DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Chips für Level 2+ und mehr

Technologie

Xpeng erweitert das Portfolio mit dem neuen L03, einem 4,65 m langen SUV-Coupé, das als bislang kompaktestes Fahrzeug der Marke eine neue Antriebs- und Ausstattungs­strategie einführt. Neben hoher Ladeleistung und moderner Software setzt der Konzern vor allem auf KI-Hardware, eigene Chips und ein neues Fahrerassistenzsystem. Mit dem L03 erweitert Xpeng sein europäisches Angebot um ein neues Einstiegsmodell, das technisch jedoch viele Merkmale der größeren Baureihen übernimmt. Das 4,65 Meter lange SUV-Coupé führt zugleich eine neue Struktur bei Antrieben und Ausstattungen ein: Neben klassischen batterieelektrischen Varianten (BEV) kündigt Xpeng erstmals auch eine Version mit Range Extender für den deutschen Markt an. Die ersten Auslieferungen der vollelektrischen Modelle sind für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Der Startpreis des L03 RWD Standard Range liegt bei 35.600 Euro. Beim L03 legt Xpeng den Schwerpunkt auf Software und Rechenleistung. Der Hersteller bezeichnet den L03 als „KI-definiertes“ Fahrzeug und integriert mit dem Vision-Language-Action-System (VLA 2.0), dem Next Generation Pilot (NGP) und eigenen Turing-AI-Chips zahlreiche Technologien, die künftig den Funktionsumfang per Over-the-Air-Updates erweitern sollen. Eigene KI-Hardware mit bis zu drei Turing-AI-Chips Technisch interessant ist insbesondere die Computing-Plattform der höchsten Ultra-Ausführung, die in Deutschland ausschließlich für das Topmodell AWD Performance angeboten wird. Während nach Angaben des Unternehmens viele andere Hersteller auf zentrale Rechenplattformen insbesondere von Nvidia oder Qualcomm setzen, verbaut Xpeng in seinem Spitzenmodell selbst entwickelte Turing-AI-Chips aus der 7-nm-Fertigung. Jeder dieser Prozessoren erreicht laut Hersteller eine KI-Rechenleistung von bis zu 750 TOPS. Insgesamt kommen in der Ultra-Version drei dieser Chips zum Einsatz. Zwei Prozessoren übernehmen die Berechnung des Vision-Language-Action-Systems VLA 2.0 für die Fahrerassistenz, während ein weiterer Chip das Cockpit steuert. Die Plattform verarbeitet die Daten der Kameras und Radarsensoren und soll Verkehrssituationen schneller erfassen sowie komplexe Szenarien zuverlässiger interpretieren. Bosch und MediaTek in den kleineren Ausführungen In den kleineren Ausstattungsvarianten setzt Xpeng hingegen nicht auf eine geringere Anzahl der eigenen Chips, sondern auf eine vollständig andere Plattform, die von Bosch für die Fahrerassistenz sowie von MediaTek für das Cockpit stammt. Auch hier sind Funktionen wie ein Abstandsregeltempomat vorhanden, aber die erweiterten Fähigkeiten nach Level 2+ und darüber hinaus werden aufgrund der geringeren Rechenleistung nicht angeboten. Next Generation Pilot Auf den leistungsfähigeren Turing-AI-Chips baut hingegen der neue Next Generation Pilot (NGP) auf. Das System ermöglicht in Deutschland teilautomatisiertes Fahren auf Level 2+ und unterstützt unter anderem automatisierte Spurwechsel, adaptives Cruisen, Einparkfunktionen sowie einen über dasSmartphone steuerbaren Parkassistenten. Xpeng verweist darauf, dass eine europaweite gesetzliche Grundlage für entsprechende Funktionen zum 1. Januar 2027 erwartet wird. OTA-Updates sollen den Funktionsumfang