DAX +1,57 % 25.577,47 Pkt 15:51:14 MDAX +1,69 % 30.380,36 Pkt 15:51:15 Euro Stoxx 50 +0,68 % 6.157,58 Pkt 15:51:00 Dow Jones +0,28 % 52.359,00 Pkt 16:06:14 S&P 500 +1,20 % 7.715,45 Pkt 16:06:15 Nasdaq +1,80 % 26.423,37 Pkt 16:06:14 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,68 % 4.065,90 USD 15:56:11 Silber +0,64 % 54,46 USD 15:56:05 Brent -5,66 % 109,26 USD 15:55:48 WTI -1,55 % 100,18 USD 15:56:15 Bitcoin +0,32 % 80.263,49 USD 16:06:06 EUR/USD -0,62 % 1,11480 USD 16:05:45 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 16:06:14 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 16:06:14 EUR/JPY -0,05 % 175,823 JPY 16:06:14

CO₂ in der Atmosphäre steigt auf Rekordwert

Welt

Die Konzentration von Kohlendioxid (CO₂) in der Atmosphäre steigt langsamer, aber weiterhin beträchtlich: 2025 hat der Wert einen neuen Rekord seit Beginn der Messungen erreicht.

Wie die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin mitteilt, stieg der Wert für CO₂ im Jahr 2025 auf 426,8 ppm. Die Einheit ppm steht für parts per million, also Teilchen pro Million Teilchen. Demnach nahm die CO₂-Konzentration von 2024 auf 2025 um 2,8 ppm zu. Der Gesamtwert entspricht den Angaben zufolge 153 Prozent des CO₂-Werts vor Beginn des Industriezeitalters im Jahr 1750.

Welchen Einfluss hat El Niño?

Der Anstieg sei zwar beträchtlich, aber etwas langsamer als der von 2023 auf 2024, heißt es in dem Bericht, der kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz in Antalya im November veröffentlicht wurde. Die Periode 2023/24 war von einem starken El Niño geprägt gewesen. Das Klimaphänomen hatte damals unter anderem für eine größere Anzahl an Vegetationsbränden mit mehr CO₂-Ausstoß gesorgt.

El Niño tritt alle paar Jahre auf – auch dieses Jahr hat das Klimaphänomen wieder begonnen. Nicht nur deshalb rechnet die Weltwetterorganisation für 2026 mit einem weiteren CO₂-Anstieg. Auch die Verbrennung fossiler Energieträger trage dazu bei, sagte WMO-Wissenschaftlerin Oksana Tarasova. Gleichzeitig steige das Risiko, dass die Ozeane immer weniger CO₂ speichern könnten.

Kohlendioxid ist dem Bericht zufolge für 66 Prozent des Treibhauseffekts durch Gase verantwortlich. Weitere 16 Prozent sind auf Methan (CH₄) zurückzuführen, das unter anderem in der Landwirtschaft, beim Abbau fossiler Energieträger und auf Mülldeponien anfällt. Die Methankonzentration erreichte voriges Jahr ebenfalls einen Rekordwert, ebenso wie die Konzentration von Lachgas (Distickstoffoxid, N₂O).

WMO fordert Fokus auf Treibhausgas SF₆

Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen globalen Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise abzuwenden, wollte die Weltgemeinschaft den Anstieg eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen, etwa durch den Ausstieg aus Erdöl, Kohle und Gas.

Doch auch der Umstieg auf nicht fossile Energieträger birgt aus Sicht der WMO Klimatücken. Mit der globalen Elektrifizierung sei etwa die Konzentration von Schwefelhexafluorid (SF₆) in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen, heißt es in dem Bericht. SF₆ wird unter anderem zur Lichtbogenlöschung in der Stromverteilung verwendet.

Die WMO forderte nicht nur einen verstärkten Fokus auf SF₆, sondern auch auf molekularen Wasserstoff (H₂), der etwa im Transportsektor und in der Stahlindustrie als Energieträger eingesetzt wird. H₂ sei zwar kein Treibhausgas, doch der Austritt von Wasserstoff aus Pipelines oder Brennstoffzellen gebe »zunehmend Anlass zur Sorge«, warnt die WMO. Denn H₂ beeinflusse die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre und habe dadurch einen starken indirekten Effekt auf die Erderwärmung.

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