften. Ich bin damals den Jakobsweg gepilgert, ich war bei "Stars on Ice" oder "Let's Dance". Deswegen würde ich niemals nie sagen. Aber im Moment sehe ich mich noch nicht bei "Too Hot To Handle" oder "Stranger Sins". So viel kann ich schon mal sagen (lacht). Video

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