des Fahrzeugs auch bei Xpeng kontinuierlich erweitern. Drei Displays und umfangreiche Vernetzung Auch das Cockpit orientiert sich an den größeren Xpeng-Modellen. Hinter dem Lenkrad sitzt ein digitales 8,9-Zoll-Kombiinstrument, ergänzt durch einen zentralen 15,6-Zoll-Touchscreen mit 2,5K-Auflösung. Hinzu kommt ein (gemessen an der visuellen Wahrnehmung durch den Fahrer) 26,8 Zoll großes Head-up-Display, das Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld projiziert. Google Maps, aber kein Google built-in Zur Ausstattung des Infotainmentsystems gehören Apple CarPlay und Android Auto, induktives Smartphone-Laden mit aktiver Kühlung, mehrere USB-A- und USB-C-Anschlüsse sowie der Sprachassistent „Hey Xpeng“, der natürliche Spracheingaben in mehreren Sprachen verarbeitet. Die Navigation stammt von Google, allerdings bildet Google Maps nur den technischen Unterbau, über den Xpeng ein eigenes Design stülpt. Von Google stammen damit aber alle Points of Interest, Bewertungen und weitere Daten. Der L03 läuft allerdings nicht nativ mit Android (Google built-in), sondern mit einem eigenen Betriebssystem (XOS 6). Google Maps übernimmt im L03 auch die Ladeplanung, einschließlich bevorzugter Anbieter. 400-Volt-Plattform lädt mit bis zu 236 kW Obwohl der L03 weiterhin auf einer 400-Volt-Architektur basiert, erreicht das Fahrzeug laut Xpeng eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 236 kW. Dadurch soll sich der Akku innerhalb von 18 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen. Einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent gibt der Hersteller mit 20 Minuten an. Zum Marktstart stehen vier batterieelektrische Varianten zur Wahl. Das Basismodell kombiniert einen 180 kW (245 PS) starken Heckantrieb mit einer 58,3-kWh-LFP-Batterie und erreicht bis zu 445 Kilometer WLTP-Reichweite. Darüber rangiert eine Long-Range-Version mit 71,2-kWh-LFP-Akku und bis zu 520 Kilometern Reichweite. Die beiden Allradmodelle leisten jeweils 285 kW (387 PS), beschleunigen in 4,5 s auf 100 km/h und erreichen eine WLTP-Reichweite von bis zu 440 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit ist unabhängig vom Antrieb auf 180 km/h begrenzt. Zusätzlich kündigt Xpeng erstmals eine REEV-Version (Range Extender Electric Vehicle), deren kombinierte Reichweite bis zu 1.000 Kilometer betragen soll. Aerodynamisches SUV-Coupé soll viel Platz bieten Optisch setzt Xpeng auf ein SUV-Coupé mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,228. Neben der flachen Dachlinie tragen aktive Luftklappen im Frontbereich zur Aerodynamik bei. Charakteristisch für den L03 sind die bumerangförmigen LED-Scheinwerfer, rahmenlosen Türen sowie das durchgehende LED-Leuchtenband am Heck. Trotz der coupéartigen Silhouette verspricht Xpeng ein großzügiges Raumangebot. Der Radstand beträgt 2,85 Meter, das Kofferraumvolumen liegt bei 539 Litern. Ergänzt wird es durch einen bis zu 102 Liter großen Frunk sowie weitere Ablagemöglichkeiten im Innenraum. Dazu gehören zwei Ablagen in respektive unter der Mittelkonsole, auf der auch ein Smartphone mit bis zu 50 Watt drahtlos geladen werden, sowie eine Schublade unter der linken Seite der 40:20:40 teilbaren Rücksitzbank. Serienmäßige Komfort- und Sicherheitsausstattung Serienmäßig bietet der L03 elektrisch verstellbare, beheizte und belüftete