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Corona-Schulden: Deutschland drohen bis zu 154 Milliarden Euro Kosten

Welt

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Berlin/Brüssel – Die Corona-Krise ist längst vorbei – doch ihre Rechnung kommt erst noch. Und für Deutschland könnte sie gewaltig ausfallen! Während der Pandemie hatte die EU einen historischen Schritt gewagt: Erstmals nahm Brüssel in großem Stil gemeinsame Schulden auf. Insgesamt wurden 750 Milliarden Euro an Zuschüssen und Krediten für den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft bereitgestellt. Deutschland gehört dabei zu den größten Nettozahlern.

Jetzt beginnt die teure Phase: die Rückzahlung. Allein für die Zuschüsse aus dem Corona-Wiederaufbaufonds werden nach Informationen von WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer) zwischen 2028 und 2034 voraussichtlich 140 bis 168 Milliarden Euro für Zinsen und Tilgung fällig. Bis 2058 könnten sich die Kosten auf insgesamt 649 bis 681 Milliarden Euro summieren.

Bis zu 154 Milliarden Euro für Deutschland

Besonders teuer könnte es für die deutschen Steuerzahler werden. Deutschland trägt derzeit im Schnitt 22,6 Prozent des EU-Haushalts. Legt man diesen Anteil auch bei der Rückzahlung zugrunde, könnten allein zwischen 2028 und 2034 rund 38 Milliarden Euro auf Deutschland entfallen. Bis 2058 wären es demnach sogar bis zu 154 Milliarden Euro – rechnerisch mehr als fünf Milliarden Euro pro Jahr.

Das Problem: Schon die Zinsen sind deutlich teurer geworden als ursprünglich erwartet. Für den laufenden EU-Haushalt von 2021 bis 2027 waren zunächst 15 Milliarden Euro eingeplant worden. Inzwischen werden 28 Milliarden Euro erwartet – fast doppelt so viel.

Jetzt beginnt der Streit ums Bezahlen

Dabei war der Fonds ein historischer Tabubruch: Unter maßgeblichem Einfluss der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (72, CDU) und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron (48) begann die EU erstmals, in großem Umfang gemeinsame Schulden aufzunehmen.

Nun muss geklärt werden, woher das Geld für die Rückzahlung kommen soll. Die EU-Kommission will Zinsen und Tilgung bislang aus dem europäischen Haushalt finanzieren. Das Europäische Parlament dagegen möchte den Schuldendienst außerhalb des regulären Budgets ansiedeln, damit mehr Geld etwa für Verteidigung und Zukunftstechnologien bleibt.

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