DAX -0,99 % 26.078,14 Pkt 11:45:02 MDAX -1,60 % 31.839,94 Pkt 11:45:02 Euro Stoxx 50 -0,01 % 6.467,55 Pkt 11:45:00 Dow Jones -0,72 % 53.343,40 Pkt 22:40:06 S&P 500 -1,21 % 7.691,76 Pkt 22:38:24 Nasdaq -1,64 % 26.289,71 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +1,13 % 4.415,30 USD 11:50:01 Silber -1,10 % 63,24 USD 11:49:59 Brent +0,77 % 91,72 USD 11:49:58 WTI -0,25 % 84,73 USD 11:49:56 Bitcoin -0,48 % 64.371,57 USD 11:59:19 EUR/USD +0,23 % 1,16100 USD 11:59:56 EUR/GBP +0,14 % 0,85600 GBP 12:00:02 EUR/CHF +0,15 % 0,94030 CHF 12:00:01 EUR/JPY +0,06 % 184,641 JPY 12:00:02

China hat eine KI entwickelt, die in der Lage ist, die amerikanischen Tarnkappenjets F-22 und F-35 mit einer Genauigkeit von 97,1 Prozent aufzuspüren

Technologie

China hat eine künstliche Intelligenz für Luft-Luft-Raketen entwickelt, die Wärmesignaturen von F-22- und F-35-Kampfjets mit hoher Trefferquote erkennen soll. In Labortests kam das System auf bis zu 97,1 Prozent Genauigkeit. Darüber berichtete zuerst das Fachportal „Interesting Engineering“ (IE) unter Berufung auf das Forschungsteam. Entwickelt wurde das System demnach am Beijing Institute of Technology und an der China Airborne Missile Academy. Es soll Raketen helfen, Wärmebilder von Zielen direkt im Flug auszuwerten. 3245 Infrarotbilder für Training der Raketen-KI Die Forscher trainierten das Modell mit 3245 Infrarotbildern, die ein Scansystem an Bord eines Flugkörpers erfasst hatte. Das Material umfasste drei Arten von Luftzielen. Darunter befanden sich simulierte F-22- und F-35-Maschinen sowie kleine Angriffsdrohnen. Der Hintergrund ist technisch simpel, militärisch aber heikel: Tarnkappenjets sind auf dem Radar deutlich schwerer zu erkennen. Die Wärme ihrer Triebwerke und die Hitze an der Flugzeughülle lassen sich aber nicht vollständig verbergen. Ein Zielsensor der Rakete kann diese Strahlung erfassen. Im Gefecht muss er dann in Millisekunden entscheiden, ob er ein Flugzeug oder nur einen Täuschkörper vor sich hat. Laut dem französischen Magazin „Geo“ ist das die „Achillesferse“ der US-Jets. ANZEIGE ANZEIGE Neue KI braucht weniger Platz und weniger Strom Die Entwickler mussten das System stark verkleinern, damit es überhaupt in einen Flugkörper passt. Nach ihren Angaben ist das neue Modell viel kleiner als frühere Systeme und braucht nur noch einen Bruchteil der Rechenbausteine. Den Rechenaufwand senkten sie auf 19,2 Prozent. Zusätzlich setzten sie einen eigenen KI-Beschleuniger ein. Ein spezieller Chip wertet die Wärmebilder deutlich schneller aus als ältere Lösungen. Dafür verarbeitet er mehrere Rechenschritte gleichzeitig und hält wichtige Daten direkt bereit. Bei diesen Hardware-Tests erreichte das System eine Genauigkeit von 96,4 Prozent. Es verarbeitete jedes Bild in rund 1,5 Millisekunden und verbrauchte etwa 2,2 Watt. Diese Geschwindigkeit zählt im Luftkampf, weil ein Flugkörper kaum Zeit für die Zielerkennung hat. Rechnet der Suchkopf direkt an Bord, braucht er keine externe Rechenhilfe. Tests liefen nicht gegen echte F-22 und F-35 Die Forscher beanspruchen damit aber noch keinen Treffer gegen echte US-Tarnkappenjets. Die Versuche liefen nur mit simulierten Zielen. An Jiangshan, der leitende Autor der Studie, sagte laut „IE“, die entsprechenden Testdaten „können nicht offengelegt werden“. Auch der Einsatzbereich blieb eng. Das Team erprobte die Technik nur für Luft-Luft-Raketen im Nahbereich. Ob sich das Verfahren auch für Boden-Luft-Systeme eignet, ist offen. Die Forscher wollen sowohl die Erkennungsrate als auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit weiter verbessern.

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