Cover mit Ulrich Siegmund: „Wenn ein Politiker böse Absichten hat …“ – Der „Spiegel“ rechtfertigt Titelbild
Der „Spiegel“ hat sein umstrittenes Titelcover über den AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, verteidigt. Das Magazin hatte den Politiker als „den gefährlichsten Mann Deutschlands“ bezeichnet. Die Darstellung löste unter anderem wegen ihrer Zuspitzung und der an ein Fahndungsplakat erinnernden Gestaltung Kritik aus. In der Sonntagsausgabe des Morgen-Newsletters „Die Lage am Morgen“ verteidigte Chefredakteur Dirk Kurbjuweit den Titel. Politiker hätten wegen ihrer Gestaltungsmacht potenziell größere Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen als Einzelpersonen: „Wenn ein Politiker böse Absichten hat – die allermeisten haben das zum Glück nicht –, kann das böse Folgen für Hunderttausende haben, vielleicht für Millionen.“