Vordersitze, Wärmepumpe, Panorama-Glasdach, Zweizonen-Klimaautomatik, PM2.5-Luftfiltersystem, Ambientebeleuchtung sowie ein Soundsystem mit neun Lautsprechern. Die Ultra-Version erweitert die Ausstattung unter anderem um ein „Xopera“-Soundsystem mit 18 Lautsprechern, aktive Geräuschunterdrückung, Massagefunktion für die Vordersitze sowie den erweiterten NGP-Funktionsumfang. Im Bereich der Sicherheit bündelt Xpeng laut eigener Aussage mehr als 13 Assistenz­systeme unter dem Namen Xpilot. Dazu zählen unter anderem Notbrems­assistent, Totwinkel­überwachung, Spurwechsel- und Querverkehrs­assistent sowie eine adaptive Geschwindigkeits­regelung. Sieben Airbags und ein Batterie­schutz­system mit mehrschichtiger Konstruktion sollen die passive Sicherheit ergänzen. Eine Euro-NCAP-Bewertung liegt zum Marktstart noch nicht vor, Xpeng gibt jedoch an, das Fahrzeug auf ein Sicherheitsniveau für eine spätere Fünf-Sterne-Bewertung ausgelegt zu haben. Modelle und Preise im Überblick Mit Preisen ab 35.600 Euro positioniert Xpeng den L03 im Segment elektrischer Kompakt-SUVs. Zu den wenigen verfügbaren optionalen Features gehören eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung (1.190 Euro), die Metallic-Lackierungen Midnight Black, Rock Gray, Silver Frost und Phantom Purple (jeweils 800 Euro) sowie die Black Edition (1.000 Euro). Kostenfrei angeboten wird die Farbe Arctic White. Bei der Black Edition sind auch Logo und Schriftzug in Schwarz gehalten. Die schwarzen 20-Zoll-Felgen geben den Blick auf schwarze Bremssättel frei. Der Xpeng L03 wird mit einer Fahrzeuggarantie von sieben Jahren oder 160.000 km sowie acht Jahren Garantie auf die Hochvoltbatterie (bis 160.000 km) ausgeliefert. Den Online-Konfigurator für den L03 hat Xpeng heute freigeschaltet, die ersten Auslieferungen an deutsche Kunden sollen im vierten Quartal 2026 beginnen. Xpeng L03 RWD Standard Range: mit 58,3-kWh-LFP-Batterie, 180 kW/245 PS starkem Hinterradantrieb und bis zu 445 Kilometer Reichweite (WLTP komb.) zu Preisen ab 35.600 Euro Xpeng L03 RWD Long Range: mit 71,2-kWh-LFP-Batterie, 180 kW/245 PS starkem Hinterradantrieb und bis zu 520 Kilometer Reichweite (WLTP komb.) zu Preisen ab 38.600 Euro Xpeng L03 AWD Performance: mit 71,2-kWh-LFP-Batterie, 285 kW/387 PS starkem Allradantrieb und bis zu 440 Kilometer Reichweite (WLTP komb.) zu Preisen ab 41.600 Euro Xpeng L03 AWD Performance Ultra: mit 71,2-kWh-LFP-Batterie, 285 kW/387 PS starkem Allradantrieb und bis zu 440 Kilometer Reichweite (WLTP komb.) zu Preisen ab 46.600 Euro Als Alternative zu den vollelektrischen Varianten wird es den Xpeng L03 in Deutschland ab Herbst auch als „Range Extender Electric Vehicle“ zu Preisen ab 38.600 Euro (UVP inkl. 19% MwSt.) geben. Die Räder dieses Modells werden ausschließlich elektrisch angetrieben, aber ein kleiner 1,5-Liter-Benziner fungiert als Generator, der die 37,25 kWh große LFP-Batterie während der Fahrt nachlädt. Bis zu 1.000 Kilometer sind mit einer Tank- und Akkufüllung möglich, davon mehr als 200 Kilometer rein elektrisch. ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Xpeng unter NDA im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in München erhalten. Die Kosten für die Anreise wurden vom Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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