Ciao, Word! Es wird Zeit, Microsoft Office zu löschen
Wann habt ihr das letzte Mal wirklich darüber nachgedacht, warum ihr eigentlich Jahr für Jahr für Microsoft Office oder inzwischen Microsoft 365 bezahlt?
Ich meine Word, Excel, PowerPoint. Die sind so tief in unserem Alltag verankert, dass wir gar nicht mehr hinterfragen, ob das sein muss.
Früher hat man wenigstens nur einmal für die aktuelle Version bezahlt und konnte dann die gesamte Suite dauerhaft nutzen. Heute geht das natürlich nur noch als Abo-Modell.
Aber wofür zahlt man da überhaupt? Sind wir ehrlich: Die meisten nutzen ohnehin immer nur dieselben Funktionen, die sich kaum von denen vor zehn oder 20 Jahren unterscheiden.
Zum Glück gibt es aber eine Alternative, die nicht nur auf ein Abo-Modell verzichtet, sondern sogar komplett kostenlos ist: LibreOffice
Zugegeben, so unbekannt ist die Open-Source-Lösung nicht. Die Mehrheit hat sie jedoch entweder nie ausprobiert oder einmal kurz draufgeschaut und gedacht: „Nee, sieht irgendwie zu altbacken aus." Verständlich. Aber das war nun mal auch damals.
Inzwischen sieht LibreOffice viel moderner aus und kann eigentlich alles, was ihr für Schule, Studium oder Arbeit braucht.
Für den Austausch mit Leuten, die trotzdem noch Microsoft nutzen, gibt es in der Regel ebenfalls keine Probleme, denn die gängigen Formate (.docx,.xlsx,.pptx) könnt ihr hiermit trotzdem öffnen, bearbeiten und abspeichern.
Auch wenn LibreOffice noch lange nicht die Beliebtheit von Microsoft erreicht hat, merkt man jedoch, dass die Nachfrage steigt.
Die Version LibreOffice 26.8 wurde in der ersten Woche über eine Million Mal heruntergeladen. Das ist ein absoluter Rekord für das Projekt. Und das Lustige daran? Ein Grund dafür könnte sein, was LibreOffice im Gegensatz zu Microsoft 365 NICHT hat.
Keine integrierte Copilot-KI, die eure Texte „verbessert“ und dabei irgendwo in einem Microsoft-Rechenzentrum landet. Einfach: eine Software, die ihren Job macht. Ohne Abo. Ohne Datenhunger. Ohne das Gefühl, dass ihr das Produkt seid.
Aber to be fair: LibreOffice ist kein perfekter Ersatz für jeden. Wenn ihr täglich komplexe Excel-Makros nutzt oder Dokumente mit Kunden austauscht, die auf millimetergenaue Formatierung bestehen – ja, da kann es noch zu Reibung kommen.
ABER für den normalen Alltag? Texte schreiben, Tabellen pflegen, Präsentationen bauen? LibreOffice macht das ebenso solide, nur halt gratis und ohne euch in ein Abo-Modell zu locken, das jedes Jahr teurer wird.
Mein Take: Ich würde heute kein Geld mehr für Microsoft 365 ausgeben – zumindest nicht für den Privatgebrauch. Und die eine Million Downloads in einer Woche zeigen: Ich bin damit offenbar nicht allein.