DAX +0,84 % 26.219,66 Pkt 16:23:08 MDAX +0,02 % 32.518,94 Pkt 16:23:09 Euro Stoxx 50 -0,03 % 6.484,72 Pkt 16:23:00 Dow Jones +2,81 % 54.672,78 Pkt 16:38:08 S&P 500 +2,15 % 7.763,69 Pkt 16:38:09 Nasdaq +2,68 % 26.608,21 Pkt 16:38:08 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +4,91 % 4.296,50 USD 16:28:10 Silber +4,43 % 62,72 USD 16:28:07 Brent -0,64 % 78,85 USD 16:27:50 WTI -1,11 % 74,93 USD 16:28:07 Bitcoin +0,38 % 64.296,19 USD 16:38:06 EUR/USD +0,38 % 1,15510 USD 16:37:57 EUR/GBP -0,01 % 0,85690 GBP 16:38:09 EUR/CHF -0,05 % 0,93200 CHF 16:38:09 EUR/JPY +0,35 % 181,913 JPY 16:38:08

COPD: 7 Tipps für die richtige Ernährung für Betroffene

Gesundheit

Richtig essen und trinken Ernährung bei COPD – die wichtigsten Tipps Von Astrid Clasen 05.08.2026 - 15:32 UhrLesedauer: 4 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! COPD ist nicht heilbar. Die richtige Therapie kann das Leben mit der Krankheit aber deutlich erleichtern. Dabei spielt auch die Ernährung eine große Rolle. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (kurz: COPD) sind die Atemwege dauerhaft verengt, was typischerweise zu Atemnot und Husten führt. Mit der Zeit kosten dann bereits leichte Alltagstätigkeiten deutlich mehr Energie als bei gesunden Menschen. Selbst die Nahrungsaufnahme ist anstrengend. In der Folge essen die Betroffenen oft zu wenig und bewegen sich weniger, weshalb sie Muskelmasse verlieren. Das schwächt auch die Atemmuskulatur, wodurch die Atemnot weiter zunehmen kann. Die richtige Ernährung kann helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: Wenn sie dem Körper ausreichend Energie liefert und den Erhalt der Muskulatur unterstützt, kann dies den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, sodass die Belastbarkeit im Alltag länger bewahrt bleibt und die Lebensqualität steigt. Die nachfolgenden Tipps zeigen auf, was dabei besonders wichtig ist. Schon gewusst? Wie viele Menschen in Deutschland COPD haben, lässt sich nicht genau sagen, da die Krankheit oft lange unerkannt bleibt. Fakt ist, dass ihre Häufigkeit bei Männern und Frauen mit dem Alter steigt: Von den über 40-Jährigen sind circa zehn bis zwölf Prozent betroffen. Wichtigster Risikofaktor ist Tabakrauch: Unter denjenigen, die seit 20 Jahren rauchen, beträgt der Anteil der Erkrankten bereits 15 bis 20 Prozent. Tipp 1: Lieber mehrere kleine Portionen essen Ein voller Magen nimmt der Lunge zusätzlichen Platz weg, was die Atemnot während des Essens verschlimmern kann. Daher kommen viele Menschen mit COPD mit fünf bis sechs kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt besser zurecht als mit wenigen großen Portionen. Um Beschwerden zu vermeiden, ist es außerdem ratsam: sich beim Essen Zeit zu lassen, nur kleine Bissen zu nehmen, immer gründlich zu kauen und während des Essens nicht zu sprechen. Auch das richtige Timing ist wichtig: So fällt vielen Menschen mit COPD das Essen leichter, wenn sie ihre Inhalationsmedikamente etwa 10 bis 15 Minuten vor der Mahlzeit anwenden und sich danach eine kurze Ruhepause gönnen. Überdies ist es hilfreich, in den letzten vier Stunden vor dem Schlafengehen möglichst nichts mehr zu essen. Tipp 2: Ausreichend trinken Bei COPD bildet sich in den Atemwegen ständig übermäßig viel Schleim. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft dabei, den Schleim dünnflüssig zu halten, sodass er sich leichter abhusten lässt: Dadurch fällt das Atmen leichter. Wer zu wenig trinkt, begünstigt hingegen zähen Schleim und anhaltenden Husten, was den Körper viel Kraft kostet. Im Allgemeinen empfehlen Fachleute daher, mindestens zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt zu trinken. Geeignet sind vor allem stilles oder kohlensäurearmes Wasser, Saftschorlen aus drei Teilen Wasser und einem Teil Saft, ungesüßte Kräutertees sowie ungesüßter Kaffee (höchstens drei Tassen täglich). Feste Trinkrituale und ständig griffbereite Getränke können helfen, die Trinkmenge zu erreichen. Tipp 3: Genug Protein zu sich nehmen Proteine beziehungsweise Eiweiße sind unverzichtbar für den Erhalt und den Aufbau von Muskeln – einschließlich der Atemmuskulatur. Menschen mit COPD haben einen erhöhten Bedarf und sollten daher möglichst mit jeder Mahlzeit Protein zu sich nehmen. Proteinreiche Lebensmittel sind unter anderem Joghurt, Quark, Käse, Eier, Fisch, Fleisch und Hülsenfrüchte (wie Erbsen, Bohnen und Linsen). Bei einer schweren COPD kommt es zu einem vermehrten Abbau von essenziellen Aminosäuren: Das sind die Proteinbausteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Daher kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, zusätzlich bestimmte Aminosäuren über Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen – allerdings nur nach ärztlicher Absprache. Tipp 4: Blähende Lebensmittel meiden Blähungen können den Druck auf das Zwerchfell erhöhen und dadurch die Atemnot bei COPD verstärken. Häufig blähend wirken unter anderem Kohlgemüse, Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblauch, Hülsenfrüchte, Trockenobst, saure Obstsorten und kohlensäurehaltige Getränke. Welche Lebensmittel inwieweit zur Gasbildung führen, ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bewährt hat sich deshalb die einfache Regel: alles meiden, was einem nicht bekommt. Tipp 5: Versorgung mit Vitamin D und Calcium sicherstellen Das auch als Sonnenvitamin bezeichnete Vitamin D und der Mineralstoff Calcium stärken die Knochen und die Muskulatur. Bei COPD ist es besonders wichtig, mit den beiden Nährstoffen ausreichend versorgt zu sein. Denn viele Betroffene sind älter, halten sich seltener im Freien auf und nehmen teilweise langfristig Kortisontabletten ein, was das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose) erhöht. Menschen mit COPD sollten sich daher möglichst regelmäßig im Freien aufhalten und ausreichend Calcium aufnehmen – idealerweise 1.000 Milligramm täglich. Gute Calciumquellen sind unter anderem Milchprodukte (wie Emmentaler und Joghurt), grüne Gemüsesorten (wie Brokkoli, Grünkohl und Rucola), Nüsse, Samen und calciumreiches Mineralwasser. Tipp 6: Bei Untergewicht energiereich essen Manche Menschen mit COPD nehmen im Krankheitsverlauf ungewollt stark ab. Dieser Gewichtsverlust kann ihre Muskelkraft und ihre körperliche Belastbarkeit weiter einschränken. Mit einer kalorienreichen Ernährung lässt sich dem aber gegensteuern. Loading... Loading... Loading... Um dies zu erreichen, sind keine besonders üppigen Mahlzeiten nötig. Betroffene brauchen ihre Speisen nur mit energiereichen Lebensmitteln anzureichern: etwa mit Nüssen, Nussmus, Avocados oder hochwertigen Pflanzenölen (wie Maiskeim-, Oliven-, Soja-, Raps- oder Leinöl). So können auch diejenigen, die wenig Appetit haben oder sich schnell gesättigt fühlen, ihre Energiezufuhr oft schon hinreichend steigern. Bei starkem Gewichtsverlust ist mitunter eine Ernährungsberatung oder Ernährungstherapie durch speziell geschulte Ernährungsfachkräfte sinnvoll. Tipp 7: Bei Übergewicht Fett- und Zuckerzufuhr reduzieren Auch starkes Übergewicht kann die körperliche Belastbarkeit bei COPD zusätzlich verringern. Dann ist es ratsam, allmählich abzunehmen. Um den Allgemeinzustand spürbar zu verbessern, reicht es oft schon, das Gewicht um fünf bis zehn Prozent zu senken: Das entspricht für gewöhnlich nur ein paar Kilos. Um das erreichte Gewicht langfristig zu halten, empfehlen Fachleute, die Ernährung dauerhaft umzustellen. Ziel ist eine ausgewogene und gesunde Kost aus überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln, die wenig Fett und Zucker enthalten. Dabei nicht vergessen, genug Protein aufzunehmen, um die Muskelmasse zu erhalten. Das sind die Top-Fragen des Tages: Übrigens: Menschen mit COPD und Unter- oder Übergewicht können sich eine zertifizierte Ernährungstherapie ärztlich verordnen lassen. Oft beteiligt sich dann die gesetzliche Krankenversicherung an den Kosten. Um die genauen Bedingungen zu klären, lassen sich interessierte Betroffene am besten ärztlich beraten oder wenden sich direkt an ihre Krankenkasse. Verwendete Quellen "Referenzwert: Calcium". Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): www.dge.de (Abrufdatum: 5.8.2026) "Ernährung bei COPD: Kleine Veränderungen mit großer Wirkung". Online-Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB): www.daab.de (Stand: 23.7.2026) "Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD)". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 12.5.2026), kostenpflichtig "Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 29.4.2026) Patientenratgeber "COPD und Ernährung" (PDF). Online-Informationen von COPD – Deutschland e.V.: www.copd-deutschland.de (Stand: April 2025) Transparenzhinweis Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden. Quellen anzeigen

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren