DAX +0,98 % 26.396,95 Pkt 14:02:41 MDAX -0,02 % 32.423,28 Pkt 14:02:41 Euro Stoxx 50 +0,51 % 6.556,91 Pkt 14:02:30 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold -0,13 % 4.394,10 USD 14:07:36 Silber +1,24 % 64,29 USD 14:07:39 Brent +1,68 % 84,95 USD 14:07:22 WTI +1,65 % 79,47 USD 14:07:38 Bitcoin +0,31 % 65.042,81 USD 14:17:35 EUR/USD +0,25 % 1,15540 USD 14:17:24 EUR/GBP -0,09 % 0,85570 GBP 14:17:40 EUR/CHF -0,23 % 0,93400 CHF 14:17:41 EUR/JPY +0,42 % 183,308 JPY 14:17:41

Chrome mit vertikalen Tabs: Googles neue Ansicht aktivieren

Technologie

Angekündigt hatte Google die Einführung vertikaler Tabs in Chrome bereits im April, jetzt läuft auch die Verteilung ganz offensiv. Die Funktion verschiebt die geöffneten Webseiten von der klassischen Leiste am oberen Fensterrand in eine Seitenleiste, links am Browser-Fenster. Aktivieren lässt sich die Ansicht direkt im Browser: Ein Rechtsklick auf die Tab-Leiste genügt, anschließend wählt man „Tabs vertikal anzeigen“. Damit entfällt für viele Nutzer der Umweg über experimentelle Schalter oder Erweiterungen. Genau solche Workarounds kursierten bislang als naheliegende Lösung, weil Chrome die seitliche Tableiste lange Zeit nicht als reguläre Standardfunktion angeboten hatte. Mehr Platz für lange Seitentitel Der praktische Nutzen zeigt sich vor allem bei vielen geöffneten Webseiten. In der horizontalen Leiste schrumpfen Tabs mit jedem weiteren Eintrag, bis oft nur noch Favicons übrig bleiben. Die Seitenleiste nutzt den verfügbaren Platz anders: Seitentitel bleiben länger lesbar, und Tabgruppen lassen sich laut Google ebenfalls leichter verwalten. Wer regelmäßig zweistellige Tab-Zahlen erreicht, bekommt damit eine übersichtlichere Arbeitsfläche. Ganz neu ist die Idee nicht. Andere Browser haben die seitliche Sortierung schon länger aufgegriffen. Selbst Opera hat erst kürzlich eine optionale vertikale Tableiste eingeführt und sich damit Chrome, Firefox und Edge angenähert. Apples Safari-Browser zeigt Tabs zwar in der Seitenleiste und innerhalb von Tabgruppen an, behält die klassische Leiste am oberen Rand aber bei. Gerade auf breiten Displays wirkt die seitliche Anordnung naheliegend. Viele Webseiten nutzen die komplette Fensterbreite ohnehin nur begrenzt, während zusätzliche Höhe direkt mehr Inhalt sichtbar macht. Die neue Chrome-Ansicht zielt also weniger auf eine optische Spielerei, sondern auf eine alltägliche Schwäche klassischer Tab-Leisten: Sie werden schnell eng, bevor der Arbeitstag richtig begonnen hat. Lesemodus bekommt eine ganze Seite Parallel dazu erweitert Google den Lesemodus in Chrome. Dieser öffnet Webseiten nun in einer vollseitigen Ansicht, die störende Elemente ausblendet und den Text in den Vordergrund rückt. Auch hier erfolgt der Zugriff über das Kontextmenü: Nutzer klicken mit der rechten Maustaste auf eine Seite und wählen „Im Lesemodus öffnen“. Google beschreibt beide Neuerungen als Hilfen für konzentrierteres Arbeiten. Die vertikalen Tabs sollen Ordnung in umfangreiche Sitzungen bringen, der überarbeitete Lesemodus soll unruhige Webseiten auf den eigentlichen Inhalt reduzieren. Ob die vertikale Ansicht dauerhaft zur bevorzugten Arbeitsweise wird, hängt stark vom eigenen Browser-Verhalten ab. Wer nur wenige Tabs offen hält, gewinnt wenig. Wer dagegen zwischen Recherchen, Webdiensten und Tabgruppen pendelt, dürfte schneller erkennen, ob die Seitenleiste im Alltag wirklich unter die Arme greift.

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