"Copernicus" misst den heißesten Sommer der Geschichte in Westeuropa
"Dies ist ein deutliches Beispiel dafür, wie der Klimawandel Hitzeextreme verschärft, wobei sich Hitze und Dürre zunehmend gegenseitig verstärken", sagte die Copernicus-Vertreterin Samantha Burgess. Dass es im Juli die dritte und vierte Hitzewelle seit Mai gegeben habe, stelle eine außergewöhnliche Serie dar, hieß es weiter. Allerdings verweisen die Wissenschaftler auf ein Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Wetterphänomen El Niño Laut "Copernicus" waren zudem die Weltmeere mit Ausnahme der Polargebiete im Juli so aufgeheizt wie nie zuvor in dieser Jahreszeit. Ein Grund sei neben den Hitzwellen auch das natürlich auftretende Wetterphänomen El Niño im tropischen Pazifik, das sich in den kommenden Monaten voraussichtlich verstärken werde, hieß es. Copernicus-Direktor Carlo Buontempo erklärte, dass Teile des Mittelmeers und des Atlantiks ungewöhnlich warm waren, der sich entwickelnde El Niño jedoch "wahrscheinlich die treibende Kraft" hinter den Rekordtemperaturen der Meeresoberflächen sei. El Niño erwärmt die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an. Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.