DAX +0,78 % 26.536,32 Pkt 13:53:00 MDAX +1,04 % 32.672,42 Pkt 13:53:00 Euro Stoxx 50 +0,30 % 6.564,95 Pkt 13:53:00 Dow Jones +0,09 % 53.839,99 Pkt 22:39:34 S&P 500 +0,92 % 7.798,99 Pkt 22:35:03 Nasdaq +1,35 % 26.803,03 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,37 % 4.423,20 USD 13:57:53 Silber +0,38 % 65,12 USD 13:57:54 Brent +0,11 % 87,17 USD 13:57:28 WTI +0,46 % 81,62 USD 13:57:57 Bitcoin -0,98 % 62.778,03 USD 14:07:57 EUR/USD +0,36 % 1,15710 USD 14:07:20 EUR/GBP +0,07 % 0,85450 GBP 14:07:59 EUR/CHF +0,16 % 0,93890 CHF 14:08:00 EUR/JPY +0,17 % 183,983 JPY 14:07:58

Commerzbank: Im Streit mit Unicredit setzt Meloni auf Dialog mit Berlin

Wirtschaft

Neue Töne in Übernahmeschlacht Meloni schaltet sich in Commerzbank-Streit ein Von dpa Aktualisiert am 14.08.2026 - 11:42 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Seit Monaten versucht die italienische Unicredit die deutsche Commerzbank zu übernehmen. Nun schaltet sich Roms Regierungschefin Meloni in die Debatte ein. Im Streit um die Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit setzt die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf Gespräche mit den deutschen Behörden. "Ich hoffe, dass es einen positiven Dialog zwischen der Bank und den deutschen Behörden geben wird", sagte Meloni am Freitag der Wirtschaftszeitung "Milano Finanza". Zugleich pochte die italienische Regierung darauf, dass Unicredit ihre italienischen Wurzeln behalten müsse. Der Streit um die Übernahme der für den Mittelstand wichtigen deutschen Geschäftsbank belastet seit Monaten die deutsch-italienischen Beziehungen. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Sprecher von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärt: "Das aggressive und feindliche Vorgehen der Unicredit bleibt aus Sicht der Bundesregierung inakzeptabel." Commerzbank-Chefin knickt ein Der Bund hatte die Commerzbank in der Corona-Krise gestützt und hält noch zwölf Prozent an dem Kreditinstitut. Unicredit hatte zuvor Anteile fast coupartig übernommen. Lange hatte sich die Commerzbank gegen eine Übernahme gewehrt. Anfang August war Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp aber überraschend eingeschwenkt und hatte eingeräumt: "Wir haben diesbezüglich Gespräche aufgenommen." "Ich bin optimistisch, dass wir Schritt für Schritt eine gemeinsame Basis in Bezug auf die Unternehmensführung und auch das Geschäftsmodell finden können", sagte Orlopp weiter. Gespräche lägen im Interesse beider Banken, um Wert für Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. In die Gespräche sei der Bund als zweitgrößter Aktionär einbezogen. "Wir sind in enger Abstimmung." Die italienische Großbank hatte sich fast die Hälfte der Anteile gesichert. Durchregieren könne die Unicredit damit aber bisher nicht, betonte Orlopp. "Auch wenn die Unicredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden", erklärte die Commerzbank-Chefin. "Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten." Dafür brauche es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Beteiligten. Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte angekündigt, mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat über eine gemeinsame Zukunft seines Hauses mit der Commerzbank zu sprechen. Den Commerzbank-Vorstand um Bettina Orlopp hatte der Italiener nicht als Gesprächspartner erwähnt. Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann hatte hingegen Unicredit zu direkten Gesprächen mit dem Vorstand aufgefordert und damit eingestanden, dass an einer Machtübernahme durch die Mailänder Großbank nichts mehr vorbeiführt.

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