China: Peking verbietet Drohnen im Stadtgebiet nach Flugzeugcrash
Die Regelungen gelten auch für Touristen. Bereits vor etwa einem halben Jahr hatte die Stadt das Mitbringen von Drohnen nach Peking verboten. Allerdings war der Besitz noch erlaubt, solange man die Drohne offiziell registrierte und damit mit seiner Identität verknüpfte.
In Peking liegt auch das Machtzentrum der regierenden Kommunistischen Partei Chinas, weshalb in der Stadt oft strengere Sicherheitsvorschriften gelten. Die Metropole mit mehr als 20 Millionen Einwohnern hat damit besonders strenge Regeln, obwohl China eigentlich die Drohnenwirtschaft fördert. In anderen Großstädten des Landes, wie der Hightechmetropole Shenzhen, können Menschen beispielsweise an ausgewählten Orten bereits Kaffee und Speisen per Drohne geliefert bekommen.
In Peking war erst im Juni ein Kleinflugzeug gegen den größten Wolkenkratzer im Zentrum der Stadt geflogen, obwohl bereits damals strenge Flugregeln galten und der von der Armee kontrollierte Luftraum über dem Stadtkern quasi einer Flugverbotszone glich. Der Pilot kam damals ums Leben, 13 weitere Menschen wurden verletzt.
Ob das Flugzeugunglück eine Rolle bei der Verschärfung der bestehenden Regelung für Drohnen gespielt hat, ist allerdings unklar. Noch-Drohnenbesitzer können ihre Fluggeräte nun bis zum 15. November unter anderem über ein Rückkaufprogramm veräußern oder sie aus dem Stadtgebiet an einen anderen Ort schicken lassen.