DAX +0,79 % 25.379,70 Pkt 10:25:26 MDAX +0,88 % 30.139,75 Pkt 10:25:25 Euro Stoxx 50 -0,11 % 6.109,55 Pkt 10:25:15 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,68 % 4.010,80 USD 10:30:21 Silber -1,60 % 53,24 USD 10:30:16 Brent -4,17 % 110,98 USD 10:30:19 WTI +0,13 % 101,89 USD 10:30:19 Bitcoin -0,59 % 79.535,12 USD 10:40:21 EUR/USD -0,69 % 1,11410 USD 10:39:42 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 10:40:24 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 10:40:25 EUR/JPY -0,15 % 175,651 JPY 10:40:26

COSMIC und GNOME mit unterschiedlichen KI Strategien

Allgemein

System76 verschärft die Regeln für Beiträge zum Linux-Desktop COSMIC und verlangt ausdrücklich, dass eingereichter Code, Kommentare und Beschreibungen nicht von KI-Systemen erzeugt wurden. Damit steht das Projekt nicht allein: Auch verschiedene GNOME-Projekte schließen KI-generierte Beiträge aus. Innerhalb von GNOME gibt es allerdings die Forderung, zumindest von KI entdeckte Fehlerberichte zuzulassen.

Die neuen Richtlinien von COSMIC verlangen von jedem Entwickler eine ausdrückliche Erklärung, dass im Pull Request keine von großen Sprachmodellen erzeugten Inhalte enthalten sind. Das Verbot betrifft damit nicht nur Programmcode, sondern auch Dokumentation, Kommentare und die Beschreibung des Beitrags. KI darf hingegen weiterhin zum Lernen oder zur Fehlersuche eingesetzt werden, solange die eigentliche Einreichung ohne generierte Inhalte erfolgt.

Eine ähnliche Linie verfolgt GNOME etwa beim Kalender. Auch die Richtlinien für GNOME Extensions schließen KI-generierte Erweiterungen aus, erlauben aber bestimmte Formen der Unterstützung beim Lernen und bei der Codevervollständigung. COSMIC selbst ist inzwischen ein eigenständiger Desktop und unterscheidet sich deutlich von der früheren gleichnamigen Oberfläche von System76, die noch stark auf GNOME und dessen Erweiterungen aufbaute. Die neue Variante wurde von Grund auf in Rust mit dem Iced-Toolkit entwickelt und arbeitet ausschließlich mit Wayland.

Bei GNOME fordert der Entwickler Michael Catanzaro dagegen einen pragmatischeren Umgang mit KI. Er argumentiert, dass das Projekt automatisch erzeugte Fehlerberichte nicht ablehnen sollte, wenn sie zur Entdeckung von Sicherheitsproblemen beitragen. Gerade bei großen Open-Source-Projekten könne KI eine erhebliche Zahl bislang unentdeckter Fehler aufspüren. Catanzaro verweist dabei auch auf die Schwierigkeiten, die sich aus der Verwendung speicherunsicherer Programmiersprachen wie C, C++ und Vala ergeben.

Damit stehen sich zwei unterschiedliche Ansätze gegenüber. COSMIC legt Wert darauf, dass Beiträge vollständig von Menschen erstellt werden, während Catanzaro zwischen KI als Werkzeug zur Softwareentwicklung und KI-generiertem Code unterscheidet. Seine Forderung beschränkt sich zunächst auf Fehlerberichte, könnte nach seiner Einschätzung aber eine weitergehende Diskussion darüber auslösen, wie weit KI-Unterstützung innerhalb eines Open-Source-Projekts gehen soll.

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