Cyberangriff in Norwegen: Prorussische Hacker bekennen sich zu Cyberangriff auf Norwegen
Die prorussische Hackergruppe Server Killers hat einen groß angelegten Cyberangriff auf digitale Dienste der norwegischen Behörden für sich reklamiert. Die Angriffe dauern nach Angaben der staatlichen Digitalisierungsbehörde Digdir seit Montag an. »Es ist der größte Angriff auf Digdir-Lösungen, den wir je erlebt haben«, sagte Behördensprecher Are Kvistad der Nachrichtenagentur AP.
Bei den sogenannten Denial-of-Service-Angriffen wurden die Systeme gezielt mit enormen Datenmengen überlastet. Betroffen war unter anderem ein Bürgerdienst. Nach Angaben von Digdir gelang es, die Dienste praktisch durchgehend verfügbar zu halten. Digdir ist die norwegische Digitalisierungsagentur. Sie steuert und koordiniert die digitale Transformation des öffentlichen Sektors des Landes und verwaltet zentrale IT-Infrastrukturen.
Norwegen will enger mit Ukraine zusammenarbeiten
Die prorussische Gruppe erklärte nach Berichten norwegischer Medien Norwegen den Cyberkrieg. Als Grund nannte sie die erneuerte Sicherheitszusammenarbeit des Landes mit der Ukraine. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre hatte bei einem Besuch in Kyjiw angekündigt, die Ukraine auch im kommenden Jahr mit 85 Milliarden norwegischen Kronen (etwa 7,8 Milliarden Euro) zu unterstützen. Zudem vereinbarten die beiden Länder eine engere Zusammenarbeit bei Drohnentechnologie und anderen Formen moderner Kriegsführung. Norwegische Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Bekennerschreiben.