China: Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong schuldig gesprochen
In Hongkong sind zwei Organisatoren von Mahnwachen zum Gedenken an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 schuldig gesprochen worden. Der formaljuristische Grund: »Anstiftung zur Subversion«. In den Morgenstunden des 4. Juni 1989 war die chinesische Armee in Peking mit Panzern gegen Studentinnen und Studenten vorgegangen, die auf dem Tiananmen-Platz für mehr Demokratie demonstriert hatten. Hunderte, nach einigen Schätzungen sogar mehr als tausend Menschen, wurden damals getötet. China versucht mit aller Macht, das Ereignis aus dem nationalen Gedächtnis zu löschen. Die beiden Verurteilten hätten »andere Personen dazu angestiftet, illegale Handlungen zu organisieren, zu planen, zu begehen oder sich daran zu beteiligen«, hieß es in dem Urteil. Ihr Ziel sei es gewesen, »die Staatsgewalt zu untergraben«. Das Strafmaß solle zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.