DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:20:01 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:20:01 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 21:20:30 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,35 % 3.896,20 USD 21:10:24 Silber -5,41 % 49,37 USD 21:10:20 Brent -2,18 % 112,38 USD 21:10:26 WTI +0,98 % 103,00 USD 21:10:26 Bitcoin -1,20 % 76.845,63 USD 21:20:23 EUR/USD +0,11 % 1,11680 USD 21:19:42 EUR/GBP -0,41 % 0,83350 GBP 21:20:28 EUR/CHF -0,36 % 0,92030 CHF 21:20:27 EUR/JPY -0,09 % 175,910 JPY 21:20:28

China: Deutsche Konzerne erhöhen Investitionen trotz politischer Risiken

Wirtschaft

Dieser Ausdruck wurde am 13.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht

Trotz Abhängigkeit Deutsche Wirtschaft fährt China-Investitionen hoch

China gilt immer mehr als schwieriger Partner. Dennoch haben deutsche Konzerne ihre Investitionen dort offenbar wieder ausgeweitet. Ganz anders ist die Lage hingegen in den USA.

13.09.2026, 11.59 Uhr

War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!

Deutsche Unternehmen haben ihre Investitionen in China einer ​Untersuchung zufolge im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder deutlich erhöht. Sie investierten demnach rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in der Volksrepublik, wie aus einer Auswertung von Bundesbankdaten durch das ‌arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hervorgeht.

Der Betrag liegt rund ein Drittel über dem des Vorjahreszeitraums. Im längerfristigen Vergleich bewegt er sich im langfristigen Mittel: Der Durchschnitt der Halbjahreswerte von 2020 bis 2025 lag ebenfalls bei 5,6 Milliarden Euro. Die deutschen Unternehmen finanzieren den Ausbau aber immer mehr aus eigenen Gewinnen vor Ort.

»Deutschen Unternehmen bleibt kaum ​eine Wahl, als weiter in China zu investieren«, sagte IW-Experte Jürgen Matthes. »Das Land ist ein wichtiger Absatzmarkt, und einige Firmen nutzen es als ›Fitnesscenter‹.« ⁠Dahinter stecke ⁠ein Kalkül: Wer sich gegen die harte Konkurrenz vor Ort durchsetze, schaffe das auch eher auf dem Weltmarkt.

Einbruch bei Investitionen in die USA

Zum Vergleich: Bei Investitionen in den USA treten die deutschen Unternehmen auf die Bremse. Im ersten Halbjahr fuhren sie ihr Engagement um fast ‌zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro zurück. US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik ​viele wichtige Handelspartner verprellt ‌und mit hohen Zöllen überzogen, darunter die EU und damit Deutschland.

Die anhaltend hohen China-Investitionen haben dem IW zufolge auch mit dem Yuan-Kurs zu tun. »Die Produktion in China ist künstlich vergünstigt – der Staat subventioniert Unternehmen, und die unterbewertete Währung verbilligt chinesische Waren zusätzlich«, erklärte Matthes. Wer im scharfen globalen Preiswettbewerb gegen chinesische Firmen ‌bestehen wolle, müsse deshalb selbst stärker dort produzieren und die Wettbewerbsverzerrungen auch für sich nutzen. »Für Deutschland heißt das: Produktion und Arbeitsplätze wandern nach China ab«, betonte der IW-Experte. »Die EU sollte diesem unfairen Spiel einen Riegel vorschieben ‌und Ausgleichszölle auf chinesische Importe erheben.«

beb/Reuters

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren