Commerzbank gibt offenbar Kampf gegen UniCredit auf
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Frankfurt (Main) – Nach fast 2 Jahren Abwehrkampf muss sich die Commerzbank auf eine Übernahme durch UniCredit einstellen. Die Italiener halten nun fast die Hälfte der Aktien und können künftig wohl die Richtung der Bank bestimmen. Der Kampf um die Eigenständigkeit ist damit praktisch verloren. Wie konnte es so weit kommen? UniCredit war 2024 überraschend bei der Commerzbank eingestiegen und hatte seinen Einfluss seitdem Schritt für Schritt ausgebaut. Zuletzt konnten die Italiener über das Übernahmeangebot weitere Anteile sichern, sodass sie jetzt Zugriff auf 47,59 Prozent der Aktien haben. Jetzt beginnen die Übernahme-Gespräche Das ist zwar noch keine absolute Mehrheit. Bei Hauptversammlungen stimmen aber meist nicht alle Aktionäre ab. UniCredit dürfte dort deshalb faktisch die Mehrheit erreichen und wichtige Entscheidungen durchsetzen. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp (56) will jetzt mit UniCredit über die Zukunft der Bank verhandeln. In den kommenden Wochen und Monaten soll Schritt für Schritt geklärt werden, wie es weitergeht. Nach Informationen des „ Handelsblatts “ hat sich die Commerzbank intern mit dem Verlust ihrer Eigenständigkeit abgefunden. Jetzt geht es vor allem darum, Arbeitsplätze und das wichtige Auslandsnetz zu schützen. UniCredit-Chef Andrea Orcel (63) will einem Bericht zufolge allein in Deutschland rund 7000 Vollzeitstellen abbauen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der Commerzbank durch bestehende Vereinbarungen bis Ende 2030 faktisch ausgeschlossen. Was bedeutet das für Kunden?