Cory Doctorow: "Je länger wir die KI-Blase laufen lassen, desto größer der Schaden"
Artikelzusammenfassung Cory Doctorow zerlegt den KI-Boom als toxischen Mix aus Monopolmacht, Renditepanik und Managementfantasien. Im Interview skizziert er zunächst den Unterschied zwischen freiwilligen „Zentauren“, die Automatisierung als Tool nutzen, und „umgekehrten Zentauren“, bei denen Menschen nur noch die fehleranfällige KI babysitten dürfen – vom Radiologie-Desk bis zur Code-Review-Hölle. Daraus entwickelt er seine eigentliche These: Unternehmen pushen KI nicht primär, weil sie so brillant wäre, sondern weil sich mit Entlassungen, Arbeitsverdichtung und dem alten Klassenkampf im neuen Tech-Gewand Investitionen von Billionenhöhe irgendwie pitchen lassen. Anschließend weitet Doctorow den Blick auf die Makroebene und liest KI als nächstes Krokodil im Investorenfluss nach Krypto, Web3 und Metaversum – eine Blase, deren Platzen laut ihm nicht nur Börsenwerte pulverisieren, sondern auch Institutionen von Schule bis Pflege nachhaltig beschädigen könnte, worauf im schlimmsten Fall Austerität und autoritäre Politik folgen. Am Ende bleibt er dennoch kein Maschinenstürmer: Kleine, offene, effiziente Modelle hält er für sinnvoll, nutzt KI selbst als glorifizierten Korrektor und spottet zugleich darüber, dass ausrangierte Datenzentren am Ende womöglich eher als Lasertag-Arenen taugen als als Zukunftsversprechen. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.