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Chelsea-Trainer Xabi Alonso versinkt im Kader-Chaos

Sport

Alina Heidenreich 05.08.2026 • 14:33 Uhr Der FC Chelsea hat über den Sommer wieder ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der neue Trainer Xabi Alonso steht vor der schwierigen Aufgabe, aus dem Mega-Kader eine Mannschaft zu formen. Kreditkarte überzogen? Fehlanzeige! Zumindest scheint es so, wenn man auf den FC Chelsea und seine lange Transferliste blickt. Laut der Vereinswebsite umfasst der aktuelle Kader 46 Spieler. Tendenz steigend. Damit sticht der Premier-League-Klub erneut mit seiner Kadergröße hervor. Der neue Trainer Xabi Alonso steht nun vor der Mammutaufgabe, Struktur in diesen aufgeblähten Kader zu bekommen. Die reinen Fakten: 10 Neuverpflichtungen für kolportierte 389 Millionen Euro. Darunter befinden sich unter anderem der 137-Millionen-Transfer von Morgan Rogers, der von Aston Villa zu den Blues wechselte, sowie weitere Neuverpflichtungen rund um Maxence Lacroix, Marco Palestra, Danny Welbeck oder Jordan Henderson. Letztgenannter kam dabei ablösefrei. Chelsea-Youngster erhalten eine Chance Insgesamt stoßen sogar 16 Spieler zum Team, da einige Leihen zum Ende der vergangenen Saison endeten. Dazu zählt beispielsweise Nicolas Jackson, der sich nach einem Jahr beim FC Bayern wieder den Londonern anschließt. Hinzu kommt das Comeback von Mychajlo Mudryk, der nach einem positiven Dopingfall zwei Jahre früher an die Stamford Bridge zurückkehren darf. Nachwuchstalente wie Reggie Watson, Reggie Walsh oder Ryan Kavuma-McQueen vergrößern die Auswahl für Trainer Alonso zusätzlich. Bislang nur vier Abgänge Während der Saisonvorbereitung konnte der Spanier – auch dank der Abwesenheit zahlreicher Stars, die noch im WM-Urlaub weilten – die Youngsters gründlich unter die Lupe nehmen. Neun von ihnen überzeugten dabei so sehr, dass sie sich dem Kader für die Saisonvorbereitung nach Asien und Australien anschließen durften. Demgegenüber stehen bislang nur vier Abgänge: Marc Cucurella wechselte für 55 Millionen Euro zu Real Madrid, Andrey Santos ging für rund 56 Millionen zu Manchester United, Tyrique George zog es für 21 Millionen zum FC Everton und Alejandro Garnacho wurde zu Aston Villa ausgeliehen. Trotzdem haben diese Abgänge kaum einen spürbaren Einfluss auf die Größe des Kaders. Großer Kader: Nichts Neues für den FC Chelsea Anhand der Zahlen scheint die Aufgabe für Alonso klar: Der 44-Jährige muss den Kader drastisch verkleinern und gleichzeitig eine funktionierende Team-Mentalität implementieren. Für den FC Chelsea ist die aktuelle Situation jedoch nichts Neues. Bereits in der Saison 2024/25 stand der damalige Trainer Enzo Maresca vor einer ähnlichen Herkulesaufgabe. Damals standen 43 Spieler im Profikader des FC Chelsea. Maresca griff einst rigoros durch In der Folge griff der neue Coach von Liga-Kontrahent Manchester City zu drastischen Maßnahmen: Spieler ohne Zukunft bei den Blues mussten getrennt von der Mannschaft trainieren und separate Umkleideräume nutzen. Ob Alonso zu ähnlichen Maßnahmen greifen wird, bleibt offen. Bevor das Transferfenster am 1. September schließt, sollten die Eigentümer rund um Todd Boehly jedoch dringend weitere Leihgeschäfte oder Verkäufe abschließen, denn sonst könnte der Klub vor einem gravierenden Problem stehen. Konkurrenzkampf: Acht Spieler für eine Position Auf einigen Positionen konkurrieren derzeit bis zu acht Spieler um einen Stammplatz, was die Arbeit von Alonso zusätzlich erschweren wird. Die gute Nachricht für ihn: Einige Akteure haben bereits das Interesse europäischer Spitzenklubs geweckt. Chelsea soll mit Como über einen Wechsel von Trevoh Chalobah und mit Crystal Palace über eine Verpflichtung von Axel Disasi verhandeln, Benoit Badiashile wird mit SSC Neapel in Verbindung gebracht. Auch Mudryk könnte seine fußballerische Zukunft abseits der Stamford Bridge verbringen. Wie die englische Daily Mail berichtete, sollen drei Premier-League-Vereine bereits Interesse an dem 25-Jährigen bekundet haben. Alonsos Fähigkeiten sind gefragt Die Qualität des Chelsea-Kaders steht außer Frage. Doch selbst falls noch einige Abgänge folgen, wird es für Alonso keine leichte Aufgabe, diese Kadergröße zu managen und nicht zu viele unzufriedene Spieler abseits des Spielfelds zu haben. Nach Platz zehn in der vergangenen Premier-League-Saison wird von dem Spanier erwartet, dass er die Blues zurück in die Erfolgsspur führt. Doch Abgänge sind dringend nötig, denn aus über 40 Spielern eine Einheit zu formen, dürfte selbst für ihn kaum lösbar sein.

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