DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold 0,00 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber +0,36 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -3,58 % 113,43 USD 21:59:57 WTI 0,00 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,47 % 77.801,84 USD 12:50:56 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 06:21:10 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 06:21:10

Chef wollte Kreml offenbar zu Friedensabkommen drängen

Welt

Nach der überraschenden Reise des CIA-Chefs John Ratcliffe nach Moskau am Dienstag, werden mehr Details zu den Hintergründen bekannt.

Konkret ging es offenbar darum, Russland vor einer Eskalation in Form eines hybriden oder militärischen Angriffs gegen einen Nato-Staat zu warnen. Das berichteten „Politico“ und das „Wall Street Journal“ übereinstimmend. Kremlsprecher Dmitrij Peskow dementierte Pläne dieser Art und sprach von „Schauermärchen“.

„Schaurig“ für die russische Führung hingegen dürfte der zweite Grund von Ratcliffes Reise gewesen sein. Wie die „New York Times“ berichtet, nutzte der CIA-Direktor den Besuch auch, um dem Chef des russischen Geheimdienstes FSB, Alexander V. Bortnikow, „unter vier Augen“ zu einem Friedensabkommen mit der Ukraine zu raten.

Angesichts der „düsteren militärischen und wirtschaftlichen Lage Russlands“, erklärte Ratcliffe demnach gegenüber Bortnikov, sei es an der Zeit, dass Moskau ernsthafte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufnehme.

Bereits im vergangenen Monat hatte der CIA-Direktor klare Worte gefunden – und auf die russischen Truppenverluste im Krieg und Moskaus Unfähigkeit, auf dem Schlachtfeld vorzurücken, verwiesen. Die Lebenserwartung eines russischen Soldaten an der Front betrage, so Ratcliffe, weniger als 35 Minuten. Russland habe in den 18 Monaten seit seinem Amtsantritt nur etwa ein Prozent des gesamten ukrainischen Territoriums hinzugewonnen – eine Entwicklung, die er der „Beherrschung“ der Drohnentechnologie durch die Ukraine zuschrieb.

Vor seiner Reise habe sich Ratcliffe mit seinen ukrainischen Amtskollegen abgesprochen und ihnen versichert, dass er die russische Position ausloten und nicht im Namen der Ukrainer Zugeständnisse machen werde.

Zugleich soll er in Moskau keinerlei Drohungen hinsichtlich möglicher Konsequenzen für die russische Seite geäußert haben, sollte Präsident Wladimir Putin die Einschätzung der CIA ignorieren und sich für die Fortsetzung der Kämpfe entscheiden.

Ob Ratcliffes Nachricht den Kremlchef überhaupt erreichen wird, ist ungewiss. CIA-Analysten und Russland-Experten bezweifeln, dass Wladimir Putins Berater ihm gegenüber ehrliche Einschätzungen über den Verlauf und die Folgen des Krieges geben.

Einige Beamte, so heißt es in dem Bericht, äußerten die Hoffnung, dass Putin als ehemaliger Geheimdienstoffizier eine Botschaft des CIA-Direktors als dringlicher und glaubwürdiger einstufen würde als Mitteilungen über die üblichen diplomatischen Kanäle.

Ob Ratcliffes Besuch ein Hinweis darauf ist, dass sich die Strategie der US-Regierung hinsichtlich Russlands verändert hat, ist nicht bekannt. Die Verhandlungen um eine Waffenruhe stehen seit Monaten still und der Krieg wird in aller Härte weitergeführt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren