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Copernicus-Messung: Weltmeere mit 21,1 Grad Celsius so warm wie nie

Wissenschaft

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Copernicus-Messung Weltmeere mit 21,1 Grad Celsius so warm wie nie

Vergangenen Samstag hat die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur einen neuen Rekord erreicht. Forschende warnen vor Extremwetter – und wundern sich über den Zeitpunkt der Messung.

24.08.2026, 20.32 Uhr

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Die Temperatur der Weltmeere hat einen neuen Rekord erreicht: Seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 war die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur (SST) noch nie so hoch wie am vergangenen Samstag. Laut dem Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus habe diese am 22. August eine Temperatur von 21,1 Grad Celsius erreicht. Der bisherige Rekord lag bei 21,09 Grad Celsius und wurde im März 2024 gemessen.

»Dieser Rekord ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass der Ozean zunehmend unter Druck steht«, sagte Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima bei Copernicus laut Nachrichtenagentur dpa. Mit dem anhaltenden Anstieg der Meerestemperaturen nähmen die Risiken für Ökosysteme und Küstengemeinden zu. »Die Folgen sind bereits sichtbar: Die Zahl der Tage mit marinen Hitzewellen hat sich weltweit seit Anfang der 1990er Jahre mehr als verdreifacht«, zitiert die Agentur die Expertin.

Höhere Meerestemperaturen steigerten das Risiko extremer Wetterereignisse, heißt es in einer Mitteilung von Copernicus. Ein wärmerer Ozean gebe mehr Wärme und Feuchtigkeit an die Atmosphäre ab, was zu stärkeren Niederschlägen und einer möglichen Intensivierung von Stürmen führen könne. Zudem könne ein wärmerer Ozean Kohlendioxid aus der Atmosphäre weniger effizient binden, wodurch einer der wichtigsten natürlichen Puffer des Planeten gegen den Klimawandel geschwächt werden könnte.

Die Copernicus-Klimaforscher zeigten sich erstaunt über den Zeitpunkt des Rekords. Die globalen Meerestemperaturen seien in der Regel im März und April nach dem südlichen Sommer am höchsten, doch der jüngste Rekord sei im August erreicht worden. Er folge auf eine Reihe von monatlichen Rekorden und Beinahe-Rekorden der Meeresoberflächentemperatur, die im Laufe dieses Jahres bereits gemessen worden seien.

atr/dpa

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