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"Club" in der 2. Liga weiter ungeschlagen Nürnberg hat auch beim KSC alles unter Kontrolle

Sport

Mohamed Ali Zoma erzielte in der 31. Minute den entscheidenden Treffer für den "Club", der damit in der 2. Fußball-Bundesliga auch nach dem 6. Spieltag ungeschlagen bleibt. Nur beim Unentschieden gegen Kiel ließen die Nürnberger bislang Punkte liegen, sollte die Hertha im Spiel am Samstagabend in Dresden nicht gewinnen, wäre der "Club" neuer Tabellenführer.

Der KSC kassierte dagegen die dritte Heimpleite in Serie - und wartet seit dem 2:1-Erfolg zum Liga-Auftakt gegen Bielefeld weiter auf einen Sieg. Mit 5 Punkten müssen sich die Karlsruher erst einmal nur nach unten orientieren.

Der KSC versuchte es gegen die zuletzt dominanten Nürnberger von Beginn mit hohem Pressing, dies hätte nach fünf Minuten fast zum Erfolg geführt: Nürnbergs Jan Reichert ließ eine Rückgabe durchrutschen - und hatte Glück, dass der Ball gegen den Pfosten trudelte.

Nürnberg auch beim KSC dominant

Nürnberg bekam nach zehn Minuten die Kontrolle über das Spiel, aber der KSC war defensiv gut organisiert. Erst nach 25 Minuten kam der "Club" zum ersten Torabschluss, den Schuss von Tim Janisch aus etwas spitzem Winkel konnte Hans-Christian Bernat abwehren.

Der KSC verlegte sich weiter voll auf die Defensive, schaffte kaum Entlastung - dies rächte sich dann nach einer halben Stunde: Piet Scobel schaltete nach einer Balleroberung im Mittelfeld sofort in den höheren Gang, bediente Javier Fernandez, der auf Zoma weiterleitete: Nürnbergs Flügelstürmer, unter der Woche erstmals ins italienische Nationalteam berufen, jagte den Ball überlegt in den Winkel.

KSC zu passiv - und offensiv ohne Kreativität

Der KSC hatte auch nach dem Rückstand massiv Probleme, etwas für die Offensive zu kreieren. 78 Prozent Ballbesitz zur Pause zugunsten des "Clubs" waren ein klarer Beleg für Karlsruhes Passivität. KSC-Coach Maximilian Senft brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Sandro Tremoulet und Jason Ponente-Ramirez zwei neue Offensivkräfte, die zwei Minuten nach Wiederanpfiff tatsächlich für den ersten gelungenen Konter sorgten: Tremoulet trieb den Ball schnell nach vorne, Ponente-Ramirez zog aus knapp 20 Metern ab, aber Reichert hatte freie Sicht und parierte.

Dies hätte das Signal für den KSC sein können, mehr ins Risiko zu gehen - stattdessen diktierte Nürnberg weiter das Spiel: Zoma machte auf beiden Außenbahnen Alarm und war nicht zu stoppen. Seine Vorlage auf Scobel hätte fast zum 2:0 geführt, doch Nürnbergs Mittelstürmer jagte den Ball aus kurzer Distanz über die Latte (51.).

Die Nürnberger mussten sich nur vorwerfen lassen, nicht den beruhigenden zweiten Treffer nachzulegen - so blieb der KSC im Spiel. Zehn Minuten vor dem Ende ließ der eingewechselte Rafael Lubach für Nürnberg die Chance zur möglichen Vorentscheidung liegen, KSC-Keeper Bernat war auf dem Posten.

Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit bekam Ponente-Ramirez einen Abpraller vor die Füße, in perfekter Position zentral an der Strafraumgrenze - doch der KSC-Stürmer verzog völlig. Dies passte zur Darbietung der Karsruher an diesem Nachmittag. Im Gegenzug ließ Rayan Ghrieb bei einem Nürnberger Konter die hunderprozentige Chance liegen - Nürnbergs Sieg ging am Ende absolut in Ordnung.

Karlsruhe bei St. Pauli, Nürnberg gegen Wolfsburg

Für Nürnberg geht es nach der dreiwöchigen Länderspielpause am 10. Oktober mit dem Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg weiter. Karlsruhe ist am Sonntagmittag (11.10.2026, 13.30 Uhr) beim FC St. Pauli zu Gast.

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