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CSD in Hamburg: Hamburger Einkaufszentrum weist Menschen mit Regenbogenflagge ab

Nation

Sicherheitskräfte des Hamburger Einkaufszentrums Europa Passage haben am vergangenen Samstag während des Christopher Street Days (CSD) mehreren Menschen mit Regenbogenflagge den Zutritt verwehrt. Wie die Hamburger Polizei mitteilte, wies der Sicherheitsdienst an zwei Eingängen Menschen mit Pride-Symbol ab oder forderte sie dazu auf, ihre Flaggen einzurollen. Als Begründung hätten sich die Sicherheitskräfte auf das Hausrecht bezogen, sagte ein Polizeisprecher. Betroffene schalteten daraufhin die Polizei ein. Nach deren Erkenntnissen änderten die Sicherheitskräfte infolge des Einschreitens von Beamten ihr Verhalten. Die Hamburger Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, wie viele Menschen abgewiesen wurden und ob wegen der Vorfälle Ermittlungen laufen. Laut der Hamburger Morgenpost, die zuerst über die Vorfälle berichtet hatte, wurden mehrfach Polizeibeamte zu dem Einkaufszentrum gerufen, da es an zwei Seiteneingängen zu Streitigkeiten beim Einlass gekommen war. Erst nach wiederholtem Einschreiten der Polizei habe der Sicherheitsdienst seine Praxis schließlich geändert, zitiert die Zeitung einen Polizeisprecher. Management will Vorgänge aufarbeiten Die Leitung des Einkaufszentrums reagierte bereits am Sonntag auf eine Anfrage der Morgenpost. Karsten Bärschneider, Manager des Zentrums, zeigte sich erschüttert. Vonseiten der Leitung habe es keine Anweisung gegeben, Besucher aufzufordern, Pride-Fahnen abzudecken oder zu entfernen, sagte Bärschneider. »Wir möchten, dass sich alle Besucherinnen und Besucher bei uns willkommen, respektiert und sicher fühlen.« Er bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten und den Eindruck, manche Menschen seien nicht willkommen, sagte Bärschneider. »Dies entspricht weder unserem Anspruch noch dem Selbstverständnis der Europa Passage.« Die Vorgänge würden nun gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst geprüft und aufgearbeitet.

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