DAX +0,83 % 25.918,39 Pkt 10:34:12 MDAX +0,54 % 30.590,74 Pkt 10:34:13 Euro Stoxx 50 -0,90 % 6.151,16 Pkt 10:34:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -0,79 % 3.999,50 USD 10:39:06 Silber -2,50 % 50,89 USD 10:39:02 Brent -2,05 % 112,53 USD 10:39:06 WTI +1,42 % 103,45 USD 10:39:12 Bitcoin -0,32 % 77.526,60 USD 10:49:08 EUR/USD +0,42 % 1,12030 USD 10:48:42 EUR/GBP -0,37 % 0,83380 GBP 10:49:12 EUR/CHF -0,44 % 0,91950 CHF 10:49:13 EUR/JPY +0,05 % 176,150 JPY 10:49:12

Chef Kubicki attackiert Merz – und sieht Union „kurz vor der Revolution“

Nation

Audioplayer wird geladen

Anzeige

FDP-Chef Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert und die Verantwortung seiner Partei für das Ende der Ampel-Koalition relativiert. Im Interview mit der Tageszeitung „taz“ sagte Kubicki, er habe sich in Merz „getäuscht“. Aus der Union höre er zudem, „dass die Leute kurz vor der Revolution sind“.

Mit Blick auf den Kanzler erklärte der FDP-Vorsitzende, dessen erste Reden hätten Hoffnungen auf einen wirtschaftsfreundlichen Kurs geweckt. Tatsächlich verfolge Merz nun jedoch eine Politik, die dem entgegenstehe. Auch die jüngsten Personalentscheidungen in der CDU sieht Kubicki kritisch. Parteien seien keine Unternehmen.

Anzeige

Dass führende CDU-Politiker den Kanzler inzwischen offen kritisierten, wertete er als Zeichen schwindender Autorität. Merz habe sich zudem als „ziemlich dünnhäutig“ erwiesen. Er bekäme inzwischen häufig Nachrichten von Kollegen der Grünen, aber auch von Sozialdemokraten, in denen es in Bezug auf die frühere Ampel-Regierung heiße: „So schlecht waren wir doch nicht.“

Lesen Sie auch

Weltplus ArtikelLiberale in der Krise

Zugleich widersprach Kubicki der Darstellung, die FDP allein habe das Ende der Ampel-Regierung betrieben. Die Debatte über den sogenannten „D-Day“-Plan der Liberalen greife zu kurz. Auch SPD und Grüne hätten das Ende des Bündnisses vorbereitet, behauptete der FDP-Chef. Im Juli 2024 habe es ein separates Treffen von Vertretern beider Parteien im Kanzleramt gegeben, bei dem über ein mögliches Ende der Koalition gesprochen worden sei.

Anzeige

Wegen der finanziellen Konflikte innerhalb der Regierung sei allen Beteiligten klar gewesen, „dass es so nicht weitergehen kann“. Am Ende habe sich vor allem die Frage gestellt, wer für das Scheitern verantwortlich gemacht werde.

Warnung, AfD-Wähler abzustempeln

Mit Blick auf die AfD warnte Kubicki davor, deren Wähler pauschal als Rechtsradikale abzustempeln. Viele Menschen unterstützten die Partei aus Enttäuschung über die Politik und wegen ausbleibender Problemlösungen. Die Strategie anderer Parteien, um Zustimmung allein mit dem Verweis auf die Gefahr einer AfD-Regierungsbeteiligung zu werben, bezeichnete er als „gefährlich“. Wer nur mit dem Argument antrete, die AfD verhindern zu wollen, werde Wähler auf Dauer nicht überzeugen.

Lesen Sie auch

„Gucken Sie sich Deutschlands Osten an“, sagte Kubicki. „In Sachsen-Anhalt versuchen die Grünen jetzt mit taktischen Manövern zu erklären, sie müssten in den Landtag, damit eine AfD-Mehrheit verhindert wird. Erbärmlicher geht es ja nicht.“

Für die FDP zeigte sich Kubicki dennoch optimistisch. Trotz anhaltend schwacher Umfragewerte sieht er seine Partei auf dem Weg zurück. Seit seiner Wahl zum Parteivorsitzenden sei in der FDP wieder Ruhe eingekehrt, sagte er. Der Wiederaufstieg der Liberalen sei „mittelfristig nicht aufzuhalten“. Auch bei den anstehenden Landtagswahlen im Osten gab sich Kubicki zuversichtlich und erklärte, insbesondere in Sachsen-Anhalt bestehe eine realistische Chance auf die Rückkehr in den Landtag.

krö

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren