DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.298,17 Pkt 20:01:41 S&P 500 +0,09 % 7.670,44 Pkt 20:01:41 Nasdaq +0,58 % 26.159,02 Pkt 20:01:38 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,49 % 4.027,40 USD 19:51:35 Silber +0,14 % 54,03 USD 19:51:34 Brent -0,74 % 110,87 USD 19:51:25 WTI -1,22 % 102,01 USD 19:51:40 Bitcoin -0,27 % 79.808,16 USD 20:01:38 EUR/USD -0,31 % 1,11860 USD 20:00:44 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:01:41 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:01:41 EUR/JPY +0,26 % 176,047 JPY 20:01:41

Chef Döllner nach Auftritt mit US

Nation

VW-Konzernbetriebsratschefin Cavallo sagte der Nachrichtenagentur dpa, Döllner habe sich zur Marionette in Trumps Propaganda-Show machen lassen. Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie - und dann trete einer der obersten Konzern-Repräsentanten Deutschlands auf die Bühne und betreibe aktive Wahlkampfhilfe. Die IG-Metall-Vorsitzende Benner sprach von einem unwürdigen Verhalten Döllners, der damit zudem die eigenen Unternehmensregeln verletzt habe.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte Döllner vor rund einem halben Jahr eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Demnach dürften "in den drei letzten Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine" mit beteiligten Parteien oder Politikern mehr wahrgenommen werden. Audi verpflichte sich zudem zu Neutralität im Umgang mit Parteien und Interessengruppen, heißt es dort weiter.

Lies: Neues Werk muss noch genehmigt werden

Kritik kam auch vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Lies, der dem Aufsichtsrat des Audi-Mutterkonzerns VW angehört. Der SPD-Politiker sagte, eine Wahlkampfveranstaltung sei nicht der richtige Ort für die Ankündigung einer solchen Investition. Lies erklärte, dass das neue Audi-Werk in den USA noch vom Aufsichtsrat genehmigt werden müsse.

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Cademartori, sprach von Wahlkampfhilfe für einen Autokraten. Während Arbeitnehmer in Deutschland um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze zitterten, verkünde Audi Milliardeninvestitionen in ein neues US-Werk, kritisierte Cademartori. Damit stütze der Konzern Trumps Strategie, mit einem Handelskrieg Arbeitsplätze auf Kosten Europas in die USA zu holen. Zudem warf Cademartori Audi vor, direkt dabei zu helfen, dass Demokratieabbau, Gewalt gegen Minderheiten und Korruption unter diesem Präsidenten unkontrolliert weitergehen könnten. Das sei ein neuer Tiefpunkt für den VW-Konzern.

Döllner verteidigt gemeinsamen Auftritt

Döllner hatte das erste Audi-Werk in den USA auf einer Wahlkampfveranstaltung Trumps im Bundesstaat angekündigt und war mit auf die Bühne gekommen. Der Auftritt wird auch vom VW-Betriebsrat und Gewerkschaften kritisiert. Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte hingegen, es habe sich um eine unternehmerische Entscheidung gehandelt, die man nicht kommentieren werde.

Audi verteidigte seine Pläne. Döllner erklärte, es sei keine Entscheidung gegen den Standort Deutschland. Die Modelle, die künftig in den USA gebaut werden sollen, würden bisher in Bratislava gefertigt. Außerdem gebiete es der Respekt vor dem Amt, eine Einladung des US-Präsidenten anzunehmen. Es geht um Investitionen von rund vier Milliarden Euro.

Krise bei VW

Volkswagen steckt in der Krise. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner. Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung und vor allem das wegbrechende Geschäft in China die Unternehmen. Volkswagen setzt auf den Abbau zehntausender Stellen: Bis 2030 sollen bei Europas größtem Hersteller weltweit bis zu 100.000 der knapp 667.000 Jobs wegfallen, die meisten davon in Deutschland.

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Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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