Commerzbank: Institut geht mit Rekordgewinn in Gespräche mit Unicredit
Frankfurt. Die Commerzbank geht mit einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr in die Gespräche mit Unicredit. Der Nettogewinn stieg im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie Deutschlands zweitgrößte Privatbank am Donnerstag mitteilte. Die Eigenkapitalrendite kletterte in der Folge auf 12,6 Prozent. Zum Gewinnanstieg trugen alle Segmente des Frankfurter Geldhauses bei. Größte Gewinntreiber waren das starke Wertpapiergeschäft und die gestiegenen Beiträge aus Anleiheemissionen. Der Provisionsüberschuss legte deshalb um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn um 94 Prozent auf 898 Millionen Euro und lag damit gut 50 Millionen Euro über den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Der Gewinn im Vorjahresquartal war durch einmalige Kosten in Höhe von knapp 500 Millionen Euro für den Abbau von Stellen belastet worden. Die Commerzbank-Aktie reagiert kaum auf die Zahlen: Am Donnerstagvormittag notiert sie mit einem Plus von 0,6 Prozent. Vorstandschefin Bettina Orlopp appellierte angesichts der starken Zahlen an Unicredit-Chef Andrea Orcel, die Stärken des Geschäftsmodells des Frankfurter Instituts nach einer Übernahme zu bewahren. „Ich bin zuversichtlich, dass wir Schritt für Schritt eine gemeinsame Basis finden können – sowohl bei der Governance als auch beim Geschäftsmodell.“