DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Cristiano Ronaldos Zeit ist abgelaufen: Sein Karriereende wäre ein Segen für Portugal

Sport

Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro, geboren vor 41 Jahren auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira, hat schon immer polarisiert. Von seinen Anfängen bei Sporting Lissabon, als er die Gegner mit blondierten Löckchen und unzähligen Übersteigern zur Weißglut getrieben hat, bis zum Champions-League-Dominator bei Real Madrid. Dazu kamen außersportliche Themen, wie die Vergewaltigungsvorwürfe aus dem Jahr 2009, von denen Ronaldo später gerichtlich freigesprochen wurde. Eines war über den größten Teil seiner Karriere aber unzweifelhaft: Ronaldo war ein herausragender Fußballer, einer der besten Stürmer der Geschichte. Die Betonung liegt auf war, denn seine besten Zeiten hat der Portugiese schon lange hinter sich. Bei dieser Weltmeisterschaft hat Ronaldo drei Tore erzielt – zwei gegen die Schießbude Usbekistan, ein Elfmeter gegen Kroatien – und damit den x-ten Rekord seiner Karriere aufgestellt. Noch nie hat ein Spieler bei sechs Weltmeisterschaften getroffen. Nicht mal sein ewiger Antagonist Lionel Messi. Während dieser das argentinische Team aber auch im hohen Alter noch anführt, ist Ronaldo für Portugal sportlich eine Last. Das zeigt nicht zuletzt das 0:1 im Achtelfinale gegen Spanien. In 90 Minuten hatte Ronaldo 19 Ballaktionen, niemand auf dem Feld hatte weniger. Er wirkte isoliert und in der zweiten Hälfte körperlich erledigt. Trainer Roberto Martínez wechselte ihn nicht aus, obwohl mit Gonçalo Ramos ein guter Stürmer auf der Bank saß. Ronaldo verließ den Platz nach dem WM-Aus mit Tränen in den Augen. Ob er auf Vereinsebene weitermachen wird, ist noch offen, doch ein großes Nationalmannschaftsturnier wird der 41-Jährige nicht mehr spielen. So seltsam das klingt, wenn man über einen der erfolgreichsten Spieler überhaupt spricht, muss man sagen: Das ist ein Segen für Portugal. Das Problem mit den alternden Superstars Ronaldo war schon seit Jahren ein Problem und das hat nicht nur mit seiner streitbaren Persönlichkeit zu tun. Der Umgang mit alternden Superstars ist für jede Mannschaft, jeden Trainer ein Drahtseilakt. Aus sportlichen Gesichtspunkten hätte Martínez Ronaldo nicht nominieren und erst recht nicht in die Startelf stellen dürfen. Doch um solch ein sportliches Denkmal auszusortieren, braucht es viel Mut und Rückhalt. Oder einen Star, der akzeptiert, dass er nicht mehr der Spieler früherer Tage ist, und zum Wohle der Mannschaft einen Schritt in die zweite Reihe macht. Das ist bei Cristiano Ronaldo aber unvorstellbar – und so musste er die große Bühne auf eine Art verlassen, die seiner großen sportlichen Karriere nicht angemessen war.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren